weather-image

Doppelausstellung in Traunstein geht zu Ende

0.0
0.0
Bildtext einblenden
»impossible project« von Hartmut Dedert.

Eine ungebrochene, gewachsene Identität – gibt es so etwas überhaupt? Wir haben alle ein bestimmtes Bild von uns selbst, aber sehen uns andere genauso? Was vermag überhaupt das äußere Erscheinungsbild über unser Wesen auszusagen?


Jedem von uns sind bestimmte Erinnerungen wichtig und jeder hat eine Lebensgeschichte zu erzählen, doch darin nehmen Fiktionen meist größeren Raum ein als Fakten. Die Frage nach der Identität und Authentizität des Menschen steht im thematischen Mittelpunkt der Doppelausstellung »impossible project« und »Transmortal« der beiden Künstler Hartmut Dedert und Uli Reiter in der Städtischen Galerie Traunstein.

Anzeige

Beide Künstler arbeiten mit den Mitteln der Fotografie: Dedert zeigt in einer überzeugenden Rauminstallation weit über 5000 Polaroids mit Selbstporträts, während Reiter Fotografien als Materialgrundlage für digitale Überformungen und Überschreibungen nutzt. Reizvoll ist die Doppelausstellung auch deshalb, weil die Fotografie als Medium für die Wirklichkeitswiedergabe auf ihren Gehalt und ihre Eignung hin befragt wird und die beiden eigenständigen, sich gegenseitig dennoch bereichernden Kunstprojekte in den Räumen der Städtischen Galerie eine intensive Atmosphäre hervorrufen.

Für alle Interessierten findet am morgigen Sonntag, dem letzten Ausstellungstag, um 16 Uhr ein Rundgang mit den Künstlern Hartmut Dedert und Uli Reiter statt. Der Vorsitzende des Kunstvereins Traunstein, Herbert Stahl, wird das Gespräch moderieren.