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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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WTO erreicht Kompromissformel für Welthandelsabkommen


Nusa Dua (dpa) - Bei der Welthandelskonferenz auf Bali ist durch eine Kompromissformel das erste größere Abkommen zur Liberalisierung des globalen Handels in greifbare Nähe gerückt. Mit dem Segen der USA und der EU sollen Indien Ausnahmen von Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) erlaubt werden. Im Gegenzug wäre der Weg frei für weitreichende Handelserleichterungen, die Wachstum und viele Jobs brächten. Experten schätzen den möglichen globalen Wachstumsschub auf bis zu eine Billion Dollar. Zu erwarten seien auch 21 Millionen neue Jobs, davon 18 Millionen in Entwicklungsländern.

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Bundesbank sieht Deutschland vor kräftigem Aufschwung

Frankfurt/Main (dpa) - Getrieben von der starken Binnenwirtschaft wird sich die Konjunkturerholung in Deutschland nach Einschätzung der Bundesbank beschleunigen. «Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich in einem guten Zustand: Die Arbeitslosenquote ist niedrig, die Beschäftigung steigt weiter, und der Lohnanstieg normalisiert sich», sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am Freitag in Frankfurt. Nach dem schwachen Winter rechnen die Bundesbank-Ökonomen für das laufende Jahr mit einem leichten Wachstum von 0,5 Prozent. 2014 dürfte die Dynamik dann aber zunehmen: Das Bruttoinlandsprodukt werde um 1,7 Prozent steigen. Für 2015 erwarten die Notenbanker ein Wachstum um 2,0 Prozent.

US-Arbeitslosenquote sinkt überraschend auf 7,0 Prozent

Washington (dpa) - Die Arbeitslosigkeit in den USA ist im November auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Die Quote sank im vergangenen Monat auf 7,0 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit November 2008. Im Oktober hatte sie noch bei 7,3 Prozent gelegen. Die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft stieg zum Vormonat um 203 000 Stellen. Diese positiven Anzeichen dürften Spekulationen über einen Kurswechsel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) antreiben. Die Fed hat betont, sich erst bei einer ausreichender Erholung am Arbeitsmarkt von ihrer ultralockeren Geldpolitik zu verabschieden.

Ex-BayernLB-Vorstände müssen Ende Januar vor Gericht

München (dpa) - Nach dem Milliarden-Fehlkauf der Hypo Group Alpe Adria müssen sich sieben ehemalige BayernLB-Vorstände ab Ende Januar vor Gericht verantworten. Der Strafprozess gegen sie beginnt am 27. Januar 2014, wie das Oberlandesgericht München am Freitag mitteilte. Dem früheren BayernLB-Chef Werner Schmidt und sechs weiteren Ex-Vorständen wird Untreue vorgeworfen. Laut Anklage sollen sie beim HGAA-Kauf Risiken missachtet und damit ihre Pflichten verletzt haben. Vorsorglich ist der Prozess bis Mitte Dezember kommenden Jahres terminiert.

EU-Razzia bei Samsung, Philips, Media-Markt

Brüssel/Berlin (dpa) - Die Elektronik-Riesen Samsung und Philips sowie die deutsche Handelskette Media-Markt sind von EU-Ermittlungen wegen des Verdachts unerlaubter Absprachen in der Branche betroffen. Die Unternehmen erklärten am Freitag, sie kooperierten in vollem Umfang mit der Europäischen Kommission, machten aber keine weiteren Angaben. Die betroffenen Firmen würden verdächtigt, den Internetverkauf von Elektronikprodukten behindert zu haben, teilte die EU-Kommission am Donnerstagabend mit. EU-Ermittler hatten am Dienstag Geschäftsräume von Elektronikunternehmen in mehreren Ländern durchsucht. Um was genau es dabei geht, ist nach wie vor unklar.

Autobauer-Städte machen das Rennen im Städtevergleich

Berlin (dpa) - Vor allem Standorte von Automobilherstellern haben in einer aktueller Untersuchung zur Wirtschaftskraft deutscher Städte die Nase vorn. München (BMW), Ingolstadt (Audi), Erlangen (Siemens) und Wolfsburg (VW) belegen die ersten Plätze in der Rangliste 2013 der wirtschaftsstärksten Städte. Die am Freitag vorgestellte Studie des arbeitgebernahen Instituts IW Consult kommt zu dem Ergebnis: Es sind die mittelgroßen Städte, die Deutschland insgesamt stark machen. Einige ostdeutschen Städte haben ihre Stellung verbessert, ihre Aufholjagd verlangsamt sich jedoch. Und: Das Ruhrgebiet droht den Anschluss zu verlieren.

Schäuble bleibt vor Banken-Spitzentreffen hart

Berlin/Brüssel (dpa) - Unmittelbar vor einem Spitzentreffen zur künftigen europäischen Bankenabwicklung in Berlin hat Deutschland seine harte Haltung unterstrichen. Der amtierende Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wolle effiziente Abwicklungsmechanismen, die nicht durch nationale Interessen verzögert würden und die Budgethoheit der Länder gefährdeten, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag. Ein Durchbruch noch vor dem nächsten Treffen von Europas Finanzministern am Dienstag in Brüssel gilt als unwahrscheinlich. «Es gibt kein sogenanntes Kompromisspapier», erklärte der Sprecher.

Dax legt nach US-Arbeitsmarktbericht zu

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat nach dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag zugelegt. Nach guten Job-Zahlen von den Vortagen habe der Markt mittlerweile mit einem leicht besseren offiziellen Bericht gerechnet, hieß es von Börsianern. Der deutsche Leitindex stieg zuletzt um 0,94 Prozent auf 9170,20 Punkte. Der MDax gewann 0,51 Prozent auf 15 945,29 Punkte, der TecDax legte um 0,65 Prozent zu auf 1125,30 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um 0,74 Prozent an. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3661 (Donnerstag: 1,3594) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7320 (0,7356) Euro.