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Diskussion um Parkautomaten

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Auf dem Foto zeigt sich das Ausmaß des Parkplatzproblems. (Foto: Werner Bauregger)

Schneizlreuth – Auf der Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung in Schneizlreuth stand unter anderem die Abstimmung über einen Nutzungsvertrag mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) für den Wanderparkplatz am Jochberg in Weißbach an der Alpenstraße.


Zur geplanten Installation eines Parkautomaten am Wanderparkplatz Jochberg oberhalb des Kohlerhofes gibt es schon seit geraumer Zeit Verhandlungen mit dem Grundeigentümer, den BaySF. Probleme gibt es zunehmend an schönen Wandertagen, da die Kapazität für etwa 50 Pkw nicht an-nähernd ausreicht, um die Fahrzeuge aller Wanderer aufzunehmen. Dann wird entlang der Jochbergstraße, oft bis in die Nähe des Kastnerhofes einfach wild am Fahrbahnrand geparkt.

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Dies führt aber nicht nur zu Behinderungen für die Anwohner. An diesen Tagen gibt es auch für die Rettungsorganisationen im Notfall kein Durchkommen mehr. Viele der Gemeinderatsmitglieder sehen des-halb die Aufstellung eines Parkautomaten sehr differenziert. Ihrer Aussage nach könnte es dazu führen, dass noch mehr Menschen »wild« parken, um sich die Gebühr zu sparen. Aus diesem Grund müsste entlang der Jochbergstraße an den engen Stellen ein generelles Halte- und Parkverbot ausgeschildert und wegen der Gleichbehandlung eine Gebührenpflicht für alle und nicht nur für die Parkplatznutzer eingeführt werden.

Fraglich scheint auch, ob die Kommunale Verkehrsüberwachung überhaupt in der Lage wäre, den gesamten Bereich ausreichend zu kontrollieren. Da dies, neben den geplanten Baukosten in Höhe von etwa 10 000 Euro für den Automaten, auch bezahlt werden müsste, ist schlecht abzuschätzen, ob der Automat überhaupt wirtschaftlich betrieben werden könnte, da auch ein gewisser Anteil der Einnahmen als Pacht an die BaySF abfließen würde.

Zudem müsste die Gemeinde, da diese den Parkplatz im Winter räumt, auch die komplette Haftung übernehmen. Angesicht dieser Themenkomplexität sprachen sich nur drei Gemeinderatsmitglieder inklusive des Bürgermeisters für die Unterzeichnung eines Nutzungsvertrages mit den BaySF und die Aufstellung eines Parkautomaten zum jetzigen Zeitpunkt aus. Der Rest der Bürgervertretung ist der Meinung, dass die Pachtkonditionen mit den BaySF noch einmal verhandelt, die dann notwendige Beschilderung entlang der Jochbergstraße konkretisiert und die Überwachungsmöglichkeiten mit der Kommunalen Verkehrsüberwachung besprochen werden sollten. Werner Bauregger