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Die wertvolle Fahne der KSK Lampoding wird restauriert

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Der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Lampoding, Martin Baumann (links), und Schriftführer Sebastian Vordermayer weisen auf den restaurierungsbedürftigen Zustand der Vereinsfahne hin. (Foto: Caruso)

Kirchanschöring – So ganz allmählich beginnen die Vorbereitungsarbeiten zum 110-jährigen Jubiläum der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Lampoding im Jahr 2022. Das ist zwar noch eine Weile hin, dazu soll aber die wertvolle Vereinsfahne, bei der es sich um ein diffizil gearbeitetes Stück handelt, restauriert werden und das dauert. Denn dieses Banner wurde im Laufe der Jahre in Teilbereichen stark in Mitleidenschaft gezogen.


Die Fahne ist dem heiligen Georg geweiht, der auch auf deren Rückseite dargestellt ist. Der Verein ließ die Fahne nach ihrer Anfertigung im Jahr 1913 weihen, ein Jahr nach der Vereinsgründung. Schon aufgrund ihres Alters hat sie eine herausragende, historische Bedeutung. Neben dem heiligen Georg, dem Vereinsnamen »Veteranen- und Kriegerverein Lampoding«, dem Gründungsjahr 1912 und dem Jahr der ersten Fahnenweihe erinnert sie auf der Rückseite auch an die Kriege der Jahre 1866 und 1870/71.

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Diese beiden militärischen Auseinandersetzungen bildeten den Anlass zur Vereinsgründung. »Auch Männer aus unserer Gemeinde sind in diesen Kriegen umgekommen oder versehrt worden. Die Heimkehrer dürften wohl kriegsmüde gewesen sein. Dennoch mussten viele bald wieder einrücken, denn der Erste Weltkrieg begann nur ein Jahr nach der Fahnenweihe«, erzählt der Schriftführer der KSK, Sebastian Vordermayer, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Für die Restaurierung der Fahne braucht die Kameradschaft die finanzielle Unterstützung der Gemeinde. Die Kosten betragen etwas über 9000 Euro. Bei ähnlichen Fällen hatte die Gemeinde eine Kostenübernahme von 75 Prozent zugesagt. So wolle man nun auch bei der KSK Lampoding verfahren, »der wir eine Förderung von 6770 Euro zukommen lassen wollen«, so Bürgermeister Hans-Jörg Birner.

Wie viele andere bayerische Kriegervereine damals verwendeten auch die Lampodinger das altbayerische Wappen mit den nach außen blickenden Löwen mit Wappen und Krone für die Vorderseite der Fahne. »Wir möchten sie jetzt komplett neu herrichten und im Zuge der Jubiläumsfeier weihen lassen«, informiert der Vorsitzende der KSK Lampoding, Martin Baumann. Die an einer Fahnenstange befestigte Fahne mit dem schadhaften Tuch wird neben den anderen Vereinsfahnen im Keller des Feuerwehrhauses Lampoding aufbewahrt.

Laut Baumann lasse man das Tuch erneuern und die aus 1913 stammenden Stickereien und Motive übertragen. Die handgestickten Löwen verwende man wieder. Teilweise könne man auch die alte Schrift wieder auftragen.

Danach soll dieses Juwel wieder in einstigem Glanz erstrahlen. Es ist der ganze Stolz des Vereins, das Sinnbild für die Gemeinschaft und geweihter Mittler zwischen den Generationen. Die Fahne wird bei Festzügen, Prozessionen und Gottesdiensten mitgetragen. Sie ist nicht nur ein Symbol für    militärische Ehre und Treue, vielmehr steht sie auch für Kameradschaft, für die Versöhnung der Völker und die Wahrung des Friedens. Daher möchte die KSK dieses Volksgut auch für nachfolgende Generationen erhalten. ca