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Dortmund 3:3 in Wolfsburg: «Zu viele Fehler gemacht»

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VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund
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Mats Hummel weiß, wem es zu danken gilt: Marco Reus (r) rettete dem BVB noch einen Punkt in Wolfsburg. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Wolfsburg (dpa) - Nur mit viel Mühe und dank eines 240-Sekunden-Doppelschlags von Marko Reus hat Borussia Dortmund eine Niederlage gegen Sparringspartner VfL Wolfsburg noch einmal abgewendet.


Zwei Wochen vor dem Champions-League-Finale erkämpften sich die Westfalen noch ein 3:3 (1:3), nachdem ausgerechnet Ex-Borusse Ivan Perisic die Hausherren am 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf die Siegerstraße geschossen zu haben schien. «Wir haben zu viele Fehler gemacht, waren zu unkonzentriert. Das war ein Beleg, dass wir nicht 99 Prozent geben dürfen, sondern 100 Prozent geben müssen», mahnte Nationalspieler Reus.

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Er war es, der mit seinen beiden Treffern in der 84. und 88. Minute die drei Standard-Tore in Wolfsburg für den BVB letztlich perfekt machte, nachdem die Westfalen dort in den vorhergehenden drei Partien noch mit ebenso vielen Treffern gewonnen hatten. Ein weiterer Sieg wurde es beim vermeintlichen Lieblingsgastgeber diesmal nicht. Lange Zeit sah es vielmehr nach einer deftigen Pleite für die Gäste aus, obwohl sie mit der frühen 1:0-Führung durch Sven Benders erstes Saisontor (5. Minute) einen Start nach Maß erwischt hatten.

Vor 30 000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen-Arena wendete aber der erst im Januar von Dortmund nach Wolfsburg gewechselte Perisic binnen acht Minuten mit zwei Treffern (14./22.) zunächst das Blatt. Naldo erhöhte sogar auf 3:1 (26.). «Wir haben leider den Sack nicht zugemacht. Das ist ärgerlich», meinte VfL-Coach Dieter Hecking. «Am Ende bin ich doch enttäuscht.»

Durchaus nachvollziehbar, denn Wolfsburg zeigte eine starke Vorstellung, setzte die Borussen unter Dauerdruck in der ersten Hälfte und bereitete den Fußball-Ästheten einen lange Zeit wenig erbaulichen Nachmittag. «Unser Problem war Passivität bei eigenem Ballbesitz und bei gegnerischem Ballbesitz. Das wird bestraft», bilanzierte Trainer Jürgen Klopp in einem kurzen Monolog, ehe er die Pressekonferenz grüßend wieder verließ.

Er hatte Kevin Großkreutz im Mittelfeld und Felipe Santana in der Abwehr für Jakub Blaszcykowski und Neven Subotic in die Startformation berufen. Beide wirkten in ihren Aktionen aber nicht glücklich - bei einem Abwehrversuch köpfte Santana den Ball an den eigenen Pfosten (38.), Großkreutz wurde nach der Pause ausgewechselt, später auch noch Santana.

Santana war es auch, der Perisics zweiten Treffer so abfälschte, dass Torwart Roman Weidenfaller chancenlos war. Zuvor hatte der Ex-Dortmunder den Ball bei seinem ersten Treffer nach Vorlage von Ivica Olic nur noch über die Linie schieben müssen. «Das ist richtig gut für mich», freute sich Perisic über seine Treffer, nachdem er erstmal einige Minuten mit seinen alten Kollegen in der BVB-Kabine zusammengesessen hatte.

Ein mögliches Wiedersehen kann er beim Finale der Champions League am 25. Mai in London gegen den FC Bayern München mit seinen ehemaligen Teammitstreitern feiern: Klopp hatte ihm tags zuvor schon eine Karte versprochen. Deswegen dürfte Perisic einen Schlenzer (67.) aber nicht um Zentimeter am Kasten vorbeigezirkelt haben.

Die Dortmunder kamen auch in der zweiten Hälfte nur zaghaft ins Spiel. Klopp hatte Blaszcykowski und Julian Schieber eingewechselt. Neben Großkreutz musste auch Torschütze Bender raus. Brandgefährlich wurden die Gäste um Top-Torjäger Robert Lewandowski erstmal nicht, bis Reus dem Vizemeister doch noch das Remis beim Tabellenelften rettete.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 46,9 - 53,1

Torschüsse: 10 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 49,6 - 50,4

Fouls: 23 - 12

Ecken: 7 - 4

(Quelle: optasports.com)