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Weiterer US-Journalist offenbar enthauptet


Washington (dpa) - Die mutmaßliche Enthauptung eines weiteren amerikanischen Journalisten durch die Terrormiliz IS löst weltweites Entsetzen aus. Der britische Premier David Cameron sprach von einem «verachtenswerten und barbarischen Mord». Der französische Präsident François Hollande meinte, die Tat beweise den «schändlichen Charakter der Dschihadisten-Organisation, die die Freiheit infrage stellt und nur den Terror kennt.» Allerdings wiesen beide ausdrücklich darauf hin, dass es noch keine abschließenden Beweise gebe. Der vor einem Jahr in Syrien entführte Reporter Steven Sotloff soll aus Rache für die US-Luftangriffe im Irak vor laufender Kamera getötet worden sein, berichtete das US-Forschungsinstitut Site. Es beruft sich dabei auf ein Internet-Video, das die IS ins Netz gestellt habe.

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USA schicken 400 weitere Soldaten in den Irak

Washington (dpa) - Die USA schicken weitere 400 Soldaten in den Irak. Davon sollten 350 den Schutz der US-Botschaft in Bagdad verstärken, teilte John Kirby, Sprecher des Verteidigungsministeriums, am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Insgesamt seien damit 820 Mann für den Schutz der Botschaftsgebäude abgestellt. Rund 50 Soldaten, die derzeit in Bagdad seien, würden in anderen Ländern der Region stationiert, sagte Kirby. Er nannte keine Einzelheiten. Bereits vor Wochen hatte Präsident Barack Obama angesichts des Vormarsches der Milizen Islamischer Staat (IS) mehrere Hundert Soldaten in den Irak geschickt.

Obama in Tallinn - EU will neue Sanktionen gegen Moskau vorschlagen

Tallinn/Moskau (dpa) - Inmitten der Ukraine-Krise trifft US-Präsident Barack Obama am Mittwoch in Tallinn mit den drei baltischen Staatschefs zusammen. Obama will Estlands Präsident Toomas Hendrik Ilves, dem lettischen Staatschef Andris Berzin und Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite die Unterstützung der USA zusichern. Geplant ist auch ein Treffen Obamas mit Estlands Ministerpräsident Taavi Rõivas. Am Mittwoch will die EU-Kommission neue Sanktionen gegen Moskau vorschlagen, über die bis Ende der Woche entschieden werden soll, wie die designierte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Brüssel sagte.

Umfrage: Deutschen befürchten russischen Einmarsch in Ukraine

Berlin/Newport (dpa) - Zwei Drittel der Deutschen befürchten eine russische Invasion in der Ostukraine. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa glauben 65 Prozent, dass Moskau nach der Krim weitere Teile des Nachbarlandes besetzen und unter seine Kontrolle bringen werde. Trotzdem ist die Hälfte der Bundesbürger (51 Prozent) gegen eine Verstärkung der Nato-Präsenz in den östlichen Mitgliedstaaten als Reaktion auf die Ukraine-Krise. Jeder Dritte (33 Prozent) ist dafür. Die Staats- und Regierungschefs der Nato kommen morgen in Wales zu einem zweitägigen Gipfeltreffen zusammen, um über die Konsequenzen aus der Ukraine-Krise zu beraten.

«Bild»: Tausende Ausbildungsplätze Handwerk unbesetzt

Berlin (dpa) - Bei Handwerksbetrieben sind nach einem Zeitungsbericht wenige Tage nach Beginn des neuen Lehrjahres (1. September) noch Tausende Lehrstellen unbesetzt. Wie die «Bild»-Zeitung (Mittwoch) meldet, konnten die Handwerksbetriebe für 24 000 Lehrstellen bislang keine geeigneten Bewerber finden. Damit gebe es 3000 mehr freie Stellen als vor einem Jahr. Bis Ende August wurden demnach im Handwerk für das neue Ausbildungsjahr rund 109 000 Lehrverträge abgeschlossen, ein Minus von 3,2 Prozent gegenüber 2013.

Regierung wirbt um mehr privates Geld für die Infrastruktur

Meseberg (dpa) - Die Bundesregierung will neue Konjunkturrisiken für Deutschland etwa durch den Russland-Ukraine-Konflikt mit der Mobilisierung privater Investitionen eindämmen. Zudem will sie erreichen, dass Deutschland im Wettbewerb mit den USA bei der Digitalwirtschaft aufholt. Das kündigten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nach einem Treffen mit Spitzen von Wirtschaft und Gewerkschaften am Dienstag in Meseberg bei Berlin an. Gabriel qualifizierte die Investitionsschwäche in Deutschland als die zentrale Herausforderung.