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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Papst fordert Einsatz gegen Armut - Weltwirtschaftsforum eröffnet


Davos (dpa) - Top-Manager und Spitzenpolitiker aus rund 100 Ländern suchen seit Mittwoch in Davos Lösungen für brennende internationale Probleme. Weit oben auf der Agenda der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums stehen die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sowie die weiter wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in weiten Teilen der Erde. WEF-Präsident Klaus Schwab erwartet nach eigenen Worten von dem Spitzentreffen mit insgesamt mehr als 2500 Teilnehmern - unter ihnen mehr als 40 Staats- und Regierungschefs - neue Impulse für ein stärkeres Wirtschaftswachstum und die Überwindung der langjährigen Finanzkrise. Papst Franziskus rief die Teilnehmer in einer Botschaft auf, sich stärker für eine gerechtere Verteilung des Wohlstands auf der Welt einzusetzen.

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Firmenpleiten in Deutschland gehen erneut zurück

Hamburg (dpa) - Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist nach einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Bürgel im vergangenen Jahr erneut deutlich zurückgegangen. Insgesamt wurden 2013 rund 26 700 Unternehmen zahlungsunfähig. Das seien 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr, teilte Bürgel am Mittwoch in Hamburg mit. Die Zahl sei damit zum vierten Mal in Folge rückläufig und die niedrigste innerhalb des betrachteten Zeitraums seit 2004. Grund für die insgesamt gute Entwicklung sei die stabile Konjunktur mit einer starken Binnennachfrage, sagte Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin. Auch für 2014 rechnet Bürgel mit einem weiteren Rückgang auf 26 200.

BP: Global steigender Energieverbrauch macht Klimaziele zunichte

   Hamburg (dpa) - Die Schwellenländer werden den globalen Verbrauch von Energie nach Einschätzung des britischen Konzerns BP in den kommenden Jahrzehnten weiter nach oben treiben. Dabei setzen sie vor allem auf Kohle, Öl und Gas, heißt es in einer Langfrist-Prognose von BP, die am Mittwoch in Hamburg vorgestellt wurde. Bis 2035 werde jeder dieser fossilen Energieträger einen Anteil von 27 Prozent am weltweiten Energieverbrauch erreichen. «Erstmals in der Geschichte der Menschheit wird es keinen klar dominierenden Energieträger mehr geben», sagte Christof Rühl, Chefvolkswirt des BP-Konzerns. Grundlage für den höheren Energiebedarf sei letztlich die Zunahme der Weltbevölkerung um weitere 1,7 Milliarden Menschen und die wachsende Wirtschaftsleistung der Welt.

Schlappe für London im Rechtsstreit um EU-Börsenaufsicht

Luxemburg (dpa) - Im Rechtsstreit um Kompetenzen der europäischen Börsenaufsicht ESMA hat Großbritannien eine überraschende Schlappe erlitten. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) urteilte am Mittwoch in Luxemburg, die Aufseher dürften in Krisensituationen sogenannte Leerverkäufe verbieten. Darunter versteht man riskante Börsenwetten, bei denen ein Händler Wertpapiere verkauft, die er zum Verkaufszeitpunkt nicht besitzt. Während der Finanzkrise waren Leerverkäufe in die Kritik geraten, weil sie die Aktienkurse mächtig ins Rutschen brachten. (Rechtssache C-270/12)

Flugsicherung will Lotsenstreik gerichtlich verbieten lassen

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will den für Mittwoch kommender Woche geplanten Lotsenstreik gerichtlich verbieten lassen. Das bundeseigene Unternehmen hat beim Arbeitsgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen den einstündigen Ausstand beantragt, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Streik wird von der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) organisiert, die damit ihre europäische Dachorganisation ATCEUC im Konflikt um den einheitlichen europäischen Luftraum unterstützen will. Die DFS hält die Arbeitsniederlegungen für einen verbotenen politischen Streik. Das Gericht verhandelt am kommenden Montag.

Daimler tut sich bei Mietautos mit der Deutschen Bahn zusammen

   Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler macht bei Mietautos gemeinsame Sache mit der Deutschen Bahn. Daimlers Carsharingtochter «Car2Go» soll Mitte des Jahres mit den Flinkster-Autos der Deutschen Bahn verknüpft werden, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten. «Car2Go»-Kunden können dann ohne gesonderte Anmeldung die Autos von Flinkster und die Mieträder der Deutschen Bahn buchen. Umgekehrt können Flinkster-Kunden «Car2Go»-Wagen nutzen. Den Angaben zufolge entsteht so bundesweit ein nahezu flächendeckendes Netz an Carsharing-Angeboten mit mehr als 6600 Fahrzeugen.

Verbraucherschützer scheitern vor Gericht mit Antrag gegen Prokon

Itzehoe (dpa) – Die Verbraucherzentralen sind mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den Windanlagen-Finanzierer Prokon gescheitert. Das Landgericht Itzehoe lehnte den vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gestellten Antrag ab, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Die von Prokon an die Genussrechteinhaber verschickten Schreiben stellten keine unlauteren geschäftlichen Handlungen dar, hieß es in dem Beschluss der Kammer für Handelssachen vom 20. Januar (Aktenzeichen 5 O 6/14). Die Verbraucherschützer hatten dem Unternehmen vorgeworfen, seine Anleger unter Druck zu setzen.

Deutsche Aktien kaum verändert

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch kaum von der Stelle bewegt. Zuletzt standen plus 0,12 Prozent auf 9741 Punkte zu Buche. Damit stand der Leitindex 53 Punkte unter seinem Rekordhoch vom Vortag. Der Index mittelgroßer Werte, der MDax, verlor dagegen 0,12 Prozent auf 16 879 Punkte. Der TecDax legte 0,70 Prozent auf 1262 Punkte zu und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,12 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3566 (1,3526) Dollar. Der Dollar kostete 0,7371 (0,7393) Euro.