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Die SG Schönau bleibt in der Bezirksliga

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Die Schönauer Spieler feierten mit Trainern und Funktionären ausgelassen den Bezirksligaerhalt. (Foto: Wechslinger)

Der eine Punkt aus dem 1:1 gegen den VfL Waldkraiburg vom Samstag im Alpenstadion reicht der SG Schönau zum Klassenerhalt. Bei einer Niederlage hätte man in die Relegation gemusst. Bei der SG Schönau haben gleich mehrere Stammspieler gefehlt und die halbe Mannschaft ist mit Verletzungen aufgelaufen.


Über 200 Zuschauer wollten das entscheidende letzte Bezirksligaspiel dieser Saison sehen und wurden durch ein von der ersten bis zur letzten Minute sehr spannendes Spiel belohnt. Die SG Schönau wollte aus einer gesicherten Abwehr mit überfallartigen steilen Angriffen auf die Spitzen Kocic und Sebastian Wessels, der wieder einmal ein Klassespiel gezeigt hat, zum Erfolg kommen.

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Bereits in den Anfangsminuten zeigte der Gast mit ersten Möglichkeiten, dass er die Punkte nicht in der Schönau lassen wollte. Gut gefallen hat im letzten Saisonspiel das Schiedsrichtertrio, angeführt von Christian Schunke vom FC Sportfreunde Schwaig. Bereits in der sechsten Minute kam Rade Kocic zu einer ersten Großchance, schoss jedoch aus kurzer Entfernung daneben. Nur eine Minute später erspielten sich dagegen die Gäste durch Markus Weichhart eine gute Möglichkeit.

Nachdem die Begegnung hin und her wogte, bekam Kocic in der zwölften Spielminute ein geniales Zuspiel in den Lauf, brachte jedoch nur einen abgerissenen Schuss aufs Gästetor. Berat Uzun ließ sich nach einer Viertelstunde theatralisch fallen, nur der Schiedsrichter fiel nicht darauf herein. Nach 15 Minuten lautete das erste Fazit: ausgeglichenes Spiel mit den besseren Chancen für Schönau.

Die Schönauer versuchten es immer wieder mit Steilspiel auf Kocic und Wessels, doch die Gästeabwehr stand gut organisiert und sicher. In der 34. Minute deutete der Waldkraiburger Torjäger Razvan Rivis an, warum er die Liste der Bezirksliga anführt. Doch die Schönauer hatten Glück, dass Rivis nicht seinen 23. Treffer erzielt und nur die Latte getroffen hat. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, eine Minute vor der Halbzeitpause, war es dann doch Rivis, der die Gäste in Führung schoss. Wie so oft beim Fußball wurde Schönau für das Auslassen von Topmöglichkeiten bestraft. Und von den beiden Plätzen, auf denen ebenfalls Mannschaften gegen die Relegation spielten, kamen nach 45 Minuten keine guten Meldungen. Der ASV Au (2:1) und der TSV Reicherstheim (2:0) lagen jeweils in Führung, was Schön au bei einer Niederlage in die Relegation gerissen hätte.

Schönau startete vehement in die zweite Halbzeit und ließ gleich erkennen, dass die Mannschaft sich nicht mit einer Niederlage abfinden wollte. Wie immer bei Freistößen und Eckbällen schaltete sich Daniel Widl ins Schönauer Angriffsspiel ein. So auch bei einem Freistoß von Stefan Weinbuch, den Widl gut aufs Tor verlängerte. Doch der starke Waldkraiburger Torhüter Tobias Neumann klärte mit einem Topreflex. Nur wenig später bewahrte Neumann sein Team neuerlich nach einem Kopfball von Kocic mit einer weiteren Glanztat vor dem Ausgleich. Die nächste Chance hatte Wessels, der vom Fünfereck ein Zuspiel volley genommen und nur knapp verzogen hat. Nach gut einer Stunde hatte Wessels sein Visier dann richtig eingestellt und überwand die vielbeinige Gästeabwehr mit einem Linksschuss in die rechte Torecke. Schönau war nach 62 Minuten mit dem 1:1 gerettet, es war aber noch knapp eine halbe Stunde zu spielen.

Um der Abwehr Stabilität zu geben, schickte Trainer Thomas Meißner Routinier Stefan Hölzlwimmer ins brisante Match, der allerdings seit drei Jahren nicht mehr in der ersten Mannschaft gespielt hat. »Wegen unserer Personalprobleme habe ich Stefan Hölzlwimmer gefragt, ob er sich auf die Bank setzt und er hat sofort zugesagt«, so Schönaus Coach. Waldkraiburg wollte nach dem Ausgleich noch den Sieg, schwächte sich in der 67. Minute aber selbst, als Berat Uzun an Lukas Laue ein böses Frustfoulspiel beging und dafür Rot sah.

Obwohl die Waldkraiburger nun mit einem Spieler weniger auf dem Feld waren, agierten sie dennoch optisch überlegen. Die Schönauer riskierten natürlich nicht mehr alles, denn das Unentschieden reichte ja. Fünf Minuten vor Spielende zog Mannschaftskapitän Toni Hölzl aus 25 Metern ab, der Strich ging jedoch knapp übers Tor. Die letzte Chance erspielte in der Schlussminute noch einmal Kocic. Doch dem Mittelstürmer, der trotz Verletzung viel gerackert hat, wollte an diesem Tag einfach kein Treffer gelingen. Der souveräne Unparteiische pfiff das gute und spannende Match pünktlich ab. Die Schönauer Spieler lagen sich danach minutenlang in den Armen, hatten sie es doch mit vereinten Kräften geschafft, die Bezirksliga zu halten, ohne in die Relegation gehen zu müssen.

SG Schönau: Christoph Maier; Sebastian Pfnür, Lukas Laue, Jonas Rolf, Daniel Widl, Stefan Weinbuch, Anton Hölzl, Jörn Herdecke (64. Stefan Hölzlwimmer), Rade Kocic, Sebastian Wessels (90. Dominik Meyer), Korbinian Burger. Christian Wechslinger