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Löw in Not: Auch Özil und Klose sagen ab - Holtby nachnominiert


Amsterdam (dpa) - Die Personalprobleme von Bundestrainer Joachim Löw beim Länderspiel-Klassiker gegen die Niederlande haben sich noch mehr verschärft. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss am Mittwochabend in Amsterdam auch auf die Leistungsträger Mesut Özil und Miroslav Klose verzichten. Spielmacher Özil, der am Sonntag noch beim 2:1-Sieg von Real Madrid bei UD Levante im Einsatz war, sagte wegen muskulärer Probleme ab. Torjäger Klose, der ebenfalls am Wochenende in Italien vor den Augen von Zuschauer Löw beim 3:2-Sieg von Lazio im Derby gegen den AS Rom getroffen hatte, fällt wegen einer Grippe aus. Löw reagierte auf die Ausfälle fünf und sechs mit der Nachnominierung des Schalker Mittelfeldspielers Lewis Holtby.

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Weiter scharfe Debatte um Zwanziger-Buch

Berlin (dpa) - Die Debatte um das Buch von Ex-DFB-Chef Theo Zwanziger wird in scharfer Form weitergeführt. Wolfgang Niersbach, Nachfolger als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), konterte am Montag Zwanzigers Ausführungen, der Besuch der Nationalmannschaft im ehemaligen NS-Vernichtungslager Auschwitz vor der EM in diesem Sommer sei «zu schnell abgetan » worden. «Wichtiger als die exklusive Wahrnehmung meines Vorgängers ist mir in diesem Zusammenhang das Dankesschreiben des Internationalen Auschwitz Komitees an den DFB», erklärte Niersbach in der «Bild»-Zeitung (Montag). Für Jürgen Klinsmann ist ein Kommentar zur Autobiografie von Theo Zwanziger «Energieverschwendung». Dies sagte der frühere Bundestrainer und heutige Coach des US-Teams am Montag in Frankfurt/Main.

Lemke: Kein Angebot für Allofs von VfL oder VW

Bremen/Wolfsburg (dpa) - Für einen möglichen Wechsel von Geschäftsführer Klaus Allofs hat der Fußball-Bundesligist Werder Bremen weiterhin kein Angebot. «Niemand hat bisher den Aufsichtsrat kontaktiert, weder jemand vom VfL Wolfsburg oder von Volkswagen noch ein Berater», sagte Willi Lemke der Nachrichtenagentur dpa am Montag. «Der Sachstand hat sich seit Donnerstag nicht geändert», erklärte der Vorsitzende des Bremer Kontrollgremiums. Seit fünf Tagen halten sich Spekulationen, dass der VfL den Bremer Fußball-Manager als Nachfolger für den entlassenen Geschäftsführer Felix Magath verpflichten will.

DLV-Antrag: DOSB soll NADA eine Million Euro mehr geben

Düsseldorf (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) soll seine Zuwendung an die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA von 2013 an um eine Million Euro erhöhen. Einen entsprechenden Antrag hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) an die Mitgliederversammlung des DOSB gestellt, die am 8. Dezember in Stuttgart zusammenkommt. Bisher zahlt der DOSB jährlich rund 500 000 Euro an die NADA. In einem zweiten Antrag will der DLV den DOSB in die Pflicht nehmen, Strafverschärfungen im Bereich der Dopingkriminalität zu fordern.

DTB-Chef Altenburg: Trennung von Kühnen vielleicht zu spät

Frankfurt/Main (dpa) - DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg hat nach dem Davis-Cup-Streit zwischen Patrik Kühnen und Philipp Kohlschreiber ein zu spätes Handeln eingeräumt und den neuen Teamchef zu einem konsequenten Kurs aufgefordert. «Im Nachhinein hätte man vielleicht den Neuanfang früher machen müssen. Ja, da müssen wir auch selbstkritisch sein und uns fragen: Hätte man nicht schon viel früher einschreiten müssen? Hätte man nicht schon nach Bamberg sagen müssen: 'Es geht nicht mehr'?», sagte der Chef des Deutschen Tennis Bundes in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt/Main.

Ukraine will Ex-Stürmerstar Schewtschenko als Nationaltrainer

Kiew (dpa) - Der ehemalige Stürmerstar Andrej Schewtschenko soll neuer Fußball-Nationaltrainer der Ukraine werden. Verbandschef Anatoli Konkow habe dem Ex-Profi ein Angebot als Nachfolger von Oleg Blochin unterbreitet, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes vom Montag. Der 111-malige Nationalspieler habe bei seinen Stationen Dynamo Kiew, AC Mailand und FC Chelsea von berühmten Trainern wie Waleri Lobanowski, Carlo Ancelotti und José Mourinho gelernt. Schewtschenko hatte nach der EM 2012 in Polen und der Ukraine seine Karriere beendet und war in die Politik gewechselt.

Trotz Gesprächen im NHL-Tarifstreit: Hoffnung auf Einigung schwindet

New York/Berlin (dpa) - Im Tarifstreit der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL wird eine Einigung immer unwahrscheinlicher. Auch eine weitere Verhandlungsrunde in New York am Sonntag (Ortszeit) brachte die Clubbesitzer und die Spielergewerkschaft NHLPA nicht weiter. «Ich habe keine Ahnung, wo das noch hinführen soll», sagte Liga-Vizechef Bill Daly. Bei dem Streit, dem bereits mehr als 300 Saisonspiele zum Opfer gefallen sind, geht es in erster Linie um die Aufteilung der Gesamteinnahmen von rund 3,3 Milliarden Dollar. Wegen des sogenannten Lockouts spielen viele NHL-Profis in Europa, darunter auch vier deutsche Nationalspieler in der heimischen DEL.