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Die Unterwössener Feuerwehr rückte 41 Mal aus

Unterwössen. 41 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Unterwössen im vergangenen Jahr. Das berichtete Kommandant Stefan Wimmer in der Jahreshauptversammlung im Hotel Gabriele. Zudem gibt es viele Übungen und Lehrgänge, aber auch – davon berichtete Vorstand Christian Gropper – gemütliche Stunden bei gemeinsamen Unternehmungen. Für die Wössner Feuerwehr steht in der zweiten Jahreshälfte die Auslieferung des neuen Löschfahrzeuges LF 20/16 an.

Der Vorstand der Feuerwehr Unterwössen Christian Gropper (von links) und Kreisbrandmeister Alfred Waschin zeichneten Andreas Bär und Martin Blösl zusammen mit Feuerwehrkommandant Stefan Wimmer für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr aus. Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Hans Haslreiter. (Foto: Flug)

Segelflieger hing in Baumkronen

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Zwei der 17 Technischen Hilfeleistungen waren schwierige Einsätze. In einem Fall war ein Segelflugzeug auf dem Gelände des Flugplatzes nach einer Baumberührung verunglückt, der Pilot kam ums Leben. Im anderen Fall dauerte es mehrere Stunden, ehe die Bergwacht mit Unterstützung der Feuerwehr einen Segelflieger mit seinem Fluggerät aus den Baumkronen am Balsbergrücken zu Boden gebracht hatte. Bis auf den Sachschaden ging dieser Unfall glimpflich aus.

Neun Brände hat es im Einsatzzeitraum gegeben. Die Unterwössener waren unter anderem auch beim Brand in der Ferienwohnanlage in Schleching im Einsatz. Der hätte, so Kommandant Wimmer, auch dramatisch ausgehen können. Weiter verzeichnete Wimmer in seiner Liste zwei Fehlalarme und zwölf Sondereinsätze wie zum Beispiel bei der Absperrung des erstmaligen Wössner Halbmarathons. Zudem musste die Feuerwehr wegen eines Wasserschadens in die Pfarrkirche St. Martin, dort wurde sie von Pfarrer Klaus Wernberger betreut.

Wimmer berichtete von 31 Übungen. Insgesamt war die Unterwössner Wehr 636 Stunden im Einsatz, mit Übungen und anderem brachten sie es auf 1341 Arbeitsstunden. Wimmer kündigte an, dass am 30.  September eine Besichtigung durch die Inspektion erfolgen wird. Außerdem richtet die Feuerwehr Unterwössen eine Gemeinschaftsübung mit den Wehren aus Oberwössen, Schleching, Reit im Winkl und Marquartstein aus.

Kreisbrandmeister Alfred Waschin hofft, mit Einführung von Bereichsjugendwarten für jede Inspektion die Jugendarbeit innerhalb der Feuerwehr zu verbessern. Die Unterwössner Kollegen rief er zur Mithilfe bei der Jugendwerbung auf. Waschin unterstrich die Bedeutung ständiger Aus- und Weiterbildung. Gerade in den ländlichen Gemeinden wie Unterwössen solle auf die Tageseinsatzfähigkeit geachtet werden, weil immer mehr Wehrleute über Tag auswärts pendeln.

Vorstand Christian Gropper berichtete, dass die Feuerwehr 2012 wieder das Feuerwehrfest und die Hallenparty erfolgreich organisierte. Ausflüge wurden unter anderem mit den Oberwössner Kollegen nach Cortina D’Ampezzo und zum Rosenheimer Herbstfest unternommen.

Auch für dieses Jahr ist das Programm schon weit gediehen. Der Ausflug mit der Oberwössner Feuerwehr geht diesmal nach Nürnberg. Außerdem sind die Unterwössner für den kommenden Winter Ausrichter des Eisstockturniers.

Vor dem Hintergrund der umfassenden Sanierung des Feuerwehrhauses im Vorjahr mit viel Eigenleistung und der ab August zu erwartenden Auslieferung des neuen Löschfahrzeuges, eines LF 20/16, ist heuer nicht weiter investiert worden. Die Kasse erwies nach Kassier Markus Guggenbichler ein ordentliches Plus auf. Die Mitglieder erteilten dem Vorstand einstimmig Entlastung.

Aktive Mitglieder wurden geehrt

In dem neuen Löschfahrzeug sah Bürgermeister Hans Haslreiter auch das Zeugnis für die Wertschätzung der Gemeinde für die Feuerwehrleute, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger da sind. Er freue sich auf die gute Zusammenarbeit der beiden Wehren in Unter- und Oberwössen.

30 Jahre aktiven Dienst hat der entschuldigte Josef Hinterholzer hinter sich. Für 25-jährigen aktiven Dienst wurden Andreas Bär und Martin Blösl ausgezeichnet. Anton Dirnhofer bringt es auf 15 Jahre. Für 10 Jahre Dienst wurden Hans Kurfer, Michael Klauser, Anton und Martin Döllerer, Florian Nieß, Andreas Rieger und Christoph Schweigl geehrt.

Im nächsten Jahr findet wieder das traditionelle Wössner Seeräuberspiel statt. Christian Gropper rief jetzt schon zum Mitwirken auf. Die Feuerwehr wolle wieder die Gruppe der Chinesen stellen. Erster Probelauf auf dem Weg dahin könnte nach seiner Meinung die Teilnahme am diesjährigen Rettenburger Ritterfest in Oberwössen sein. lukk