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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Umfrage: Mittelstand ist bester Stimmung - Jobaufbau geplant

Frankfurt/Main (dpa) - Die Stimmung im deutschen Mittelstand ist einer Umfrage zufolge hervorragend. Im Herbst hätten die Unternehmen ihre aktuellen Geschäftsentwicklung noch besser bewertet als im guten Frühjahr. Und auch beim Blick in die Zukunft bleibt die Mehrheit optimistisch, wie die DZ Bank am Montag bei der Vorlage der gemeinsam mit der WGZ Bank und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erstellten Studie «Mittelstand im Mittelpunkt» mitteilte. Zwar seien die Geschäftserwartungen nicht mehr ganz so euphorisch wie im Frühjahr. Eine große Mehrheit der Befragten gehe aber immer noch von einer Verbesserung der Geschäftslage ihres Unternehmens in den nächsten sechs Monaten aus.

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Telekom entdrosselt «Flatrates» - neue Tarife mit Tempo-Bremse

Berlin (dpa) - Wo Flatrate draufsteht, soll auch Flatrate drin sein: Die Deutsche Telekom verzichtet im Festnetz-Internet auf eine Drosselung bei Tarifen mit dieser Bezeichnung. Allerdings soll es künftig neue Tarife geben, die eine Obergrenze beim Datenvolumen vorsehen, kündigte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme am Montag an. Das solle die Tarife transparenter für Kunden machen. Die Telekom reagierte auf ein Urteil des Kölner Landgerichts. Das Gericht hatte dem Konzern verboten, das Übertragungstempo bei «Flatrate»-DSL-Tarifen ab einem bestimmten Datenvolumen zu drosseln.

Post darf Briefporto 2014 erhöhen

Bonn (dpa) - Für die Beförderung von Briefen und Paketen durch die Deutsche Post müssen die Bundesbürger im kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die Bundesnetzagentur genehmigte dem Unternehmen am Montag für 2014 eine Anhebung der Preise für Standardbriefe bis 20 Gramm um zwei Cent auf 60 Cent, wie sie in Bonn mitteilte. Auch Einschreiben und einige Sendungen ins Ausland werden teurer. Darüber hinaus will die Post auch bei vielen Paketen und Päckchen mehr Porto verlangen. Die Post erklärte, der Preis für einen Standardbrief liege auch nach der Erhöhung «weiterhin im europäischen Mittelfeld».

Verbraucherzentrale klagt wegen Sparverträgen gegen Sparkasse Ulm

Ulm (dpa) - Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg geht rechtlich gegen die Sparkasse Ulm vor, nachdem diese mit der angedrohten Kündigung von hochverzinsten Sparverträgen für Aufsehen gesorgt hatte. Dem Landgericht Ulm liegt nach eigenen Angaben eine entsprechende Unterlassungsklage vor. Die Sparkasse berufe sich auf eine Kündigungsklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, teilte die Verbraucherzentrale am Montag in Stuttgart mit (Az 4 O 364/13). Diese zieht aus Sicht der Verbraucherschützer jedoch nicht. Die Sparkasse Ulm wollte sich zu der Klage auf dpa-Anfrage nicht äußern.

«Handelsblatt»: Massiver Stellenabbau bei T-Systems geplant

Berlin (dpa) - Bei der Deutschen Telekom droht nach «Handelsblatt»-Informationen ein weiterer massiver Stellenabbau. Das Unternehmen wollen in den kommenden drei Jahren 4000 bis 6000 Arbeitsplätze bei der schwächelnden Konzerntochter T-Systems streichen oder verlagern, schrieb die Zeitung am Montag. Gewerkschaften fürchteten sogar den Abbau von 8000 Stellen. Ein Telekom-Sprecher bezeichnete die Zahlen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa zwar als «Spekulation», bestätigte aber Umbaupläne. Wo genau die Stellen abgebaut werden könnten, blieb zunächst unklar.

NordLB-Vize Riegler wird neuer BayernLB-Chef

München (dpa) - Die BayernLB wird künftig von Johannes-Jörg Riegler geführt. Der bisherige Vizechef der NordLB übernimmt am 1. April kommenden Jahres die Nachfolge Gerd Häuslers, wie Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) am Montag in München sagte. Der 62 Jahre alte Häusler hatte vor einigen Wochen angekündigt, den Chefposten früher als geplant abzugeben. Er soll aber zum 1. Oktober den Vorsitz im Aufsichtsrat der BayernLB übernehmen. Der 49-jährige Riegler ist in Hannover derzeit für das Risikomanagement verantwortlich und hatte vorher unter anderem bei der HVB und der Deutschen Bank gearbeitet.

EU verlängert Strafzölle für chinesische Solarpaneele

Brüssel (dpa) - Die EU verlängert die Strafzölle auf Solarpaneele aus China um zwei Jahre. Das haben die EU-Staaten am Montag in Brüssel beschlossen. Betroffen ist aber nur eine Minderheit der chinesischen Unternehmen, erklärte die EU-Kommission: Die meisten Firmen bleiben straffrei, weil sie sich an Exportbedingungen halten, die die EU und China im Sommer ausgehandelt hatten. Die Zölle gelten ab dem 6. Dezember. Damit geht Europa gegen Unternehmen vor, die ihre Produkte aus EU-Sicht zu unzulässig niedrigen Preisen (Dumping) anbieten.

Deutscher Aktienmarkt trotz fehlender Impulse mit neuen Rekorden

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag neue Bestmarken erzielt. Am Vormittag stieg der Dax bei 9424,83 Punkten knapp über sein altes Rekordhoch vom Freitag, zuletzt lag der deutsche Leitindex bei 9412,86 Punkten mit 0,08 Prozent im Plus. Auch der MDax kletterte im Handelsverlauf gleich mehrfach in zuvor nicht gekannte Höhen - die neue Rekordlatte liegt bei 16 394,38 Punkten. Zuletzt notierte der Index für mittelgroße Werte mit plus 0,36 Prozent bei 16 392,41 Punkten. Der TecDax legte 0,10 Prozent auf 1156,06 Punkte zu. Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3536 (Freitag: 1,3611) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7388 (0,7347) Euro.