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Die Zielobjekte chinesischer Investoren

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Kuka
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Roboter stehen bei eienr Messe am Stand von Kuka. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die technologische Weltspitze hat die chinesische Regierung als Ziel ausgegeben. Die Übernahme ausländischer Hightech-Firmen soll helfen, die Lücke zu den USA, Japan und Europa zu schließen.


In Deutschland sind die Chinesen überwiegend an Industrieunternehmen interessiert. In den vergangenen Jahren haben Konzerne aus dem Reich der Mitte hierzulande mehrere Firmen übernommen. Eine Auswahl:

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KUKA: Der bekannteste Fall - und einer der strittigsten. Kuka fertigt Roboter für die Industrieproduktion. Automatisierung und Digitalisierung sind derzeit zwei der ganz heißen Schlagwörter in der Industrie. Der Hausgerätehersteller Midea zahlte 4,6 Milliarden US-Dollar.

EEW ENERGY: Die Holding Beijing Enterprises übernahm 2016 den Müllverbrennungsspezialisten EEW Energy from Waste für rund 1,44 Milliarden Euro. Die Helmstedter hoffen mit dem Deal auf die Erschließung neuer Märkte vor allem in Südostasien.

WIND MW: Die Gesellschaft betreibt Windparks in der Nordsee. Der staatliche chinesisches Energieversorger China Three Gorges übernahm 2016 den 80-Prozent-Anteil des US-Vermögensverwalters Blackstone, das Volumen des Deals wurde auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt.

KRAUSSMAFFEI: Der Maschinenbauer ist auf Equipment für die Kunststoffproduktion spezialisiert. Kaufpreis 1 Milliarde Dollar, bezahlt vom größten chinesischen Chemiekonzern ChemChina.

BROETJE-AUTOMATION: Kostenpunkt rund 200 Millionen Euro, Käufer war 2016 der Mischkonzern Shanghai Electric Group. Das norddeutsche Unternehmen ist spezialisiert auf Produktionsanlagen für Luft- und Raumfahrt. Ein ganz großes Ziel der chinesischen Regierung ist der Aufbau einer Flugzeugindustrie, die Airbus und Boeing den Rang ablaufen soll.

ISTA INTERNATIONAL: Der Energiedienstleister wurde 2017 für mehrere Milliarden Euro vom Finanzinvestor CVC nach China verkauft. Neuer Eigentümer sind zwei Unternehmen im Besitz der in Hongkong ansässigen Familie des Milliardärs Li Ka-shing.

Begehrt sind auch Autozulieferer. So ging KIEKERT, Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme, 2012 in die Hände des börsennotierten Automobilzulieferers Lingyun. 2016 kaufte die chinesische Dare-Gruppe den Leverkusener Auto-Zulieferer CARCOUSTICS mit weltweit 1800 Beschäftigten.