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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Argentinier Bergoglio neuer Papst Franziskus

Rom (dpa) - Meilenstein für die katholische Kirche: Der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio ist als erster Lateinamerikaner Papst. Der 76 Jahre alte Jesuit gab sich den Namen Franziskus, benannt nach dem heiligen Franz von Assisi. «Betet für mich», sagte er nach der historischen Wahl von der Mittelloggia des Petersdomes. Das neue Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken trat in weißer Soutane, mit Brustkreuz und weißem Papst-Käppi vor die Gläubigen. Bergoglio wird oft als Anwalt der Armen bezeichnet. Erstmals seit dem 8. Jahrhundert stammt ein Papst nicht aus Europa.

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Glückwünsche für den neuen Papst - und viel Hoffnung bei der Politik

Berlin (dpa) - Als wichtiges Zeichen der katholischen Kirche ist die erste Wahl eines Lateinamerikaners zum Pontifex weltweit gewürdigt worden. Politiker verbanden mit ihren Glückwünschen die Hoffnung auf den erfolgreichen Einsatz des neuen Papstes Franziskus für Frieden und Menschenrechte. Kurz nach der feierlichen Zeremonie in Rom gratulierten UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die EU und die Kirchen in Deutschland. Frankreichs Präsident François Hollande übermittelte Franziskus die besten Wünsche, um sich den Herausforderungen der heutigen Welt zu stellen.

Xi Jinping ist neuer Präsident Chinas

Peking (dpa) - Der neue chinesische Partei- und Militärchef Xi Jinping hat auch das Amt des Präsidenten übernommen. Auf ihrer Jahrestagung in Peking stimmten die knapp 3000 Delegierten des Volkskongress für den 59-Jährigen, der die Nachfolge des zehn Jahre älteren Hu Jintao antritt.

Polizei: Salafisten hatten weitere Mitglieder von Pro NRW im Visier

Essen (dpa) - Die von der Polizei vereitelten Anschlagspläne radikal-islamischer Salafisten galten offenbar nicht nur dem Chef, sondern noch weiteren Mitgliedern der rechtsextremen Partei Pro NRW. Bei den Festnahmen der vier Verdächtigen sei in einer Wohnung eine Liste mit insgesamt neun rot markierten Personen gefunden worden, sagte der Essener Ermittlungsleiter Rainer Pannenbäcker. Dass dies eine «Todesliste» sei, könne er nicht bestätigen. Das müssten die Vernehmungen der Verdächtigen ergeben. Er gehe nicht davon aus, dass noch Mitglieder der Gruppe auf freiem Fuß seien.

Ministerpräsidenten beraten über Stand der Dinge zu NPD-Verbot

Berlin (dpa) - Die Ministerpräsidenten der Länder beraten heute in Berlin über den Stand der Dinge beim geplanten NPD-Verbotsverfahren. Die Länder hatten im vergangenen Dezember im Bundesrat beschlossen, vor dem Bundesverfassungsgericht einen neuen Anlauf für ein Verbot zu starten. Sie erhoffen sich, dass auch Bundesregierung und Bundestag mitziehen und eigene Anträge in Karlsruhe stellen. Deren Vorgehen ist aber noch offen. Weiteres Thema der Konferenz ist die Umsetzung der Energiewende.

EU-«Chefs» beraten über Wachstumspolitik und Zypern

Brüssel (dpa) - Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen heute in Brüssel zu ihrem Frühjahrsgipfel zusammen. Im Mittelpunkt stehen mögliche Strategien gegen die schwere Wirtschaftskrise. Vor allem in südlichen Krisenländern werden Rufe lauter, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Am Rande des zweitägigen Spitzentreffens wird eine Lösung für das pleitebedrohte Zypern debattiert werden. Die Euro-Finanzminister wollen morgen unmittelbar nach Abschluss des Gipfels zusammenkommen, um das Hilfsprogramm zu debattieren.