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Die Tabellenführung übernommen

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Maximilian Schuster versuchte im Spiel der SG Scheffau-Schellenberg gegen den TSV Berchtesgaden 2 mit akrobatischen Einlagen den Sieg zu retten. Foto: Franz Heger

Marktschellenberg – Einen spannenden Verlauf nahm das Derby zwischen der SG Scheffau-Schellenberg und dem TSV Berchtesgaden 2 am letzten Samstag. Denn der bisherige Tabellenführer SG Scheffau-Schellenberg musste trotz einer 1:0-Führung zu Pause und später einem 2:0-Vorsprung noch eine schmerzliche 2:3-Niederlage hinnehmen. Den Berchtesgadener Siegtreffer erzielte der Asylbewerber Achmed Alo. Wenige Momente fehlender Aufmerksamkeit in der Scheffauer Abwehr genügten den Gästen aus Berchtesgaden, das Spiel zu wenden und mit drei Punkten als neuer Tabellenführer nach Hause zu fahren.


100 Zuschauer kamen in die Scheffau, um sich das Spitzenspiel der C-Klasse zwischen Tabellenführer SG Scheffau-Schellenberg und dem punktgleichen Zweiten TSV Berchtesgaden nicht entgehen zu lassen. Beide Teams gingen in Bestformation ins Match und die Scheffauer legten gleich einmal richtig los. Markus Lenz kam zu einer ersten Möglichkeit für die Platzherren (5.), die knapp neben dem Tor vorbeiging. Die nächste zwingende Aktion verzeichneten die Gäste von der Breitwiese, als jedoch Tobias Dollingers Kopfball nicht platziert genug war (8.). Im Gegenzug leitete Markus Brandner einen weiten Abschlag von Torhüter Hermann Eder zu Toni Angerer, der das Kunstleder über den TSV-Keeper Philipp Däuber zum umjubelten Führungstreffer ins Tor schlenzte. Dieses Tor gab den Platzherren Auftrieb, die SG Scheffau-Schellenberg bestimmte jetzt weitgehend das Geschehen im Stadion »Schwarze Erde«. Die Möglichkeiten zu weiteren Toren wurden jedoch nicht genützt. Auch nicht die Chancen des TSV Berchtesgaden 2, der mit Freistößen von Ibo Tas (36.) und Matthias Hinterbrandner (38.) in der Scheffauer Spielermauer scheiterte.

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Auch der zweite Durchgang stand zunächst ganz im Zeichen der SG Scheffau-Schellenberg, die bereits in der 53. Minute nach einem sehenswerten Sololauf von Mannschaftskapitän Toni Angerer mit einem haltbaren Schuss aus spitzem Winkel auf 2:0 davonzog. Thomas Anfang und Martin Koller kamen nach knapp einer Stunde zu zwei 100-Prozent-Chancen, die sie jedoch ausließen, was sich bitter rächen sollte. Denn dies baute ganz offensichtlich die schon fast besiegten Gäste auf, die fortan das Ruder übernahmen. So verkürzte Tobias Dollinger nach einem der geschickt getretenen Eckstöße von Ibo Tas per Kopf auf 1:2 (67.). Damit war die Gegenwehr der Platzherren gebrochen, deren Spiel fortan gar nicht mehr lief.

Die Abwehr der Platzherren zeigte jetzt Deckungsschwächen und so glich der Berchtesgadener Mannschaftsführer Tobias Huber zum 2:2 (72.) aus. Doch damit nicht genug gelang dem TSV Berchtesgaden 2 in der 88. Minute auch noch der 3:2-Siegtreffer. Die Platzherren haderten hernach mit dem Unparteiischen, weil dem Treffer ein Handspiel des Torschützen Achmed Alo vorausgegangen sein soll. Der Asylbewerber passt ideal ins Berchtesgadener Spiel und ist ein geschätzter Mannschaftskamerad, der schon ganz gut Deutsch spricht.

In der Folge versuchten es die Platzherren mit der bekannten Brechstange, was zumeist nichts einbringt. Die von Josip-Paul Stepinac organisierte Berchtesgadener Abwehr stand auf einmal felsenfest, die Scheffauer bissen sich daran förmlich die Zähne aus. Die letzten Aktionen gehörten sodann noch den verzweifelt anrennenden Platzherren. Konditionswunder Markus Lenz scheiterte mit einem Schuss aus spitzem Winkel und Scharfschütze Maximilian Schuster donnerte das Spielgerät an die Latte.

»Eine tolle erste Halbzeit reicht halt nicht zum Sieg. Wir müssen es schaffen, auch in der zweiten Spielhälfte an die Leistungen der ersten anzuknüpfen. Als wir nach den vergebenen Chancen zum 3:0 zurücksteckten, reichten dem TSV wenige Chancen, die clever zum Sieg genützt wurden. Schade, ein Remis wäre gerecht gewesen. Ein Lob geht an Neuzugang Ralf Spreiter, der sich nahtlos in die Mannschaft eingefügt hat«, erklärte Spielertrainer Hermann Eder.

SG Scheffau-Schellenberg: Eder; Plenk, Spreiter, Anfang, Müller, Angerer, Wendl, Brandner, Schuster, König, Lenz, Riegel, M. Hinterbrandner, S. Koppenleitner.

TSV Berchtesgaden: Däuber; Birringer, Siclovan, Hinzdorf, Stepinac, Hinterbrandner, Tas, Huber, Seidel, Alo, Dollinger, D. Botzenhard, Kießling, Lukesch. Christian Wechslinger