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Angriffe auf Kobane immer härter - Türkei sagt Kurden Hilfe zu


Kobane/Ankara (dpa) - Die Angriffe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf die eingeschlossene Stadt Kobane in Nordsyrien werden immer heftiger. Am Freitag feuerten die Extremisten rund 60 Granaten auf die kurdische Stadt ab. Es seien die härtesten Angriffe seit Beginn der IS-Offensive auf Kobane, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Kurdische Volksschutzeinheiten (YPG) schlugen nach eigenen Angaben drei IS-Angriffe zurück. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sicherte den Kurden Hilfe zu. Auch Australien will sich nun im Irak am Kampf gegen den IS beteiligen. Übergriffe in Hongkong verschärfen Krise: Studenten sagen Dialog ab

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Hongkong (dpa) - Zusammenstöße zwischen Gegnern und Demonstranten haben die politische Krise in Hongkong wieder verschärft. Übergriffe einer organisierten Bande und anderer Gegner auf Aktivisten überschatteten am Freitag die Demonstrationen für mehr Demokratie in Hongkong. Als Reaktion haben die Studentenführer die eigentlich für Samstag geplanten Gespräche mit der Regierung zur Entspannung der Lage vorerst «ausgesetzt». Demonstranten beklagten, dass die Einsatzkräfte sie nicht ausreichend geschützt und Angreifer nicht festgenommen hätten. Die Polizei wies die Beschuldigungen zurück. 25 Jahre nach Mauerfall: Bürger und Spitzenpolitiker feiern Einheit

Hannover (dpa) - Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer freut sich Deutschland über seine Einheit in Vielfalt. Beim zentralen Festakt in Hannover rief Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag zugleich dazu auf, noch bestehende Probleme beherzt anzugehen. Sie würdigte den Einsatz der Demonstranten in der DDR: «Ohne den Mut dieser Bürger, ohne den von ihnen erzeugten Reformdruck wäre es nicht zum Mauerfall gekommen.» Zeitgleich zum Festakt strömten Zehntausende Menschen zum großen Bürgerfest in die Innenstadt von Hannover. Allgäuer Salafist Erhan A. in Abschiebehaft

München/Kempten (dpa) - Der Kemptener Salafist Erhan A. ist verhaftet worden und soll umgehend in die Türkei abgeschoben werden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bestätigte am Freitag damit einen Bericht der «Augsburger Allgemeinen». Der 22-jährige Türke sei eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit Deutschlands, sagte Herrmann. Der Mann stehe seit eineinhalb Jahren im Fokus der Polizei. Hinweise auf konkrete Straftaten oder Anschlagspläne lägen nicht vor. Daher gebe es keine Rechtsgrundlage, ihn in Deutschland dauerhaft festzusetzen. Gedenken auf Lampedusa - Schulz: Europa in der Pflicht

Lampedusa (dpa) - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sieht Europa in der Pflicht, Lehren aus der Flüchtlingskatastrophe von Lampedusa vor einem Jahr müssen zu finden. «Es ist völlig klar, dass wir helfen müssen», sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa am Freitag vor einer Gedenkveranstaltung für die mehr als 360 Toten des Unglücks vom 3. Oktober 2013 vor der süditalienischen Insel. «Es muss aber auch gesagt werden, dass wir schnelle Lösungen nicht versprechen können». An der Gedenkveranstaltung auf Lampedusa nahm die designierte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini teil. Brasilien geht gespalten in die Präsidentschaftswahl

Rio de Janeiro (dpa) - Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff geht mit deutlichem Vorsprung in die Präsidentschaftswahl am Sonntag. Umfragen zufolge liegt sie mit 40 Prozent der Wählerstimmen klar vor ihrer stärksten Herausforderin, der Ex-Umweltministerin Marina Silva, die auf 24 Prozent kommt. Knapp dahinter rangiert Ex-Gouverneur Aécio Neves mit 21 Prozent, wie aus einer am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichen Umfrage des Datafolha-Institutes hervorgeht. Danach müsste Rousseff am 26. Oktober in die Stichwahl.