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Diese Kinder können jetzt Menschen retten

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Wiederbelebung
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Helene (mit dem hellen Pulli) und andere Schülerinnen und Schüler üben das Wiederbeleben. Foto: Axel Heimken/dpa Foto: dpa

Was tun, wenn ein Mensch umfällt und schnell Hilfe braucht? Schülerinnen und Schüler aus Hamburg haben das gerade gelernt.


In der Halle in der Stadt Hamburg ist wahnsinnig viel los. Über 150 Kinder drücken im Takt auf Puppen. Dazu dröhnt aus Lautsprechern Musik. Die Kinder lernen, Leben zu retten. Viele mussten zwar noch nie einem Menschen helfen, der plötzlich umgefallen war, aber sie wollen vorbereitet sein.

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Bei der 13-jährigen Helene ist das anders. Sie wollte schon einmal ihrem Opa helfen, wusste aber nicht wie. Ihr Opa war plötzlich ohnmächtig geworden - vermutlich, weil es so heiß war. »Das war natürlich ein Schock für mich, weil ich da noch kleiner war«, erzählt sie. Es ist aber alles gut gegangen.

Auch der zwölfjährige Omar will lernen, was er machen muss, wenn das Herz eines Menschen zum Beispiel wegen eines Herzinfarkts stehengeblieben ist. Als erstes erklärt Omar »muss ich den Mensch rütteln und gucken, ob er atmet.« Hebt und senkt sich der Brustkorb? Falls nicht, muss er schnell Hilfe rufen, zum Beispiel andere Kinder oder Erwachsene. Außerdem ruft Omar eine Nummer an, die du bestimmt auch kennst: 112 - die Feuerwehr mit ihren Rettungshelfern.

Dann kommt das Wichtigste, was Helene heute gelernt hat: »Dass man in der Mitte des Brustkorbs einhundert Mal pro Minute drücken soll.« So kommt weiter genug Sauerstoff im Gehirn an. Wenn niemand auf den Brustkorb drückt, kann der umgefallene Mensch sterben. Deshalb meint Helene: »Es ist besser irgendwas zu tun, als nichts zu tun. Da bin ich jetzt auch nicht scheu.«

Das Drücken ist für viele Kinder echt anstrengend. Die richtige Zahl und die richtigen Abstände beim Drücken zu finden, fällt den meisten dagegen leicht. Sie kennen eine Eselsbrücke: Viele Lieder haben einen passenden Takt, zum Beispiel »Atemlos« von Helene Fischer. Wer es singt und im Takt drückt, macht alles richtig.

Helene aus Hamburg und Omar sind auf jeden Fall froh, dass sie jetzt Menschen wiederbeleben können. »Wer weiß, ob ich heute noch jemanden auf der Straße sehe, dem so etwas passiert«, meint Helene.