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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

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Syriza gewinnt klar in Griechenland - keine absolute Mehrheit


Athen (dpa) - In Griechenland ist zum ersten Mal in der Geschichte des Landes die Linke stärkste Kraft im Land. Das Linksbündnis Syriza setzte sich bei der Parlamenstwahl am Sonntag klar durch, verpasste jedoch die absolute Mehrheit. Nach Auszählung von 99,5 Prozent der Stimmen kam Syriza auf 36,4 Prozent. Das reicht voraussichtlich für 149 Sitze im neuen Parlament. Das teilte das mit dem Innenministerium zusammenarbeitende Meinungsforschungsinstitut Singular Logic mit. Die absolute Mehrheit liegt bei 151 Sitzen. Die Konservativen der Nea Dimokratia kamen auf 27,8 Prozent.

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Griechenlands Wahlsieger Syriza plant rasche Regierungsbildung

Athen (dpa) - Die Linkspartei Syriza will nach ihrem Sieg bei der Parlamentswahl in Griechenland die Regierungsbildung so rasch wie möglich abschließen. Bereits am Montagvormittag (9.30 Uhr) trifft Parteichef Alexis Tsipras den Vorsitzenden der Partei der Unabhängigen Griechen, Panos Kammenos, zu Koalitionsgesprächen, wie griechische Medien in der Nacht zum Montag berichteten. Es wird in Athen erwartet, dass Staatschef Karolos Papoulias noch am Montag Tsipras offiziell ein Sondierungsmandat für die Bildung einer Regierung erteilt. Das Linksbündnis hätte dann drei Tage lang Zeit. Sollte Tsipras scheitern, geht das Mandat an die zweitstärkste politische Kraft, die Konservativen der Nea Dimokratia (ND), über.

Merkel telefoniert mit Poroschenko und Putin

Berlin (dpa) - Deutschland versucht weiterhin, im Ukraine-Konflikt zu vermitteln. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit den Präsidenten der Ukraine und Russlands telefoniert, Petro Poroschenko und Wladimir Putin. Der Angriff auf die Stadt Mariupol sei ein eindeutiger Bruch der vereinbarten Waffenruhe und durch nichts zu rechtfertigen. Das sagte Merkel nach Angaben eines Regierungssprechers in dem Gespräch mit Poroschenko. Bei dem Angriff waren mindestens 30 Menschen getötet und rund 100 verletzt worden. Nach Einschätzung von OSZE-Beobachtern kamen die Raketen aus von Separatisten kontrolliertem Gebiet.

Angespannte Lage in Kairo - 18 Tote am Jahrestag der Revolution

Kairo (dpa) - Ägypten kommt nach den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Islamisten und Sicherheitskräften nicht zur Ruhe. Im Kairoer Stadtteil Matarija hätten Hunderte Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft die Nacht hindurch auf den Straßen ausgeharrt, berichtete ein Reporter der Tageszeitung »El-Balad« am Montagmorgen. In dem Stadtteil waren am Wochenende mindestens zehn Menschen bei Straßenschlachten ums Leben gekommen. Insgesamt 18 Menschen wurden bei Gewaltexzessen am vierten Jahrestag der Revolution in Ägypten getötet.

Kirche von England weiht erste Frau zur Bischöfin

London (dpa) - Erstmals in der Geschichte der Kirche von England empfängt am Montag (12.00 Uhr) eine Frau die Weihe zur Bischöfin. Libby Lane war im Dezember zur Bischöfin von Stockport in der nordenglischen Diözese Chester berufen worden. Zuvor hatten die Generalsynode im Juli den Weg für den historischen Schritt frei gemacht und das Parlament zugestimmt. Die Zeremonie findet in der Kathedrale von York statt.

Kerry fordert fristgemäße Wahlen in Nigeria

Lagos (dpa) - US-Außenminister John Kerry hat Nigeria aufgefordert, die für Mitte Februar geplanten Wahlen trotz aller Gewalt der islamistischen Terrororganisation Boko Haram abzuhalten. Friedliche, glaubwürdige und transparente Wahlen seien wirklich entscheidend dafür, dass die Nigerianer und die Welt Vertrauen in die Regierung fassen könnten. Dies sei auch der beste Weg, gegen Gruppen wie Boko Haram zu kämpfen. In Nigeria sollen am 14. Februar ein neuer Präsident und ein neues Parlament gewählt werden.