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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Sparkassen sehen sich im Streit um die Farbe Rot gestärkt


Luxemburg (dpa) – Im jahrelangen Streit um die Farbe Rot als Marke sehen sich die deutschen Sparkassen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) gestärkt. Das Gericht bestätigte am Donnerstag in Luxemburg, dass ein Unternehmen sich eine konturlose Farbe grundsätzlich als Marke schützen lassen kann. Die Sparkassen müssen demnach belegen, dass eine große Mehrheit der Verbraucher den verwendeten Farbton »Verkehrsrot« im Finanzbereich als Kennzeichen der Sparkassen verstehe - auch wenn er ohne das klassische Sparkassen-S erscheine. Die Sparkassen verwenden das Signalrot mit der Bezeichnung HKS 13 seit 1972 als einheitliche Geschäftsfarbe. Dagegen wandte sich der Konkurrent, die spanische Bank Santander, die ein fast identisches Rot (HKS 14) nutzt.

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Fed hält an historischem Niedrigzins fest - Keine Wende vor 2015

Washington (dpa) - Die US-Notenbank Fed sieht derzeit keine Zinswende vor Beginn des Jahres 2015. Der historisch niedrige Leitzins werde noch »für längere Zeit« unverändert zwischen null und 0,25 Prozent bleiben, teilte die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit. Die Vorsitzende Janet Yellen stellte klar, dass es für den Zeitpunkt möglicher Zinserhöhungen »keine mechanische Formel« gebe. Grund für die lockere Geldpolitik sei vor allem die anhaltend erhöhte Arbeitslosigkeit in den USA. Befeuert von der Hoffnung auf eine anhaltende Geldschwemme zogen die Aktienkurse weltweit weiter an.

Langsames Internet und Zensur bremsen deutsche Wirtschaft in China

Peking (dpa) - Das langsame Internet und die Zensur in China entwickeln sich zu einer wachsenden Hürde für die Geschäfte deutscher Unternehmen im Reich der Mitte. In einer Umfrage der deutschen Handelskammer nahmen die Klagen über schlechten Onlinezugang im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Punkte auf den Rekordwert von 59 Prozent zu. Das Geschäftsklima insgesamt wurde »zurückhaltend positiv« beschrieben. Nach den Ergebnissen, die am Donnerstag in Peking vorgelegt wurden, zeigt sich aber leichte Investitionszurückhaltung. Die marktwirtschaftlichen Reformbeschlüsse von Ende vergangenen Jahres werden zwar begrüßt, doch gibt es angesichts einer schleppenden Umsetzung noch eine »abwartende Haltung«.

Schäuble sieht gefährliche Entwicklungen auf Immobilienmarkt

Berlin (dpa) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht die Lage auf dem Immobilienmarkt angesichts von Mini-Zinsen und hohen Preisen mit zunehmender Sorge. Im Immobiliensektor gebe es Anzeichen für Preisentwicklungen, »die gefährlich sind«, sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin nach einem Gespräch mit US-Finanzminister Jacob Lew. Die Warnungen der Bundesbank nehme er sehr ernst. Die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) hätten einen Zeitgewinn gebracht, seien aber kein dauerhafter Ersatz für notwendige Strukturreformen. Europas Politiker müssten nun diesen Spielraum nutzen, den die Geldpolitik geschaffen habe.

Amazon steigt in Smartphone-Markt ein

Seattle (dpa) - Der weltgrößte Online-Händler Amazon steigt ins Smartphone-Geschäft ein. Konzernchef Jeff Bezos präsentierte am Mittwoch das Computer-Telefon mit dem Namen »Fire Phone«. Amazon will sich mit innovativen Funktionen und direktem Zugriff auf seine Dienste von der Konkurrenz abheben. Das Smartphone mit einem 4,7 Zoll großen Bildschirm und einer 13-Megapixel-Kamera kommt Ende Juli zunächst nur in den USA auf den Markt. Amazon äußert sich nicht zu einem möglichen Start in Deutschland. Im harten Wettbewerb mit etablierten Rivalen wie Apple und Samsung will Amazon mit dem Angebot an Diensten punkten.

Dax über 10 000 Punkte - nahe am Rekordhoch

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag die Marke von 10 000 Punkten zurückerobert. Im wegen Fronleichnam insgesamt dünnen Handel stieg der deutsche Leitindex bis zum Nachmittag um 0,91 Prozent auf 10 021 Punkte. Zeitweise war er nur rund zehn Punkte von seinem Rekordhoch bei 10 033 Punkten vom 10. Juni entfernt. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3620 (Mittwoch: 1,3563) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7342 (0,7373) Euro.