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»Die Weltcupmannschaft kann vorne mitmischen«

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Andreas Scheid aus Bischofswiesen ist der verantwortliche Trainer für den gesamten deutschen Snowboardsport. (Foto: Wechslinger)

Die ersten Snowboardrennen sind für die deutschen Aktiven gut verlaufen. Der verantwortliche Trainer für den gesamten Bereich Snowboard, Andreas Scheid aus Bischofswiesen, blickt auf die bevorstehende Saison mit den Weltmeisterschaften in der Sierra Nevada/Spanien voraus. Scheid sieht den Stützpunkt Berchtesgaden auf einem guten Niveau, das allerdings nur durch eine effiziente Nachwuchsarbeit gehalten werden kann.


Wie sehen die Planungen im Bereich Snowboard auch durch den frühen Wintereinbruch aus?

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Andreas Scheid: Besser als in den letzten Jahren, als eine Planung schwer gefallen ist. In diesem Jahr ist alles so ausgegangen, wie wir es uns gewünscht haben.

Das Ergebnis der Deutschen beim ersten Europacup in Landgraaf war gut. Wo waren die Damen?

Scheid: Unsere Weltcupmannschaft der Damen hat am Mölltaler Gletscher trainiert. Dennoch war das Teilnehmerfeld bei den Damen und Herren in Landgraaf international sehr gut. Unsere Sportler haben sehr gut abgeschnitten, das Teilnehmerfeld bestand ja aus vielen Weltcupkräften.

Wie sehen die letzten Vorbereitungen vor den ersten Weltcuprennen aus?

Scheid: Wir trainieren zehn Tage lang in Tärnaby/Schweden. Dort haben wir einen Hang ganz alleine und können auf Kunstschnee auch unter Flutlicht fahren.

Wie schätzen sie ihre Chancen ein und woher kommen die großen Gegner?

Scheid: Wir haben eine gute Weltcupmannschaft, die vorne mitmischen kann. Unsere größten Gegner kommen aus Österreich, der Schweiz, Italien und Russland.

Wie sieht es mit der Nachwuchsarbeit in Berchtesgaden aus?

Scheid: Mau. Da haben wir bis zum jüngsten Nachwuchs von Amalie Jansing große Lücken. Aber es ist wieder im Wachsen.

Deutschland hat fünf Veranstalterorte für Weltcups, aber nicht mehr den Götschen.

Scheid: Es gibt inzwischen mehrere deutsche Veranstalter. Das beginnt in Mönchengladbach mit einem Big Air. In Winterberg haben wir einen Doppelweltcup mit vielen Zuschauern und guten Fernsehzeiten und am Feldberg findet eine Doppelveranstaltung mit Snowboardcross statt. Am Götschen gibt es schließlich einen Europacup Big Air.

Wie sieht es mit den Kräften aus Berchtesgaden aus?

Scheid: Wir haben ja mit Ramona Hofmeister die amtierende Junioren-Weltmeisterin und Weltcupdritte von Winterberg. Wir müssen Ramona jetzt an die Weltspitze heranführen und ihren Anspruch erfüllen. Aber auch Carolin Langenhorst hat sich gut entwickelt und lässt hoffen. Bei den Herren ist Alexander Bergmann immer für eine Spitzenplatzierung gut. Und aus dem Nachwuchs der Buben sollte Elias Huber mit guten Ergebnissen nach vorne fahren. Das hat er ja zuletzt auch schon in Landgraaf gezeigt. Christian Wechslinger