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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Wowereit spricht Flughafenchef Mehdorn Vertrauen aus


Berlin (dpa) - Nach tagelangen Querelen am neuen Hauptstadtflughafen hat sich der Aufsichtsratschef vor den umstrittenen Geschäftsführer Hartmut Mehdorn gestellt. »Herr Mehdorn hat unser Vertrauen. Und er ackert mit allen Kräften, dass tatsächlich dieses Projekt zum Erfolg geführt wird«, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Freitag nach einem Krisentreffen in Berlin. Mehdorn bestätigte unterdessen Schätzungen, nach denen das Milliardenprojekt noch einmal deutlich teurer wird. »Wir stehen da heute bei 4,2 (Milliarden Euro), wir werden da etwas über 5 kommen«, sagte Mehdorn am Freitag der Hörfunkwelle HR-Info. Bislang hat Mehdorn aber keinen Kostenplan vorgelegt, weil auch der Eröffnungstermin noch offen ist.

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RWE droht Milliardenverlust für 2013

Essen (dpa) - Erstmals seit der Nachkriegszeit steht der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE vor schweren Verlusten. Nach Medienberichten hat der Versorger im vergangenen Jahr unterm Strich ein Minus von knapp drei Milliarden Euro verbucht. Grund seien hohe Wertberichtigungen auf die konventionellen RWE-Kraftwerke, die wegen des Booms der erneuerbaren Energien immer seltener am Netz sind. Mit seinen Gas- und Steinkohlekraftwerken verdient RWE kaum noch Geld oder schreibt sogar rote Zahlen. Kommenden Dienstag (4.3) stellt RWE die Bilanz vor. Die Berichte in »Spiegel« und »Handelsblatt« berufen sich auf Aufsichtsratskreise. Eine RWE-Sprecherin wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Bundesregierung klagt gegen EEG-Beihilfeverfahren der EU-Kommission

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung klagt gegen das Beihilfeverfahren der EU-Kommission wegen der milliardenschweren Ökostrom-Rabatte für die deutsche Industrie. Entsprechende Informationen des ARD-Hauptstadtstudios wurden am Freitag in Regierungskreisen in Berlin bestätigt. Wie es weiter hieß, strebt Berlin nach wie vor eine einvernehmliche Lösung mit der EU-Kommission an. Die Klage sei aber aufgrund auslaufender Fristen vorsorglich eingereicht worden und könne jederzeit wieder zurückgezogen werden. Mit dem Beihilfeverfahren prüft die EU, ob die Vergünstigungen beim Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) das Wettbewerbsrecht verletzen.

Arbeitslosigkeit in Euro-Ländern verharrt bei 12,0 Prozent

Luxemburg (dpa) - Die Arbeitslosigkeit in den Euroländern bleibt unverändert hoch. Im Januar 2014 waren 12,0 Prozent der Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Job. Damit ist die Quote seit Oktober 2013 unverändert, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg am Freitag mitteilte. Bis zum Jahresende gehörten zum Euroraum 17 Länder, seit der Einführung des Euro in Lettland sind es 18 Länder. Insgesamt 19,175 Millionen Männer und Frauen waren im Januar im Gebiet der Gemeinschaftswährung ohne Arbeit, in allen 28 EU-Staaten zusammen waren es 26,231 Millionen. Die höchsten Quoten meldeten wie üblich Griechenland (28,0 Prozent nach jüngsten Zahlen vom November) und Spanien (25,8 Prozent im Januar). An dritter Stelle lag Kroatien mit 18,8 Prozent.

Chinas Währung erlebt größten Kursverlust seit sieben Jahren

Peking (dpa) - Nach jahrelanger Aufwertung lässt Chinas Zentralbank den Wert des Yuan drastisch fallen. Am Freitag gab die chinesische Landeswährung zum amerikanischen Dollar zeitweise um 0,85 Prozent nach. Das war der größte Verlust im Tagesgeschäft seit sieben Jahren. Zuletzt erholte sich der Yuan wieder etwas. Er notierte mit 6,1498 Yuan je Dollar 0,35 Prozent schwächer als am Vortag. Mit der überraschenden Beschleunigung der seit zwei Wochen anhaltenden Yuan-Schwäche wolle die Notenbank die Spekulanten verschrecken, die auf weitere Aufwertung setzten, vermuten Experten. Der ständige Wertzuwachs hatte viel »heißes Geld« an den Kapitalkontrollen vorbei nach China fließen lassen. Das erschwert die Bemühungen der Zentralbank, die Risiken durch den aufgeblähten Immobilienmarkt, das starke Kreditwachstum und das unkontrollierte Schattenbankenwesen einzudämmen.

Bayer Bilanz mit goldenem Rand und wenig Kratzern

Leverkusen (dpa) - Glänzende Geschäfte in den Sparten Pharma und Agrarwirtschaft haben den Bayer-Konzern in seinem Jubiläumsjahr 2013 zu neuen Bestleistungen angetrieben. Unter dem Strich verdiente der Chemie- und Pharmariese 3,2 Milliarden Euro, ein Anstieg von über 32 Prozent, teilte das Unternehmen am Freitag bei der Bilanzvorlage in Leverkusen mit. Der Konzernumsatz erhöhte sich leicht und überschritt erstmals knapp die Schwelle von 40 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Vorstandschef Marijn Dekkers zuversichtlich.

Milliardenklage gegen Apple geht in die nächste Instanz

Mannheim (dpa) - Im Dauerstreit um Patente in der Mobilfunkbranche hat das Landgericht Mannheim am Freitag eine Milliardenklage gegen Apple abgewiesen. Zum gleichen Ergebnis kam eine weitere Kammer des Gerichts in einem ähnlichen Verfahren gegen den Handy-Hersteller HTC, bei dem noch kein Schadenersatz, sondern nur die Feststellung einer Patentverletzung gefordert war. Der unterlegene Patentverwerter IPCom kündigte umgehend Berufung gegen diese Urteile an. In dem Rechtsstreit geht es um ein Patent, das den Zugang zu Mobilfunknetzen steuert und Rettungskräften oder der Polizei bei Netzüberlastung eine Überholspur freihält.

Dax vor dem Wochenende kaum verändert

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich am Freitag kaum von der Stelle bewegt. Am frühen Nachmittag stand der deutsche Leitindex 0,02 Prozent höher bei 9590 Punkten. Nach dem Rücksetzer im Januar deutet sich für den Februar aber ein Plus von rund drei Prozent an. Der MDax fiel zum Wochenschluss um 0,14 Prozent auf 16 803 Punkte, während der TecDax um 1,14 Prozent auf 1276 Punkte stieg. Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,26 Prozent am Vortag auf 1,31 Prozent. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3813 (Donnerstag: 1,3656) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7240 (0,7323) Euro.