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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat seine Kirche aufgefordert, in die Randgebiete hinauszugehen, wo Leiden und Blutvergießen herrschten. Dort gebe es auch Blindheit, die sich danach sehne zu sehen, sagte Franziskus am Gründonnerstag bei einer Messe im Petersdom. Die Priester müssten dorthin gehen, wo andere auf das Evangelium warteten. Zuvor war scharfe Kritik des Argentiniers bekanntgeworden, die er schon vor seiner Wahl zum Papst geäußert hatte. Die Selbstbezogenheit der Kirche sei der Grund für das Übel in ihren Institutionen, prangerte er in einer Rede an. Kein Ende im Streit um Plätze im NSU-Prozess   München (dpa) - In der Debatte um Presseplätze für türkische Medien beim Münchner NSU-Prozess zeichnet sich trotz anhaltenden Drucks auf das Oberlandesgericht weiter keine Lösung ab. Namhafte Juristen und Politiker brachten erneut die Möglichkeit ins Spiel, die Verhandlung für Journalisten per Video in einen anderen Saal zu übertragen. Andere forderten ein neues Akkreditierungsverfahren. Für den Prozess hat kein türkisches Medium einen der 50 Presseplätze im Gerichtssaal erhalten, obwohl acht der zehn Mordopfer, die der NSU zugeschrieben werden, türkischer Abstammung waren. US-Luftwaffe entsendet atomwaffenfähige Bomber nach Südkorea

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat seine Kirche aufgefordert, in die Randgebiete hinauszugehen, wo Leiden und Blutvergießen herrschten. Dort gebe es auch Blindheit, die sich danach sehne zu sehen, sagte Franziskus am Gründonnerstag bei einer Messe im Petersdom. Die Priester müssten dorthin gehen, wo andere auf das Evangelium warteten. Zuvor war scharfe Kritik des Argentiniers bekanntgeworden, die er schon vor seiner Wahl zum Papst geäußert hatte. Die Selbstbezogenheit der Kirche sei der Grund für das Übel in ihren Institutionen, prangerte er in einer Rede an.

Kein Ende im Streit um Plätze im NSU-Prozess

  München (dpa) - In der Debatte um Presseplätze für türkische Medien beim Münchner NSU-Prozess zeichnet sich trotz anhaltenden Drucks auf das Oberlandesgericht weiter keine Lösung ab. Namhafte Juristen und Politiker brachten erneut die Möglichkeit ins Spiel, die Verhandlung für Journalisten per Video in einen anderen Saal zu übertragen. Andere forderten ein neues Akkreditierungsverfahren. Für den Prozess hat kein türkisches Medium einen der 50 Presseplätze im Gerichtssaal erhalten, obwohl acht der zehn Mordopfer, die der NSU zugeschrieben werden, türkischer Abstammung waren.

US-Luftwaffe entsendet atomwaffenfähige Bomber nach Südkorea

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Seoul (dpa) - Im zugespitzten Konflikt mit Nordkorea haben die USA und ihr Verbündeter Südkorea erneut militärische Stärke demonstriert. Die US-Luftwaffe entsandte zwei Tarnkappenbomber vom Typ B-2 Spirit nach Südkorea, wo sie an den jährlichen gemeinsamen Militärübungen teilnahmen. Sie legten dabei einen Langstreckenflug von mehr als 10 460 Kilometern zurück, wie die US-Armee mitteilte. Die strategischen B-2-Bomber können auch als Atomwaffenträger eingesetzt werden. Trotz der Unterbrechung der letzten militärischen Telefonverbindung mit Südkorea ließ Nordkorea unterdessen weiter Pendler aus dem Nachbarland einreisen.

Wieder Razzien in Russland - Kein Verfahren gegen Adenauer-Stiftung

Moskau (dpa) - Nach scharfer Kritik der Bundesregierung an Razzien bei deutschen politischen Stiftungen hat Russland eingelenkt. Ein Verfahren gegen die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung wurde eingestellt. Auch das Goethe-Instituts in der Stadt Nowosibirsk blieb unbehelligt. Hingegen gingen die scharfen Kontrollen russischer Nichtregierungsorganisationen unvermindert weiter. Bürgerrechtler sprachen von Repressionen wie zu Zeiten von Sowjetdiktator Josef Stalin. Kremlchef Wladimir Putin verteidigte das Vorgehen: Geprüft werde, ob die NGO sich an die russischen Gesetze hielten, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Im Fall Beresowski schließt Polizei Mord nicht endgültig aus

London (dpa) - Die britische Polizei schließt im Fall des tot in London aufgefundenen russischen Oligarchen Boris Beresowski einen Mord nicht endgültig aus. Eine Beteiligung Dritter könne nicht vollkommen ausgeschlossen werden, bis weitere Testergebnisse feststehen, sagte ein Ermittler. Er bestätigte aber, dass die Leiche Merkmale wie bei einem Erhängten aufweise. Der Kreml-Kritiker sei am vergangenen Samstag mit einem Strang um den Hals auf dem Boden seines Badezimmers gefunden worden. Ein Stück desselben Materials habe an der Dusche über ihm gehangen.

Mandela erneut im Krankenhaus - «Spricht positiv auf Behandlung an»

Johannesburg (dpa) - Südafrika macht sich Sorgen um seinen Nationalhelden Nelson Mandela: Der frühere Präsident und Freiheitskämpfer ist erneut in ein Krankenhaus gebracht worden. Der 94-Jährige werde wegen einer Lungeninfektion behandelt, bestätigte das Präsidialamt. Am Nachmittag hieß es, Mandela sei auf dem Weg der Besserung. Die Ärzte sagten, dass er positiv auf die Behandlung reagiere, teilte das Büro von Staatschef Jacob Zuma mit. Mandela war der erste schwarze Präsident seines Heimatlandes.