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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Rückschlag für Siemens im Übernahmepoker um Alstom


Paris (dpa) - Im Übernahmepoker um den französischen Industriekonzern Alstom ist eine Vorentscheidung gegen den deutschen Konkurrenten Siemens gefallen. Der Verwaltungsrat von Alstom empfahl den Aktionären am Mittwoch ein bindendes Angebot des Konkurrenten General Electric (GE). Das US-Unternehmen will für die Energietechnik-Sparte von Alstom 12,35 Milliarden Euro zahlen. Siemens hatte bislang nur ein Angebot angekündigt. Die Bahntechnik-Sparte mit dem Bau der weltbekannten TGV-Hochgeschwindigkeitszüge wäre vom Geschäft mit GE nicht betroffen.

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Arbeitslosigkeit sinkt durch Konjunkturschub auf 2,943 Millionen

Nürnberg (dpa) - Die anziehende Konjunktur ist im April dem Frühjahrsaufschwung zur Seite gesprungen und hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wieder unter die Marke von drei Millionen gedrückt. Die Erwerbslosigkeit ging überraschend kräftig um 111 000 auf 2,943 Millionen zurück - Experten hatten mit einer schwächeren Entwicklung gerechnet. Die Arbeitslosenquote nahm im Vergleich zum März um 0,3 Punkte auf 6,8 Prozent ab, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. «Grund hierfür sind vor allem die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen», erläuterte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Europäischer Gerichtshof: Einführung einer Börsensteuer ist rechtens

Luxemburg (dpa) - Die geplante Einführung einer Börsensteuer in elf EU-Staaten ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes rechtens. Nach Ansicht der Luxemburger Richter erlauben die EU-Verträge, dass zunächst einige der 28 EU-Staaten - darunter Deutschland - bei der gemeinsamen Finanztransaktionssteuer vorangehen. Das Gericht lehnte am Mittwoch eine Klage Großbritanniens gegen einen entsprechenden Beschluss des EU-Ministerrates vom Januar 2013 ab (Rechtssache C-209/13). Die Richter äußern sich dabei nicht zur konkreten Umsetzung und dem Inhalt der Steuer, sondern nur zu der Frage, ob der Beschluss des Rates zulässig war.

Sparprogramm und neue Modelle: Daimler trumpft zum Jahresstart auf

Stuttgart (dpa) - Ein strikter Sparkurs und neue Modelle haben dem Autobauer Daimler ein Jahr nach der Gewinnwarnung zu neuem Schwung verholfen. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg im ersten Quartal dieses Jahres um 95 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Unterm Strich stand gut eine Milliarde Euro Gewinn. Als Grund nannten die Schwaben einen besseren Modell-Mix und Effizienzsteigerungen. Der Umsatz stieg trotz negativer Währungseffekte um 13 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro. Vor einem Jahr war der operative Gewinn des Autobauers wegen der Absatzkrise in Europa und wegen Schwächen auf dem chinesischen Markt noch um mehr als die Hälfte eingebrochen.

Volkswagen muss bei Scania-Übernahme in die Verlängerung

Wolfsburg (dpa) - Europas größter Autobauer Volkswagen muss um die Pläne für eine Neuordnung seiner Nutzfahrzeug-Sparte bangen. Die dazu notwendige Komplettübernahme der schwedischen Lkw-Tochter Scania konnte der Konzern bislang nicht abschließen - er verlängerte die Frist für das Angebot deswegen am Mittwoch um drei Wochen bis zum Nachmittag des 16. Mai. Mehr Geld bietet VW aber nicht. Aktuell hätten die Wolfsburger Zugriff auf 88,25 Prozent der Scania-Papiere, teilten sie mit. Allerdings benötigt VW für die Übernahme mindestens 90 Prozent. Dann können die Wolfsburger die restlichen Aktionäre herausdrängen und Scania von der Börse nehmen. Finanzchef Hans Dieter Pötsch gab sich weiter zuversichtlich, dass dies noch gelingt.

IWF: Russland vor Rezession - Entscheidung über Ukraine-Hilfen

Washington (dpa) - Nach westlichen Sanktionen gegen Moskau wegen der Ukraine-Krise hat der Internationale Währungsfonds (IWF) der russischen Wirtschaft eine düstere Prognose ausgestellt. Es bestehe eine akute Rezessionsgefahr, warnte der IWF am Mittwoch in Washington. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im größten Land der Erde werde in diesem Jahr nur um 0,2 Prozent wachsen - statt der bisher veranschlagten 1,3 Prozent. Zudem rechnen die Experten mit einer massiven Kapitalflucht von rund 100 Milliarden US-Dollar (72,3 Milliarden Euro). Eine IWF-Mission hatte sich seit dem 15. April in Russland aufgehalten. Die Führung in Moskau kämpft mit Konjunkturproblemen, einem Wertverfall des Rubel und einem immer schlechteren Investitionsklima.

US-Wirtschaft erlebt überraschende Flaute

Washington (dpa) - Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal fast überhaupt nicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte laut einer ersten Schätzung zwischen Januar und März lediglich um 0,1 Prozent zu, teilte das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mit. Im Schlussquartal 2013 hatte das Plus noch 2,6 Prozent betragen. Experten hatten diesmal im Schnitt mit einer Zunahme von mehr als einem Prozent gerechnet. Viele von ihnen machen das harte Winterwetter in den USA für die überraschende Flaute verantwortlich.

Spanische Wirtschaft wächst rascher als erwartet - Neue Prognose

Madrid (dpa) - Die spanische Wirtschaft entwickelt sich günstiger als erwartet. Die Madrider Regierung erwartet für dieses Jahr ein Wachstum von 1,2 und für 2015 von 1,8 Prozent. In ihrer vorigen Prognose hatte sie die Wachstumsraten noch auf 0,7 und 1,2 Prozent beziffert. In einem makroökonomischen Rahmenplan, den das Kabinett von Ministerpräsident Mariano Rajoy am Mittwoch verabschiedete, korrigierte Madrid die Prognosen nach oben. «Die neuen Schätzungen sind sehr konservativ», sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos.

Dax nach zwei Gewinntagen wenig verändert

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat nach zwei Gewinntagen in Folge am Mittwoch erst einmal durchgeatmet. Der deutsche Leitindex trat bei 9584 Punkten nahezu auf der Stelle. An den ersten beiden Wochentagen hatte das Börsenbarometer noch um insgesamt knapp zwei Prozent zugelegt. Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,29 Prozent am Vortag auf 1,28 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 134,91 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3850 (Dienstag: 1,3826) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7220 (0,7233) Euro.