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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Europa unter höchstem Druck: Krisengipfel zu Griechenland

Brüssel (dpa) - Trotz tiefgreifender Unstimmigkeiten ringen die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder darum, Griechenland vor der Staatspleite zu retten. Kanzlerin Angela Merkel erklärte vor einem Euro-Sondergipfel in Brüssel, eine «Einigung um jeden Preis» werde es nicht geben. Frankreichs Staatschef François Hollande sagte dagegen: «Frankreich wird alles machen, um heute Abend eine Vereinbarung zu finden.» Unter hohem Zeitdruck soll der Gipfel ein politisches Signal geben, ob es ein drittes Rettungspaket für Griechenland von rund 74 Milliarden Euro geben kann.

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Deutsche Kreise: Letzte offene Fragen im Atomabkommen lösbar

Wien (dpa) - Das Atomabkommen mit dem Iran ist in greifbare Nähe gerückt, aber noch nicht ganz fertig. Das ist aus deutschen Delegationskreisen in Wien zu hören. «Wir arbeiten weiter mit Hochdruck. Die noch offenen Fragen sind lösbar», hieß es. Zu einer möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde wird heute auch der russische Außenminister Sergej Lawrow erwartet. Ziel der Gespräche zwischen den USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland mit dem Iran ist ein Abkommen, das sicherstellt, dass der Iran die Atomkraft nur zivil und nicht militärisch nutzen will.

Papst Franziskus beendet Südamerika-Reise - Besuch in Elendsviertel

Asunción (dpa) - Papst Franziskus hat auf der letzten Messe seiner Südamerikareise ein Ende von Ausbeutung und Unterdrückung in der Welt gefordert. Man müsse von der Logik des Herrschens, des Niederdrückens, des Manipulierens übergehen «zu einer Logik des Aufnehmens, des Empfangens, des Pflegens», sagte Franziskus vor rund einer Million Menschen nahe der paraguayischen Hauptstadt Asunción. Der Altar bestand aus 32 000 Maiskolben, Kürbissen und Kokosnüssen. Vor der Messe hatte Franziskus ein Armenviertel besucht

Schwarzer in Alabama stirbt nach Pfeffersprayeinsatz der Polizei

Washington (dpa) - Im US-Staat Alabama ist ein Afroamerikaner ums Leben gekommen, nachdem die Polizei ihn bei seiner Festnahme mit Pfefferspray besprüht hatte. Die Polizei begründete den Einsatz damit, dass der 35-Jährige Widerstand geleistet habe, berichtet der Lokalsender WBRC. Wie die Polizei auf Facebook mitteilte, nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. In den vergangenen Monaten hatten in den USA mehrere Todesfälle von Schwarzen nach Polizeigewalt Empörung, Unruhen und Proteste mit Gewalt ausgelöst.

Verfolgungswelle gegen Anwälte in China: «Kriminelle Vereinigung»

Peking (dpa) - Chinas Sicherheitsbehörden haben Bürgerrechtsanwälten vorgeworfen, eine «kriminelle Vereinigung» gebildet zu haben. Die festgenommenen Anwälte hätten «ernsthaft die öffentliche Ordnung gestört», berichtete das Polizeiministerium nach Angaben staatlicher Medien. In einer landesweiten Aktion seien mehr als 50 Anwälte, Mitarbeiter von Kanzleien und Aktivisten «verschwunden, festgenommen oder von der Polizei einbestellt worden», berichtet Amnesty International. Die Menschenrechtslage in China wird voraussichtlich auch ein Thema beim China-Besuch von Vizekanzler Sigmar Gabriel sein.

AfD verliert massiv an Zustimmung

Berlin (dpa) - Nach Führungsstreit und Neuausrichtung ist die Alternative für Deutschland in der Wählergunst abgestürzt. In einer Emnid-Umfrage im Auftrag der «Bild am Sonntag» erreicht sie zurzeit nur drei Prozent der Wählerstimmen und damit zwei Prozentpunkte weniger als noch in der Vorwoche. Das ist dem Bericht zufolge der schlechteste Wert für die AfD seit knapp zwei Jahren. Die AfD war zuletzt von heftigen Machtkämpfen erschüttert worden, die der nationalkonservative Flügel um Frauke Petry auf dem Parteitag am 4. Juli für sich entschied.