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»Die Zeit des dominanten Führungsstils ist vorbei«

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Bürgermeisterkandidat Hannes Rasp (M.) und die CSU-Kandidatinnen und -Kandidaten stellten im Gasthof »Unterstein« ihre Ziele vor. Foto: privat

Schönau a. Königssee (csu) – Zur Wahlveranstaltung des CSU-Ortsverbandes Schönau am Königssee konnte der Ortsvorsitzende Stefan Punz zahlreiche Bürgerinnen und Bürger im Gasthaus »Unterstein« begrüßen. »Die Kommunalwahl steht vor der Tür«, sagte Stefan Punz und freute sich über das starke Interesse an der CSU-Wahlveranstaltung.


Die Ziele der CSU-Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten stellte Bürgermeisterkandidat Hannes Rasp vor. »Der Bürger muss wieder im Mittelpunkt stehen« – mit dieser Feststellung begann Hannes Rasp seinen Vortrag. Die Zeit des dominanten Führungsstils sei vorbei, »die Bürger möchten und müssen bei wichtigen und wegweisenden Entscheidungsprozessen frühzeitig und umfangreich eingebunden werden«.

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Neben Informationsveranstaltungen könne auch das Internet als Informationsplattform genutzt werden. Dies setze aber einen hochwertigen Breitbandanschluss voraus. Das Ziel der CSU-Kandidaten ist es, alle Bürger und Gewerbebetriebe in den nächsten zwei Jahren mit einem ausreichenden Internetanschluss zu versorgen. Der Staat gewähre bis zum Jahr 2017 erhebliche Zuschüsse, weiß Hannes Rasp.

Das optisch sehr schöne Rathaus müsse barrierefrei werden, sprach Hannes Rasp ein weiteres Ziel an. Nach den Worten des Bürgermeisterkandidaten sind zwei Lösungen denkbar – zum einen der Anbau eines Bürgerbüros im Erdgeschoss, zum zweiten die Errichtung eines Außenaufzugs bis zum Sitzungssaal im Dachgeschoss.

Weiters forderte Rasp, dass Schönau am Königssee »verantwortungsbewusst weiterentwickelt werden muss«. Die Neuausweisung von Bauland müsse mit Bedacht erfolgen, die vorhandenen Siedlungen müssten zuerst nach innen verdichtet werden, bevor zusätzliche Flächen ausgewiesen werden. Auch die regenerative Energiegewinnung ist für die CSU-Kandidaten ein wichtiges Thema. Hierzu eigne sich die Beschneiungsanlage am Jenner außerhalb der Schneizeiten. Die Speicherteiche und die Wasserleitungen könnten ganzjährig genutzt werden, wenn im Tal ein Turbinenhaus errichtet wird. »Regenerative Energiegewinnung ohne Naturzerstörung, das ist Nachhaltigkeit«, betonte Rasp.

»Es gibt vermutlich keine zweite Gemeinde in Bayern mit der Größe von Schönau am Königssee, die ein so umfangreiches Kinderbetreuungs- und Schulangebot bietet wie wir«, stellte Hannes Rasp fest. Das Augenmerk müsse in den nächsten Jahren auf den Bereich des Hortes gelegt werden, denn aufgrund der neuen Realschule in Schneewinkl werde der Bedarf an Hortplätzen vermutlich steigen.

Die Förderung der Jugend- und Vereinsarbeit liegt den CSU-Kandidaten am Herzen, wie sie im Gasthof »Unterstein« beteuerten. Neben entsprechenden Dankesworten für die ehrenamtliche Tätigkeit sicherten sie den Ehrenamtlichen weitere Unterstützung zu.

Das Thema »Tourismus« war der Hauptpunkt der Veranstaltung. Schönau am Königssee hat in den letzten Jahren viel im Bereich Tourismus geleistet, Neubau Schornbad, Ausbau Seestraße und Parkplatz Königssee sowie der Neubau der Tourist-Info am Königssee. »Aber wir dürfen uns auf dem Geschaffenen nicht ausruhen«, stelle Hannes Rasp fest, »damit wir die drittgrößte Übernachtungsgemeinde von Oberbayern bleiben.« Das Hotelareal am Königssee, ein brachliegendes Gelände mit leer stehenden Gebäuden müsse überplant werden. Speziell in diesem hochsensiblen Bereich sei eine qualitative Planung und die frühzeitige Einbindung der Bürger erforderlich. »Bei aller Euphorie für eine neue, offengelegte Planung muss uns aber bewusst sein: Weder Investoren noch Betreiber stehen vor unseren Türen Schlange«, stellte Hannes Rasp fest.

Der Neubau der 60 Jahre alten Jennerbahn sei für den gesamten Talkessel dringend erforderlich. »Wir brauchen eine neue Seilbahn in erster Linie für den Sommerbetrieb«, so Hannes Rasp. Die vorhandene Bahn ist absolut nicht barrierefrei, das Fahren mit Kinderwagen und Rollstuhl ist nicht möglich. »Auch behinderte Mitmenschen sollen die Naturschönheiten des Nationalparks von oben erleben können«, dies ist für die CSU-Kandidaten wichtig. Der Winterbetrieb sei der sogenannte Nutznießer des Sommers und werde durch eine neue Seilbahn wesentlich attraktiver. Aber auch kleine Maßnahmen wären wichtig, wie etwa ein Schneepark an der Talstation.

»Wir müssen uns um die Belange der Bürger kümmern«, schloss Hannes Rasp seinen Vortrag. Hier flossen insbesondere die Erkenntnisse aus der Jungwählerveranstaltung und aus der Infoveranstaltung für Senioren ein.

Die Vorstellung der einzelnen Gemeinderatskandidaten führte Christoph Lochner in humorvoller Weise durch. »Alle Ortsteile und Altersgruppen, alle Berufssparten sowie eine gute Mischung zwischen Frauen und Männern bietet die Kandidatenliste der CSU«, stellte Christoph Lochner fest.