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Die Silvestershow mit Jörg Pilawa

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Die Silvestershow mit Jörg Pilawa
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Francine Jordi und Jörg Pilawa verabschieden das alte Jahr. Foto: Bodo Schackow Foto: dpa

Der »Silvesterstadl« aus der Ära von Karl Moik oder Andy Borg ist Geschichte. Nun ist es die »Silvestershow«. Ein kleiner Unterschied.


Berlin (dpa) - Die Zeiten eines Andy Borg sind längst vorbei - den letzten »Musikantenstadl« im Ersten präsentierte der Österreicher Mitte 2015. Im vergangenen Jahr brachte die ARD dann noch einmal einen »Silvesterstadl«.

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Das war es dann aber auch mit den »Stadls«, die seit 1981 das Bild der ARD-Samstagabendunterhaltung im Stil ihres geistigen Vaters und langjährigen Moderators Karl Moik (1938-2015) prägten. Geblieben ist jetzt noch eine abendfüllende Musik- und Unterhaltungsshow, die dieses Jahr - wie schon 2016 - am Silvestertag ab 20.15 Uhr live aus Graz von Jörg Pilawa moderiert wird.

Der Totengräber des »Stadls« sei er damit nicht, unterstreicht der 52-jährige Pilawa, der unter anderem im Ersten noch das »Quizduell« und die Dreiländershow »Spiel für dein Land« moderiert. »In der Silvestershow ist immer noch viel vom alten 'Stadl'-Konzept. Aber es gibt zwei Gründe, die Sendung nicht mehr mit 'Silvesterstadl' zu betiteln. Zum ersten gibt es keinen 'Musikantenstadl' mehr, und zum zweiten handelt es sich dabei um eine Show mit internationalen Künstlern, die man angesichts der großen Party anders nennen muss.« Zum Beispiel werde auf Pilawas »expliziten Wunsch« Bonnie Tyler auftreten, die nicht in einen »Stadl« alter Fassung gepasst hätte.

Die weiteren musikalischen Gäste stehen auch bereits fest: Song-Contest-Legende Johnny Logan, das Duo Amigos, Bernhard Brink, Roberto Blanco und Marc Pircher sind zum Beispiel mit dabei. Um Mitternacht hat das Erste wieder eine Live-Schalte zum Feuerwerk am Brandenburger Tor vorgesehen. Pilawas Co-Moderatorin ist wie 2016 in der letzten »Stadl«-Show die Schweizerin Francine Jordi (40).

Wie schon im vergangenen Jahr ist die »Silvestershow« für Pilawa ein größerer Familienausflug. Frau und Kinder seien wieder dabei. 35 Leute aus dem familiären Umfeld seien eingeplant. Zu zwei Ausgaben habe Pilawa »Ja« gesagt. Wie es dann im nächsten Jahr weitergehe, sei noch nicht klar. Darüber entscheidet nicht zuletzt die Quote. Die beteiligten Sender, die ARD aus Deutschland, der ORF aus Österreich und das SRF aus der Schweiz, werden sich im nächsten Jahr darüber verständigen, in welcher Form sie Silvester künftig stemmen werden. Mit Pilawa könnten sie weiterhin rechnen: Seinen ARD-Vertrag hat der Entertainer, der früher auch fürs ZDF und für Sat.1 aktiv war, Anfang 2017 um drei Jahre verlängert.

Für Pilawa geht es 2018 so weiter: Nach etwa anderthalb Jahren Pause wird er wieder sein »Quizduell« auflegen. »Das 'Quizduell' ist etwas Besonderes, weil es die einzige Live-Quizshow ist, bei der die Leute mitmachen und wir die Zuschauer durch die neue ARD-Quiz-App anders ansprechen können«, sagt der Hamburger Moderator. Über vier Wochen soll im Frühjahr in der ARD immer am Vorabend live gesendet werden. Zuletzt war die Reihe im November 2016 zu sehen. Angefangen hatte Pilawa mit der Show im Frühjahr 2014. Wie und wann es im nächsten Jahr mit seiner Abendshow »Spiel für dein Land« weitergeht, ist noch offen. »Auf jeden Fall wird es 2018 wieder eine Eurovisionsshow mit den Partnern aus Österreich und der Schweiz geben.«

Und wie regagiert die Konkurrenz auf Pilawa? Im ZDF bekommt er es mit zwei alten Kollegen und Weggefährten zu tun: Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner moderieren die Show »Willkommen 2018« live vom Brandenburger Tor, unter anderem mit Alice Merton, Höhner, The Rasmus, Spider Murphy Gang, Frontm3n, Lucenzo, Oli P., Nana und Rednex. RTL bringt »Die ultimative Chart Show - Die erfolgreichsten deutschsprachigen Singles der letzten 40 Jahre« mit Oliver Geissen, der unter anderem Peter Maffay, Culcha Candela, Adel Tawil, Glasperlenspiel, Markus und Stereoact Feat. Kerstin Ott zu Gast hat.