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Diplomaten müssen nach Hause

Zwischen Russland, Deutschland und anderen Ländern gibt es Streit. Deshalb dürfen einige Mitarbeiter der russischen Regierung nicht länger in Deutschland bleiben. Wir erklären, warum das so ist und wie es weitergehen könnte.

Diplomaten müssen nach Hause
Die Fahnen von Russland und Deutschland. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Sie leben in dem einen Land, arbeiten aber für ein anderes: Diplomaten. In Deutschland haben sie etwa die Aufgabe, der Regierung in ihrer Heimat das Neuste aus Deutschland zu berichten. Bei uns leben viele Diplomaten. Und auch wir schicken welche ins Ausland. Doch nun will Deutschland, dass vier Diplomaten aus Russland in ihre Heimat zurückgehen. Sie werden also ausgewiesen. Auch andere Länder weisen russische Diplomaten aus.

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Warum schickt Deutschland Diplomaten aus Russland zurück?

«Mit der Ausweisung sagt ein Land zum anderen: Wir sind mit eurem Verhalten nicht einverstanden», erklärt der Experte Thomas Jäger. In diesem Fall geht es um einen ehemaligen Agenten und dessen Tochter. Die beiden liegen im Krankenhaus, weil sie im Land Großbritannien vergiftet wurden. Großbritannien und Deutschland vermuten, dass Russland dahintersteckt. Russland streitet das ab.

Was bedeutet die Ausweisung für Russland?

Deutschland entscheidet sich nicht oft dafür, Diplomaten auszuweisen. Deshalb sagt der Experte: «Das ist ein scharfes Mittel.» Doch es geht nicht nur darum, Russland zu sagen: Euer Verhalten ist nicht in Ordnung. Auch für die Arbeit von Russland in Deutschland ist die Ausweisung ein Nachteil. Denn mit weniger Leuten schafft man weniger Arbeit. Selbst wenn Russland neue Diplomaten schicken darf, dauert es, bis sich diese eingearbeitet haben.

Wie hat Russland reagiert?

Erst mal gar nicht. Allerdings kündigte die Regierung an, auch etwas zu unternehmen. Einige vermuten: Russland könnte vier deutsche Diplomaten aus Russland nach Hause schicken. Auch andere Strafen für Deutschland wären möglich, zum Beispiel im Handel. Was Russland tatsächlich unternimmt, entscheidet der russische Präsident.