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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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EU-Gutachter: Blockade von illegalen Internetseiten rechtmäßig


Luxemburg/Brüssel (dpa) - Internetanbieter können einem EU-Gutachter zufolge zur Sperrung illegaler Webseiten verpflichtet werden. Dies gelte auch für Provider, deren Kunden auf solchen Webseiten möglicherweise Filme sehen oder herunterladen, schreibt ein Gutachter am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme (Rechtssache C-314/12). Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet. In den meisten Fällen halten die Richter sich dabei an die Empfehlung ihres Gutachters.

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Keine Einigung vor Welthandelskonferenz auf Bali - Reform ungewiss

Genf (dpa) - Auch nach nächtelangem Ringen haben Diplomaten keine Einigung auf ein milliardenschweres Reformpaket für den Welthandel erzielen können. Letzte Hoffnungen auf einen Durchbruch richten sich nun auf die Konferenz der Handels- und Wirtschaftsminister der 159 Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) in der kommenden Woche auf Bali. «Wir hätten in Genf auch noch zwei weitere Wochen beraten können, ohne es zu schaffen», räumte WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo am Dienstag ein. Neue Vorbehalte in letzter Minute sowie der Rückzug von Zusagen durch einige Länder haben Azevêdo zufolge in der Endrunde der Genfer Botschafter-Gespräche Hoffnungen auf ein unterschriftsreifes Abkommen für Bali zunichtegemacht.

Ratingagentur: Weniger Überschüsse für Lebensversicherungskunden

Frankfurt/Main (dpa) - Anleger mit Lebensversicherungen müssen sich nach Ansicht der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) auch 2014 auf sinkende Überschüsse einstellen. «Wir gehen davon aus, dass die Gewinnbeteiligung weiter reduziert wird», sagte S&P-Analyst Christian Badorff am Dienstag in Frankfurt. Ob die Kappung genauso heftig ausfällt wie für 2013, sei noch unklar. Für das laufende Jahr hatten die meisten Lebensversicherer die Überschussbeteiligung deutlich zusammengestrichen. Die niedrigen Zinsen an den Finanzmärkten machen es den Assekuranzen immer schwerer, die einst in Aussicht gestellten Überschüsse für ihre Kunden zu erwirtschaften.

Angeschlagene Solarworld greift bei Bosch zu

Bonn/Arnstadt (dpa) - Lichtblick für die Beschäftigten der Bosch-Solarsparte: Der angeschlagene Konzern Solarworld übernimmt Teile des Solargeschäfts von Bosch. Dazu gehört die Fertigung von Zellen und Modulen am Hauptsitz der Bosch-Sparte im thüringischen Arnstadt, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten. Rund 800 Mitarbeiter sollen dort weiterbeschäftigt werden. Tief in die Tasche greifen muss Solarworld-Chef Frank Asbeck augenscheinlich nicht, denn in der Mitteilung des Unternehmens heißt es: «Der Kauf wird die Finanzmittel der Solarworld AG nicht reduzieren.»

Stahlkocher sehen Hoffnungsschimmer für 2014

Düsseldorf (dpa) - Die deutsche Stahlindustrie geht wieder optimistischer ins neue Jahr. Nach zwei Jahren mit rückläufiger Produktion rechnet die Branche nun wieder mit einem leichten Anstieg. «In den letzten Wochen haben sich die Anzeichen dafür verdichtet, dass die konjunkturelle Talsohle durchschritten ist», sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, am Dienstag in Düsseldorf. Für 2014 rechnet die Branche nun mit einem Anstieg der Rohstahlproduktion um zwei Prozent auf 43 Millionen Tonnen. In diesem Jahr dürfte die in Deutschland hergestellte Stahlmenge um ein Prozent auf 42,2 Millionen Tonnen sinken.

Milliardenzukauf: Bayer plant Übernahme von Krebsspezialisten

Leverkusen (dpa) - Der Pharmakonzern Bayer will mit der milliardenschweren Übernahme des norwegischen Krebsmittelspezialisten Algeta seine Position im Geschäft mit Tumormedikamenten stärken. Die Leverkusener haben bereits ein vorläufiges Kaufangebot abgegeben. Darin wird das norwegische Unternehmen mit umgerechnet knapp 1,8 Milliarden Euro bewertet, wie Algeta am Dienstag in Oslo mitteilte. Die Pläne befänden sich noch in einem frühen Stadium. Auch Bayer bestätigte den geplanten Coup. Zuvor hatte die «Frankfurter Rundschau» (Dienstag) über den geplanten Kauf berichtet.

VW-Konzern investiert in Russland 1,2 Milliarden Euro bis 2018

Wolfsburg/Kaluga (dpa) - Russland als Hoffnung für Europa: Der VW-Konzern glaubt fest an eine Erholung der Autokonjunktur im größten Flächenland der Erde. «Russland ist für den Volkswagen-Konzern der strategische Wachstumsmarkt Nummer eins in Europa. Bis Ende 2018 investieren wir weitere 1,2 Milliarden Euro in Russland», kündigte VW-Chef Martin Winterkorn am Dienstag an. Sein Optimismus ist ein wichtiges Zeichen: Die Absatzkrise daheim in Westeuropa kann jedes Gegengewicht gut gebrauchen. Doch auch die Wolfsburger leiden unter Russlands rückläufigem Pkw-Markt. Wann Besserung kommt, ist unklar.

Deutsche Aktien kaum bewegt

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem starken Wochenstart mit neuen Rekorden ist dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag erst einmal die Puste ausgegangen. Der Dax pendelte um seinen Vortagesschluss. Vor dem Start an der Wall Street stand der Leitindex 0,09 Prozent höher bei 9308 Punkten, während der MDax mittelgroßer Werte 0,08 Prozent auf 16 217 Punkte verlor. Der TecDax gewann zuletzt 0,17 Prozent auf 1147 Punkte. Der EuroStoxx 50 verharrte bei 3073 Punkten. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3547 (1,3514) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7382 (0,7400) Euro.