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Niederlande im Halbfinale: Sieg gegen Costa Rica


Salvador (dpa) - Die Niederlande haben den Höhenflug von WM-Außenseiter Costa Rica beendet und nach einem Elfmeter-Krimi das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien erreicht. Die Mannschaft um Bayern-Profi Arjen Robben setzte sich am Samstag in Salvador mit 4:3 (0:0) im Elfmeterschießen durch und steht zum insgesamt fünften Mal in einem WM-Halbfinale. Bei einem weiteren Erfolg am Mittwoch in São Paulo über Argentinien stünde Holland wie schon vor vier Jahren in Südafrika im Endspiel. Dagegen blieb dem großen Außenseiter aus Mittelamerika ein weiterer WM-Coup verwehrt.

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Argentinien nach 1:0 gegen Belgien im Halbfinale

Brasília (dpa) - Der zweimalige Weltmeister Argentinien hat bei der WM in Brasilien das Halbfinale erreicht. Die Mannschaft um Superstar Lionel Messi gewann am Samstag in Brasília gegen Belgien mit 1:0 (1:0) und steht zum ersten Mal seit 1990 im Halbfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft. Mit seinem ersten Turnier-Tor besiegelte Gonzalo Higuain in der 8. Minute den dritten 1:0-Erfolg der Südamerikaner. Die Albiceleste trifft am Mittwoch in São Paulo im Kampf um den Einzug ins Endspiel auf den Gewinner des Duells zwischen den Niederlanden und Costa Rica. Das erste Halbfinale am Dienstag in Belo Horizonte bestreiten Deutschland und Brasilien.

Neymar nach WM-Aus: «Traum vom WM-Titel ist noch nicht vorbei»

Teresópolis (dpa) - Der verletzte brasilianische Superstar Neymar traut seinen Mitspielern auch ohne seine Tore den WM-Titel zu. «Mein Traum als Spieler ist ein WM-Finale, aber der Traum vom WM-Titel ist noch nicht vorbei», wurde der 22-Jährige am Samstag auf der Internetseite des brasilianischen Fußball-Verbandes zitiert. Am Samstagnachmittag (Ortszeit) hatte der Offensivspieler des FC Barcelona das WM-Trainingslager der in Teresópolis in einem Hubschrauber verlassen und soll sich nun im Kreis seiner Familie erholen. Neymar hatte sich beim 2:1-Viertelfinalsieg gegen Kolumbien einen Wirbelbruch zugezogen und fällt für den Rest des Turniers aus.

Zúñiga bedauert Neymar-Verletzung: «Keine böse Absicht»

Cotia (dpa) - Kolumbiens Fußball-Nationalspieler Juan Zúñiga hat dem verletzten Brasilianer Neymar sein «tiefes Bedauern» über dessen WM-Aus übermittelt. «Ich bin bekümmert über diese Situation, die sich aus einer normalen Aktion im Spiel ergeben hat», schrieb der Verteidiger am Samstag bei Instagram. Es sei im WM-Viertelfinale (1:2) am Freitag in Fortaleza von seiner Seite «keine böse Absicht, Bosheit oder Unüberlegtheit» gewesen. «Ich bewundere, respektiere dich und erachte dich als einen der besten Spieler der Welt.» Er wünschte Neymar eine schnelle Rückkehr auf den Platz.

FIFA sperrt Paiva: WM-Aus für Brasiliens Pressesprecher

Rio de Janeiro (dpa) - Die FIFA hat Brasiliens Pressesprecher Rodrigo Paiva nach dessen Tätlichkeit gegen einen chilenischen Spieler für den Rest der WM gesperrt. Paiva wurde für schuldig befunden, Maurizio Pinilla in der Halbzeitpause des WM-Achtelfinales am Samstag vergangenen Woche in Belo Horizonte im Spielertunnel geschlagen zu haben. Paiva konnte wegen der Ermittlungen gegen ihn bereits beim Viertelfinale der Fußball-WM gegen Kolumbien am Freitag nicht bei der Mannschaft sein. Er wird auch im Halbfinale gegen Deutschland am Dienstag in Belo Horizonte aussetzen müssen, wie in dem folgenden Finale oder Spiel um Platz drei.

Usbeke Irmatov mit neuntem Einsatz WM-Rekordschiedsrichter

Salvador (dpa) - Der Usbeke Ravshan Irmatov ist durch seinen Einsatz im WM-Viertelfinale zwischen den Niederlanden und Costa Rica der Referee mit den meisten Einsätzen in der WM-Geschichte. Der 36-Jährige leitete am Samstag mit der Partie in Salvador sein neuntes WM-Spiel. Seine Premiere hatte er als damals international praktisch unbekannter Referee im Eröffnungsspiel der WM 2010 zwischen Südafrika und Mexiko (1:1) gegeben.

Verband hat keine Informationen über FIFA-Kontakt zu Schieberbande

Rio de Janeiro (dpa) - Die FIFA hat nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse darüber, ob ein Funktionär des Fußball-Weltverbandes in illegale WM-Ticketschiebereien verwickelt ist. Wenn es entsprechende Untersuchungen gäbe, hätte die Polizei den Kontakt zur FIFA gesucht, um mit dem Betroffenen zu sprechen, sagte FIFA-Marketing-Chef Thierry Weil am Samstag bei einer Pressekonferenz in Rio. «Soweit ich das weiß, ist die Polizei aber auf niemanden bei der FIFA zugekommen.» Die FIFA habe insgesamt 141 Tickets zurückverfolgt, die ihr von der Polizei zur Verfügung gestellt worden seien.

Hamilton gewinnt Formel-1-Heimrennen in Silverstone

Silverstone (dpa) - Lewis Hamilton hat sein Formel-1-Heimrennen in Silverstone gewonnen und den WM-Titelkampf wieder spannend gemacht. Der britische Mercedes-Pilot profitierte bei seinem fünften Erfolg im neunten Saisonrennen am Sonntag auch vom Pech von WM-Spitzenreiter Nico Rosberg, der seinen Silberpfeil mit Getriebeproblemen abstellen musste. Damit liegt Hamilton als Gesamtzweiter nur noch vier Punkte hinter seinem Teamkollegen Rosberg. Zweiter in Silverstone wurde überraschend der von Rang 14 gestartete Finne Valtteri Bottas im Williams. Auf Rang drei fuhr Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo. Titelverteidiger Sebastian Vettel belegte Platz fünf.

Sebastian Kienle gewinnt erstmals Ironman-Europameisterschaft

Frankfurt/Main (dpa) - Triathlet Sebastian Kienle hat die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt am Main gewonnen. An seinem 30. Geburtstag setzte er sich am Sonntag nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern auf dem Rad und dem Marathonlauf durch und stellte in 7:55:14 Stunden einen Streckenrekord auf. Die bisherige Bestzeit hielt der Eberbacher Timo Bracht 2009 in 7:59:15 Stunden. Für den zweimaligen 70.3-Weltmeister Kienle aus Mühlacker war es auch der erste Erfolg über die Ironman-Strecke überhaupt.

De Maizière: Kostenübernahme durch Veranstalter «nicht zielführend»

Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich im Streit um Polizei-Einsätze bei Fußballspielen deutlich gegen eine Kostenübernahme durch die Veranstalter ausgesprochen. «Die häufigen Probleme im Zusammenhang mit Fußballspielen können im Kern nicht dem Veranstalter, sondern müssen in erster Linie den Gewalttätern zugerechnet werden», sagte der CDU-Politiker laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums vom Sonntag. «Infolgedessen ist eine Kostenpflicht für Veranstalter nicht zielführend und lenkt vom eigentlichen Problem ab.»

Gedopte Sachenbacher-Stehle hofft auf baldige Entscheidung

Reit im Winkl (dpa) - Die des Dopings überführte Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle hofft auf eine baldige Entscheidung der Internationalen Biathlon-Union über das Ausmaß ihrer Strafe. Die 33-Jährige war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi nach einer positiven Dopingprobe suspendiert und vorläufig gesperrt worden. Es sei für sie «sehr verwunderlich, dass die Entscheidung bis heute noch nicht gefallen ist», sagte Sachenbacher-Stehle der «Allgäuer Zeitung». Bereits Ende März war sie vom Hearing Panel der IBU angehört worden. Der Weltverband teilte auf dpa-Anfrage mit, ebenfalls auf das Ergebnis des unabhängigen Gremiums zu warten.

Olympia-Vierter Toni Wilhelm Fünfter bei Surf-EM

Çesme/Türkei (dpa) - Surfer Toni Wilhelm kommt nach seinem Comeback immer besser in Fahrt. Bei der RS:X-Europameisterschaft im türkischen Çesme wurde der in der Schweiz lebende Schwarzwälder am Wochenende Fünfter. Den Sieg sicherte sich im Feld der 72 Starter aus 24 Nationen der mehrfache Weltcup-Sieger Piotr Myszka aus Polen vor dem Olympia-Fünften Julien Bontemps aus Frankreich und dem polnischen Olympia-Dritten Przemyslav Miarczynski.

Rob Muffels und Isabelle Härle holen Zehn-Kilometer-Titel

Hamburg (dpa) - Zum Abschluss der deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen in Hamburg sicherten sich Rob Muffels (Magdeburg) und Isabelle Härle (Essen) die Titel über die olympische Zehn-Kilometer-Distanz. In Abwesenheit des zwölfmaligen Weltmeisters Thomas Lurz (Würzburg) kam Titelverteidiger Muffels in Hamburg nach 1:54:42,0 Stunden als Erster ins Ziel. Bei den Frauen schlug Team-Weltmeisterin Isabelle Härle nach 2:01:35,0 Stunden als Erste an.

Schwedin Sjöström schwimmt Weltrekord über 50 Meter Schmetterling

Berlin (dpa) - Die schwedische Schwimmerin Sarah Sjöström hat einen Fabelweltrekord über 50 Meter Schmetterling aufgestellt. Die Weltmeisterin pulverisierte am Samstag bei den nationalen Meisterschaften in Boras in 24,43 Sekunden die bisherige Bestmarke ihre Landsfrau Therese Alshammar (25,07) gleich um 64 Hundertstel Sekunden. Den alten Rekord hatte Alshammar bei der WM 2009 in Rom in einem der mittlerweile verbotenen High-Tech-Anzüge aufgestellt.