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Die Wildbiene steht für eine intakte Landschaft

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Dr. Peter Loreth (2.v.l.) und Sabine Pinterits von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land sowie Landrat Georg Grabner (r.) freuten sich über die Auszeichnung für das Biosphären-Projekt »Wildbienen schützen« durch Staatsminister Thorsten Glauber (l.). (Foto: Wechslinger)

Ramsau – Hohen Besuch gab es am Donnerstag im Ramsauer Hotel »Rehlegg«. Der Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber aus Forchheim, übergab an den Leiter der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, Dr. Peter Loreth, eine Urkunde mit dem Titel »Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt«. Man würdigt damit die Erfolge des Biosphären-Projekts »Wildbienen schützen«. Landrat Georg Grabner betonte, dass die Auszeichnung Motivation für weitere Aktivitäten in der Region sei.


Nach einem herzlichen Willkommensgruß an Staatsminister Glauber erklärte Landrat Georg Grabner, dass die Region kein Museum sei. Vielmehr lebten und arbeiteten die Menschen in der Urlaubsregion Berchtesgadener Land möglichst im Einklang mit der Natur, die zu bewahren auch große Verpflichtung sei. Man habe als Ort der Auszeichnung bewusst das Hotel »Rehlegg« ausgewählt. Dort werde die Natur hoch geachtet, man betreibe einen schonenden Umgang mit Ressourcen, und Nachhaltigkeit spiele dort eine große Rolle, so der Landrat.

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Minister Glauber bezeichnete das Berchtesgadener Land als ein wahres Juwel. In dieser schönen Gegend lebten neben vielen Tierarten auch 250 Wildbienenarten. So sei das Wildbienenprojekt weit mehr als ein reines Naturschutzvorhaben, denn es trage auch zum Erhalt des hohen Erholungswertes und zur Bewahrung der regionalen Identität des Berchtesgadener Landes bei. Ein Teil des Wildbienen-Projekts im Berchtesgadener Land ist ein Gemeinschaftsprojekt der Biosphärenregion Berchtesgadener Land und Europarc Deutschland, dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften.

In der von der Unesco anerkannten Biosphärenregion Berchtesgadener Land stehe die Wildbiene wie keine andere Tier- und Pflanzenart für eine intakte Landschaft, sagte der Minister. Sie fühle sich dort wohl, wo es naturnahe, abwechslungsreiche und schonend bewirtschaftete Lebensräume gibt. In diesem Projekt werden mit regionalem Saatgut bunte Blumenwiesen mit vielen heimischen Wildkräutern angelegt. Alte Baumstämme und offene Bodenstellen bieten Strukturen für Nist- und Brutplätze. Die Pflanzung heimischer Sträucher und Obstbäume schafft außerdem ein zusätzliches Nahrungsangebot und »wilde Ecken« machen heimische Gärten bienenfreundlicher. Das Wildbienenprojekt wird gemeinsam von Kommunen, Vereinen, Unternehmen, Landwirten, Privatpersonen und vielen mehr umgesetzt. Die Lebensräume der Wildbiene decken sich mit den Landschaftselementen, die das Berchtesgadener Land für Einheimische und Gäste so attraktiv machen.

Minister Thorsten Glauber dankte allen, die sich am Wildbienenprojekt beteiligen, das gleichzeitig das bedeutendste unter 18 Projekten in ganz Deutschland sei. Ohne Insekten gäbe es all die schönen kräuterreichen Weiden und Wiesen nicht, die allgemein gut für die Tiere seien, betonte auch Dr. Peter Loreth von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Christian Wechslinger