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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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EADS lockt Regierungen mit Vetorecht nach Mega-Fusion


Brüssel/Berlin (dpa) - Das Ringen um die Macht beim künftigen Rüstungsriesen geht weiter: Im Fall einer Fusion mit BAE Systems will der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern EADS laut einem Zeitungsbericht den betroffenen Regierungen Vetorechte einräumen. Kein Aktionär, ob privat oder staatlich, dürfe mehr als 15 Prozent der Anteile an dem neuen Konzern halten, berichtet die «Financial Times Deutschland» (Montag) unter Berufung auf Branchenkreise. Falls zum Beispiel eine Übernahme droht, sollen die Regierungen von Deutschland, Frankreich und Großbritannien Einspruch einlegen können. Ein solches Sonderrecht wird im Fachjargon als «Goldene Aktie» bezeichnet.

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IW-Prognose: Schuldenkrise bremst deutsche Wirtschaft auch 2013

Berlin (dpa) - Die europäische Schuldenkrise wird nach einer Expertenprognose das Wachstum in Deutschland bis ins nächste Jahr hinein deutlich bremsen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnet für 2013 mit einem Plus von 0,7 Prozent nach 1,0 Prozent in diesem Jahr. Dabei werde angenommen, dass die Politik die Krise letztlich in den Griff bekomme und die Weltwirtschaft nicht abstürze, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin. Er geht von einem stabilen Arbeitsmarkt in Deutschland aus. Das heiße aber auch, dass die Arbeitslosigkeit von 6,5 Prozent nicht weiter sinken werde.

Verdi bangt um 20 000 Jobs bei Energieunternehmen

Düsseldorf (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi befürchtet in den nächsten Jahren den Abbau von 20 000 Jobs in der deutschen Energiewirtschaft. Die großen Stromkonzerne planten Ausgründungen etwa nach Rumänien und die Absenkung des Tarifniveaus um 30 bis 40 Prozent, sagte das Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott am Montag in Düsseldorf. «Wir fürchten, dass die personellen Qualifikationen, die für die Energiewende nötig sind, jetzt verloren gehen», sagte Verdi- Energieexperte Reinhard Klopfleisch. Nötig sei ganz im Gegenteil eine Qualifikationsoffensive. Die Beschäftigten müssten für die künftigen dezentralen Kraftwerke geschult werden und sich zusätzliche IT-Kenntnisse für die Steuerung intelligenter Netze aneignen.

Obama ruft wegen Chinas Autoexport-Subventionen die WTO an

Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama knöpft sich China wegen angeblich illegaler Subventionierung von Autoexporten vor. Er legte am Montag offiziell Beschwerde bei der Welthandelsorganisation WTO ein - passend während einer Wahlkampftour des Präsidenten in Ohio - einer Auto-Hochburg in den USA. Chinesische Autos sind zwar in den USA bisher äußerst rar. Aber das Land hat seine Exporte von Autoteilen in den vergangenen Jahren stark vorangetrieben. Allein zwischen 2009 und 2011 habe China die Ausfuhr von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen illegal mit einer Milliarde Dollar (etwa 763 Mio Euro) subventioniert, zitierte der Sender CNN aus der WTO-Beschwerde.

Ansturm auf iPhone 5: Apple erhält zwei Millionen Vorbestellungen

Cupertino (dpa) - Das gerade vorgestellte iPhone 5 bricht schon jetzt alle Rekorde: In den ersten 24 Stunden gingen mehr als zwei Millionen Vorbestellungen ein. Das sind mehr als doppelt so viele wie für den bisherigen Rekordhalter und direkten Vorgänger iPhone 4S. Die Nachfrage sei höher als die derzeitigen Lagerbestände, teilte Apple am Montag in Cupertino mit. Zwar bekäme die Mehrheit der Kunden ihr iPhone 5 pünktlich zum Verkaufsstart am 21. September, doch viele müssten sich bis zum Oktober gedulden. «Die Reaktion der Kunden auf das iPhone 5 ist phänomenal», sagte Marketingchef Philip Schiller.

SAP-Finanzvorstand: Übernahmen vor allem in stark wachsenden Sparten

Walldorf (dpa) - Der Softwarehersteller SAP will vor allem in Wachstumsfeldern weiter zukaufen. Die nächsten großen Übernahmen dürften nach den Worten von SAP-Finanzvorstand Werner Brandt wieder in den Wachstumsfeldern Cloud, mobile Geräte sowie Datenbanken und Technik erfolgen, wie er der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX sagte. In den Kerngeschäftsfeldern könnte SAP kleinere Übernahmen tätigen, um beispielsweise einzelne Industriesektoren abzudecken. Allerdings ist nach Experten-Einschätzung nicht allzu schnell mit neuen Zukäufen im großen Stil zu rechnen. Ausgehend vom bisherigen Übernahmetempo der Walldorfer sei eine Verschnaufpause zu erwarten.

Ikea-Gründer Kamprad lässt Rückzug mit 86 dementieren

Stockholm (dpa) - Schnell und energisch hat Ikea-Gründer und Mehrheitseigner Ingvar Kamprad Äußerungen über seinen endgültigen Rückzug aufs Altenteil mit 86 dementieren lassen. Die schwedische Ikea-Sprecherin Ylva Magnusson sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Helsingborg, Kamprad sei nach wie vor als «Senior-Berater» an wichtigen Entscheidungsprozessen beteiligt. Sie widersprach damit einer Äußerung des Aufsichtsratsvorsitzenden Göran Grosskopf von der Ikea- Mutter- und Franchisegesellschaft Ingka Holding in der Zeitung «Expressen». In der Montags-Ausgabe erklärte er: «Ingvar wird nicht mehr länger mit seinen Meinungen, Ratschlägen und all dem anderen wie früher beitragen.» Auch Kamprads persönlicher Sprecher Per Heggenes bestätigte dem Blatt die Übergabe der Gesamtverantwortung an Kamprads drei Söhne Peter (48), Jonas (46) und Mathias (43).

Schwacher Sommer für deutsches Gastgewerbe

Wiesbaden (dpa) - Nach einem schwachen Sommergeschäft hofft das deutsche Gastgewerbe auf einen starken Herbst. Im Juli setzten Gaststätten und Hotels in Deutschland zum vierten Mal in Folge unter dem Strich weniger um als im entsprechenden Vorjahresmonat. Preisbereinigt sanken die Umsätze um 2,4 Prozent nach minus 0,6 Prozent im Juni, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nominal verzeichnete das Gastgewerbe kalender- und saisonbereinigt im Juli ein Minus von 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Juni stieg der Umsatz im Gastgewerbe real um 0,2 Prozent, nominal sank er um 0,1 Prozent. Sowohl die Hoteliers als auch die Gastronomen machten im Juli weniger Geschäft als im Vorjahr.

Dax mit Gewinnmitnahmen nach 14-Monats-Hoch

Frankfurt/Main (dpa) - Nach zwei starken Wochen mit einem Anstieg auf den höchsten Stand seit Juli vergangenen Jahres hat der Dax am Montag leichte Gewinnmitnahmen verzeichnet. Bis zum Nachmittag setzte der deutsche Leitindex um 0,28 Prozent zurück auf 7392 Punkte, nachdem er allein seit Monatsbeginn um fast sieben Prozent geklettert war. Der MDax mittelgroßer Werte sank um 0,77 Prozent auf 11 151 Punkte. Der TecDax rückte indes 0,03 Prozent auf 814 Punkte vor. Der Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3086 (Freitag: 1,3095) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7642 (0,7637) Euro.