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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Flugbegleiter kündigen Streiks vorher an - frühestens Donnerstag

Frankfurt/Main (dpa) - Die Flugbegleiter der Lufthansa wollen Streiks verlässlich ankündigen. Passagiere könnten mit einer Vorwarnzeit von bis zu sieben Stunden rechnen, sagte der Tarifvorstand der Kabinengewerkschaft Ufo, Olaf Bödecker, der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Frühstmöglicher Termin laut Gewerkschaftschef Nicoley Baublies der Donnerstag. «Es kann noch ein, zwei Tage dauern, es kann auch morgen losgehen», erklärte er. Bei Lufthansa und den Flughäfen laufen die Vorbereitungen auf Ausstände der Stewards und Stewardessen auf Hochtouren.

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Solarunternehmen Q-Cells geht an Südkoreaner - Gläubiger stimmen zu

Dessau-Roßlau/Bitterfeld-Wolfen (dpa) - Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells wird vom südkoreanischen Mischkonzern Hanwha übernommen und ist damit vorerst gerettet. Die Gläubigerversammlung stimmte dem Verkauf am Mittwoch mit großer Mehrheit zu, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters in Dessau-Roßlau mitteilte. 1250 der weltweit 1550 verbliebenen Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben, davon etwa 750 am Stammsitz in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt und rund 500 in Malaysia.

P+S-Werften stellen Insolvenzantrag - Knapp 2000 Jobs auf dem Spiel

Stralsund (dpa) - Nach wochenlangem Hoffen und Bangen haben die angeschlagenen P+S-Werften am Mittwoch Insolvenz angemeldet. Knapp 2000 Jobs stehen in den Schiffbaubetrieben in Stralsund und Wolgast damit auf dem Spiel. Über den Antrag, den Werftchef Rüdiger Fuchs am Mittwoch eingereicht hat, wird das Amtsgericht Stralsund frühestens an diesem Donnerstag entscheiden. Fuchs kündigte an, dass die Arbeiten an den Schiffsneubauten zunächst weitergehen sollen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) bezeichnete die Insolvenz der P+S-Werften als schweren Schlag, drückte aber auch seine Hoffnung auf einen Neustart aus.

Mehr Frauen in Dax-Aufsichtsräten - 30-Prozent-Ziel nicht erreicht

Frankfurt/Main (dpa) - Jedes fünfte Aufsichtsratsmitglied in Deutschlands Top-Unternehmen ist inzwischen eine Frau. Bis auf wenige Ausnahmen seien die Konzerne aber noch weit entfernt von der politisch geforderten Mindestquote von 30 Prozent Frauen in den Kontrollgremien, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Mittwoch in Frankfurt erklärte. 97 der insgesamt 500 Kontrolleure der 30 Dax-Konzerne sind weiblich, der Frauenanteil in den Aufsichtsräten sei auf aktuell 19,4 Prozent gestiegen. Insgesamt überwiesen die 30 Dax-Konzerne ihren Aufsichtsräten für das Geschäftsjahr 2011 rund 69,7 Millionen Euro. Das waren 7,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und schon wieder fast so viel wie im Spitzenjahr 2007, als sich die Vergütung auf mehr als 70 Millionen Euro summierte. Im Schnitt erhielten die Aufsichtsratschefs der Gesellschaften im Deutschen Aktienindex rund 298 000 Euro.

Draghi verteidigt EZB-Strategie gegen deutsche Kritik

Frankfurt/Main (dpa) - Europas oberster Währungshüter Mario Draghi setzt sich gegen die harsche Kritik an der Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Wehr. «Die Europäische Zentralbank wird alles Notwendige tun, um die Preisstabilität zu gewährleisten», schreibt Draghi in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung «Die Zeit» (Donnerstag): «Sie wird unabhängig bleiben. Und sie wird immer im Rahmen ihres Mandats handeln.» Zuletzt hatten Experten vor allem aus Deutschland der Notenbank vorgeworfen, sie habe im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise «wiederholt rote Linien überschritten». Etwa mit dem Kauf von Staatsanleihen gefährde sie die Stabilität des Euro und setze ihre Unabhängigkeit aufs Spiel.

Athen streitet weiter über Sparpaket

Athen (dpa) - Die griechische Koalitionsregierung streitet weiter über das neue 11,5 Milliarden Euro schwere Sparpaket. Beratungen auf Chefebene gingen am Mittwoch ohne konkretes Ergebnis zu Ende. «Wir werden uns wieder treffen», sagte der Vorsitzende des kleineren Koalitionspartners Fotis Kouvelis (Demokratische Linke) im griechischen Fernsehen. An dem Treffen nahmen außer Kouvelis der konservative Regierungschef Antonis Samaras und Sozialistenchef Evangelos Venizelos sowie Finanzminister Ioannis Stournaras teil. Gestritten wird vor allem über die Kürzung von Niedrigrenten, aber auch um die Entlassung von Staatsbediensteten.

Viele freie Stellen bei Firmen - Im August 2,9 Millionen ohne Job

Nürnberg (dpa) - Trotz wachsender Verunsicherung über die weitere wirtschaftliche Entwicklung planen viele Unternehmen weiterhin Neueinstellungen. Der Bedarf an Arbeitskräften sei nach wie vor groß, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg. Die Zahl der offenen Stellen habe zwar den Zenit überschritten, sich aber im August auf hohem Niveau stabilisiert, geht aus dem Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Der Indexwert lag im August mit 164 Punkten sogar um einen Zähler höher als im Vormonat.

Benzin und Heizöl treiben Inflation in die Höhe

Wiesbaden (dpa) - Rasant steigende Preise für Heizöl und Kraftstoff haben die Inflationsrate in Deutschland in die Höhe getrieben. Die Verbraucherpreise lagen im August um 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. So stark waren die Verbraucherpreise seit April nicht mehr gestiegen. Im Juli und Juni hatte die jährliche Teuerungsrate bei 1,7 Prozent gelegen, dem niedrigsten Wert seit Ende 2010. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewahrt. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Lebenshaltungskosten im August um 0,3 Prozent.

USA verdonnern Autobauer zum Spritsparen: Geländewagen ausgenommen

Washington (dpa) - Das Land der Spritschlucker entdeckt das Spritsparen: In den USA verkaufte Neuwagen dürfen vom Jahr 2025 an nur noch halb so viel Kraftstoff verbrauchen wie heute. Präsident Barack Obama zurrte nach monatelangen Diskussionen ein Regelwerk fest, nach dem Autos mit durchschnittlich 4,3 Litern pro 100 Kilometer auskommen müssen. Im vergangenen Jahr hatte der Verbrauch auf den Highways nach Angaben des Verkehrsministeriums bei 8,6 Litern gelegen.

Bisher keine gütliche Einigung im Prozess gegen Ex-MAN-Vorstand

München (dpa) - Der Bestechungsprozess gegen den früheren MAN-Vorstand Anton Weinmann geht vorerst weiter. Richter, Verteidiger und Staatsanwalt konnten sich in einem Gespräch vor Beginn der Verhandlung am Mittwoch vor dem Landgericht München I nicht auf eine einvernehmliche Lösung einigen. «Das soll aber nicht heißen, dass es ausgeschlossen ist», sagte der Vorsitzende Richter Hans-Joachim Eckert nach dem nicht-öffentlichen Treffen. Die Anklage wirft Weinmann Beihilfe zur Bestechung vor, er weist das zurück.

Fahrräder selbst für Herzkranke - Messe gestartet

Friedrichshafen (dpa) - Bunter, schneller, handlicher: Die Räder der kommenden Saison sollen ihren Fahrern mit praktischen Innovationen das Leben leichter machen. Rund 350 davon werden seit Mittwoch auf der Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee gezeigt. 1250 Aussteller aus 49 Ländern treffen sich bis Samstag bei der 21. Ausgabe der Fahrradmesse mit Händlern, Experten und Marktführern. Messe-Chef Klaus Wellmann rechnete im Vorfeld mit rund 40 000 Besuchern. Die Veranstaltung sei die weltweit größte Premieren- und Ordermesse, sagte er. Sie decke das gesamte Angebot der Sport- und Stadträder ab. An den ersten Tagen ist die Messe nur für das Fachpublikum geöffnet, am 1. September gibt es Karten für alle.

Dax klettert nach positiven US-Daten ins Plus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Mittwochnachmittag nach positiven US-Daten ins Plus geklettert. Der Leitindex legte vor Eröffnung der Wall Street 0,17 Prozent zu auf 7015 Punkte, der MDax mittelgroßer Werte gewann 0,40 Prozent auf 11 046 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,34 Prozent hoch auf 794 Punkte. Am Vortag hatte sich die Indizes noch schwächer gezeigt. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,05 (Dienstag: 1,09) Prozent. Der Rentenindex Rex verlor 0,15 Prozent auf 135,02 Punkte. Der Bund Future büßte 0,01 Prozent auf 143,81 Punkte ein. Der Kurs des Euro bewegte sich kaum: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2545 (1,2548) Dollar. Der Dollar kostete damit 0,7971 (0,7969) Euro.