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Israels Bodenoffensive erreicht Wohngebiete in Gaza - Dutzende Tote


Gaza/Tel Aviv - Blutige Eskalation in Nahost: Bei israelischen Angriffen in dicht besiedelten Wohngebieten in Gaza sind mindestens 87 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Palästinensische Rettungsdienste zählten allein im Stadtteil Sadschaija 60 Tote, darunter viele Frauen und Kinder. Augenzeugen sprachen von Dutzenden Leichen, die auf den Straßen lagen. Ein israelischer Militärsprecher bezeichnete Sadschaija als «Hochburg der Hamas». Eine vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz vermittelte Feuerpause hielt nur kurz. Nach israelischen Angaben starben 13 Soldaten.

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OSZE: Leichen von Flug MH17 wurden von Absturzort nach Tores gebracht

Tores (dpa) - Vom Absturzort der malaysischen Passagiermaschine sind der OSZE zufolge die sterblichen Überreste zahlreicher Opfer zunächst in die ostukrainische Stadt Tores gebracht worden. Drei Kühlwaggons stünden inzwischen auf dem örtlichen Bahnhof, sagte Michael Bociurkiw von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Die Separatisten hätten von 167 Opfern in den Waggons gesprochen, diese Zahl habe aber nicht geprüft werden können. Die Waggons sollen bis zum Eintreffen internationaler Experten in Tores bleiben.

Gauck: Widerstand gegen Hitler Vorbild für Einsatz gegen Unrecht

Berlin (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck hat den Widerstand gegen Adolf Hitler als Vorbild für den Kampf um Menschenwürde, Freiheit und Demokratie gewürdigt. Der 20. Juli erinnere an das, was wir leben sollten: mutig zu unseren Werten zu stehen, sagte er in einer Feierstunde der Bundesregierung zum 70. Jahrestag des Anschlags auf Hitler vom 20. Juli 1944. Damals hatte eine Gruppe um den Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg den Aufstand versucht. Aber Hitler überlebte die Explosion einer im «Führerhauptquartier» deponierten Bombe.

Italienische Marine rettet mehr als 700 Flüchtlinge auf dem Meer

Rom (dpa) - Die italienische Marine hat nach eigenen Angaben 749 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer gerettet. Zugleich warnte die Internationalen Organisation für Migration, dass Hunderte Migranten auf dem Meer ums Leben gekommen sein könnten. So fehle etwa jede Spur von 240 Eritreern, die Ende Juni von Libyen aus in See gestochen seien, berichtete IOM unter Berufung auf Flüchtlinge. Unter den gestern Geretteten befinden sich laut der Marine auch 100 Frauen, 61 Kinder sowie ein Baby. Im Inneren eines Flüchtlingsschiffes wurden 18 Tote entdeckt.

Irak: Nach Flucht vor Extremisten leben in Mossul keine Christen mehr

Mossul (dpa) - Nach ihrer Flucht vor der Terrorgruppe Islamischer Staat leben im nordirakischen Mossul keine Christen mehr. Zuletzt hätten noch rund 500 christliche Familien in der Stadt gewohnt, sagte der Erzbischof der syrisch-katholischen Kirche in Mossul, Yohanna Petros Mouche, der irakischen Nachrichtenseite Shafaaq News. Nach einem Ultimatum der Extremisten seien sie in andere christliche Orte und die kurdischen Autonomiegebiete geflohen. Mossul hatte eine der ältesten christlichen Gemeinden der Welt. Vor der US-Militärintervention 2003 lebten hier Zehntausende Christen.

Flughafenverband: Flüssigkeiten an Bord wohl erst 2016

Berlin (dpa) - Fluggäste müssen wohl noch bis 2016 warten, bis sie Flüssigkeiten wieder in größeren Mengen im Handgepäck mitnehmen dürfen. Grund dafür sind die technisch noch nicht ausgereiften Scanner an den Kontrollstellen. Der Flughafenverband ADV plädiert dafür, die bestehenden Regeln erst dann zu ändern, wenn alle Probleme mit den Scannern gelöst sind. Einen von der EU geplanten Zwischenschritt, wonach ab Anfang 2015 die Mitnahme von Wasser erlaubt wäre, lehnen die Flughafenbetreiber ab. Das würde die Kontrollen erschweren.