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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Trotz niedriger Inflation: EZB lässt Leitzins bei 0,25 Prozent


Frankfurt/Main (dpa) - Trotz gesunkener Inflation hält die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum bei 0,25 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt, wie die Notenbank mitteilte. Im Januar war die Jahresteuerung im Euroraum auf 0,7 Prozent und damit deutlich unter den Zielwert der EZB von knapp unter 2,0 Prozent gefallen. 0,7 Prozent ist exakt die Rate, die die Notenbank im November zu ihrer jüngsten Zinssenkung auf das Rekordtief von 0,25 Prozent veranlasst hatte. Beobachter erwarten nun im März den nächsten Zinsschritt: Dann veröffentlichen die Währungshüter ihre neuesten Wachstums- und Inflationsprognosen.

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Neue Modelle zeigen Wirkung: Daimler geht gestärkt ins Jahr 2014

Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler geht dank neuer Modelle gestärkt ins neue Jahr und stellt für die Zukunft weitere Erfolge in Aussicht. »Wir werden weiter an Tempo zulegen«, kündigte Konzernchef Dieter Zetsche am Donnerstag in Stuttgart an. 2013 hatten die Schwaben im laufenden Geschäft vor allem in der wichtigen Autosparte geschwächelt und eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr geben müssen. Rückenwind verschafft ihnen nun, dass sie ihre selbstgesteckten Ziele für 2013 übertroffen haben: Beim operativen Gewinn aus dem laufenden Geschäft kam der Dax-Konzern auf 7,9 Milliarden Euro. Angekündigt waren nach einem schwierigen Jahresstart aber lediglich 7,5 Milliarden Euro.

Ex-Chef der Hypo Real Estate sagt Auftritt vor Gericht ab

München (dpa) - Der frühere Chef der Hypo Real Estate, Georg Funke, will sich auch Jahre nach der Notrettung der Immobilienbank nicht in der deutschen Öffentlichkeit blicken lassen. Einen mit Spannung erwarteten Auftritt vor dem Oberlandesgericht München sagte der 58-Jährige kurzfristig ab. Funke habe sich entschieden, wegen der laufenden Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft nicht zu dem Prozess zu erscheinen, sagte sein Anwalt am Donnerstag. Dies habe Funke ihm in einem Gespräch am Mittwochabend mitgeteilt. Funke war nach dem HRE-Debakel von München nach Mallorca gezogen, wo er mit Ferienimmobilien handelte. Wo er derzeit lebt, ist unklar.

Betreiber: Bus- und Bahnfahren wird teurer

Berlin (dpa) - Die Fahrpreise für Busse und Bahnen steigen in diesem Jahr nach Betreiberangaben wieder überdurchschnittlich. »Meine Prognose ist, dass wir 2014 eine Fahrpreissteigerung zwischen 3 und 3,5 Prozent haben werden«, sagte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, Jürgen Fenske, am Donnerstag in Berlin. 2013 mussten Fahrgäste durchschnittlich 3,3 Prozent mehr bezahlen. Die Fahrpreise stiegen damit mehr als doppelt so stark wie die Verbraucherpreise insgesamt. Stärker zur Kasse bitten wollen die Betriebe auch Schwarzfahrer. Gefordert wird vom Bund eine Verordnung, von Fahrgästen ohne Fahrschein 60 statt 40 Euro verlangen zu dürfen.

Industrieaufträge sinken am Jahresende überraschend

Berlin (dpa) - Die deutsche Industrie hat Ende 2013 überraschend einen leichten Dämpfer beim Auftragseingang erhalten. Nach bereinigten Daten hätten die Industriefirmen im Dezember 0,5 Prozent weniger Aufträge gemeldet als im Vormonat, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Volkswirte hatten einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich gab es ein Plus von 6,0 Prozent, leicht schwächer als erwartet. Das Ministerium bleibt aber optimistisch: »Die im Trend zunehmende Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen setzt sich trotz des leichten Rückgangs im Dezember fort«, hieß es.

IG BAU will kräftige Lohnerhöhung

Frankfurt/Main (dpa) - Bei den im März anstehenden Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe sieht die IG BAU gute Voraussetzungen für kräftige Lohnerhöhungen. Die Forderung, die am 20. Februar aufgestellt werden soll, werde sicher nicht unter dem gegenwärtigen Forderungsniveau anderer Gewerkschaften von 5,5 Prozent liegen, kündigte Gewerkschaftschef Robert Feiger am Mittwochabend in Frankfurt an. Die Branche mit rund 755 000 Beschäftigten erwarte dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 3,5 Prozent. Angesichts der guten Auftragslage sei mit einem weiteren Beschäftigungsaufbau zu rechnen.

Lkw-Bauer Volvo streicht 4400 Jobs weltweit

Göteborg (dpa) - Der schwedische Lastwagenbauer Volvo baut mit 4400 Arbeitsplätzen mehr als doppelt so viele Stellen ab wie bislang bekannt. Das berichtete das Unternehmen am Donnerstag in Göteborg. Vor allem Büroangestellte und Berater müssten schon im Laufe dieses Jahres gehen, hieß es. Die Kündigungen beträfen nicht nur Schweden. Details gab der Lkw-Bauer aber noch nicht bekannt. Zuvor hatte Volvo im Zuge seines Sparprogramms gegen die Flaute auf den Lkw-Märkten den Wegfall von 2000 Stellen angekündigt. Weil die neue strengere Abgasnorm für schwere Brummis die Fahrzeuge teurer macht, hatten sich die Spediteure vor dem Jahreswechsel mit Lastwagen eingedeckt.

Deutsche Aktien fester - Dax reagiert auf Draghi-Kommentare

Frankfurt/Main (dpa) - Deutsche Standardaktien haben am Donnerstag nach Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi einen Großteil ihrer vorherigen Gewinne eingedampft. Zuletzt lag der Leitindex Dax 0,43 Prozent höher bei 9156 Punkten nach einem Tageshoch von 9234 Zählern. Der MDax gewann 0,77 Prozent auf 16 191 Punkte und der TecDax kletterte um 0,72 Prozent nach oben auf 1208 Punkte. Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,34 (Vortag: 1,31) Prozent. Der Euro fiel nach der EZB-Zinsentscheidung unter die Marke von 1,35 US-Dollar: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3495 (Mittwoch: 1,3543) Dollar fest.