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Die Siemens-Werksfeuerwehr hatte 26 Einsätze

Traunreut. Die Siemens-Werksfeuerwehr absolvierte im vergangenen Jahr 26 Einsätze. Die größte Anschaffung der Wehr im letzten Jahr war das neue Tanklöschfahrzeug, das im Herbst eingeweiht wurde. Wie aus dem Bericht des Kommandanten Günter Marks hervorging, zählt die Wehr aktuell 52 Mitglieder, darunter 28 Atemschutzträger. »Es dürften ruhig ein paar mehr sein«, erklärte Marks. Unter den 26 Einsätzen gab es 21 Technische Hilfeleistungen, drei Sicherheitswachen, einen Fehlalarm und einen sonstigen Einsatz. Insgesamt wurden 236 Stunden aufgewendet.

Der Rettungsdienst hatte 29 Einsätze zu leisten

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Der Rettungsdienst hatte 29 Einsätze. Zusätzlich absolvierten die Feuerwehrler 74 Übungen, legten Leistungsabzeichen Wasser ab und besuchten Lehrgänge. Manfred Felber, Leiter Technische Dienste bei BSH, führte aus, dass letztes Jahr 674 000 Euro in den Brandschutz investiert wurden. Das neue Fahrzeug kostete allein schon 305 000 Euro. Im Rahmen des Abends wurden langjährige Mitglieder der Werksfeuerwehr geehrt. Für 20 Jahre geehrt wurden Michael Lohr und Zeljko Kovac, für 30 Jahre Thomas Dzial und Martin Roßmanit.

Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein lobte den guten Ausbildungsstand der Werksfeuerwehr und die Zusammenarbeit mit den übrigen Feuerwehren in Traunreut. Er ging darauf ein, dass die Siemens Werksfeuerwehr bei großen Einsätzen von der Integrierten Leitstelle nicht automatisch mit alarmiert wird, weil dies offenbar nicht vorgesehen ist. Man werde jedoch bei großen Einsätzen immer nachalarmiert, wenn deutlich wird, dass noch mehr Hilfskräfte nötig sind. Für Kommandant Günter Marks ist es allerdings nicht erklärbar, warum die Alarmierung beispielsweise bei der Werksfeuerwehr der Alzmetall sehr wohl automatisch mit allen anderen Wehren erfolgt.

Bürgermeister Franz Parzinger dankte der Feuerwehr ebenfalls für ihre Einsatzbereitschaft. Er gratulierte dem BSH-Werk zu den erreichten Auszeichnungen und betonte in Bezug auf Siteco, dass auch die Stadt, wo es geht, LED-Leuchten einsetze.

Manfred Felber gab für Werksleiter Günter Striegel den Bericht über die Herdefabrik ab. Bosch und Siemens sei mit 9,7 Milliarden Euro Umsatz nach wie vor der drittgrößte Hersteller von Hausgeräten weltweit, in Europa unbestritten die Nummer Eins mit sieben Milliarden. Innerhalb des Konzerns sei Traunreut der größte Standort im Bereich »Kochen« mit fast 2500 Mitarbeitern. Entwicklung und Produktion der Hausgeräte lägen hier eng beieinander. Nach dem Rekordjahr 2011 mit über 2,3 Millionen Geräten sei 2012 ein Einbruch zu verzeichnen gewesen.

Nur im Bereich Warmwasser gab es einen leichten Anstieg

Lediglich im Bereich Warmwasser sei ein leichter Anstieg verzeichnet worden, alle anderen Produktbereiche waren rückläufig. »Von 2011 bis jetzt sind die Produktionszahlen um rund zehn Prozent gefallen«, so Felber. Der negative Trend setze sich auch heuer fort. »Aber wir sind dennoch nicht bange und haben eine langfristige Strategie mit dem Titel 'Traunreut 2020' aufgelegt.«

2012 erhielt die Fabrik auch Auszeichnungen. Zum einen gab es den Bayerischen Energiepreis, zum anderen den Bayerischen Integrationspreis für die gelungene Integration von Mitarbeitern mit Behinderung und man gehöre bei den »Top Employers« zu den 20 besten Arbeitgebern in Europa, in Deutschland sei BSH Traunreut sogar als bester Arbeitgeber für Ingenieure ausgezeichnet worden.

Für die Werksleitung von Siteco berichtete Josef Wolkersdorfer, seit fast zwei Jahren gehöre Siteco nun zum Osram-Konzern. Es seien viele Hürden genommen worden. Das Segment Leuchten werde weitestgehend in Traunreut entwickelt. Im Fokus stehe die Entwicklung und Produktion der neuen LED-Technik. Ziel sei bis 2015 bei den LEDs ein Marktanteil von 50 Prozent, was durchaus realistisch sei. Mit dem Bau des Projekthauses für 1,8 Millionen Euro, das im letzten Jahr fertig wurde, bestünden optimale Voraussetzungen dafür.

In Bezug auf die Werksfeuerwehr erklärte Wolkersdorfer, dass es im Osram-Konzern nur sehr wenige Werksfeuerwehren gebe, die Weiterführung in Traunreut aber nicht infrage gestellt sei. mix