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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Haushaltspolitiker wollen von BER-Chef Mehdorn endlich Zahlen sehen


Berlin/Schönefeld (dpa) - Führende Haushaltspolitiker im Bundestag drängen den Chef des Hauptstadtflughafens, Hartmut Mehdorn, endlich detaillierte Unterlagen zu dem Projekt vorzulegen. «Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen», sagte die SPD-Haushaltspolitikerin Bettina Hagedorn «Handelsblatt Online». Der Grünen-Haushälter Sven-Christian Kindler sagte, es sei völlig untragbar, dass Mehdorn noch keinen Bau- und Finanzplan vorgelegt habe, wie ihn der Ausschuss im Mai angefordert hatte. Mehdorn fordert zu den bislang bewilligten 4,3 Milliarden Euro zusätzlich 1,1 Milliarden Euro, um den Flughafen fertig zu bauen. In Schönefeld trat am Donnerstag der Finanzausschuss des Aufsichtsrats zusammen, um darüber zu beraten.

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Ifo Institut erhöht Wachstumsprognose

München (dpa) - Der deutsche Konjunkturmotor läuft weiter rund. Die Wirtschaft wird nach Einschätzung des Ifo Instituts in diesem Jahr noch ein bisschen stärker wachsen als bisher angenommen. Die Münchner Wirtschaftsforscher erhöhten ihre Konjunkturprognose von 1,9 auf 2 Prozent Wachstum. «Der Aufschwung ist robust und verstärkt sich», sagte Kojunkturexperte Timo Wollmershäuser am Donnerstag. Das werde die Arbeitslosigkeit weiter drücken, die Einkommen erhöhen und auch dem Staat zusätzliche Einnahmen verschaffen. Zuvor hatten bereits andere Institute ihre Vorhersage nach oben korrigiert und sind damit noch zuversichtlicher als bereits im April. Damals hatten die vier für die Gemeinschaftsdiagnose zuständigen Einrichtungen ein Wachstum von 1,9 Prozent für dieses Jahr vorhergesagt.

Google beginnt mit Löschung von Suchergebnissen

Berlin (dpa) - Google hat mit der Löschung von Links aus seinen Suchergebnissen begonnen. Damit setzt der Internetriese ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) um. «In dieser Woche beginnen wir mit der Entfernung von Suchergebnissen auf Grundlage der eingegangenen Anträge», erklärte ein Sprecher am Donnerstag und bestätigte einen Bericht der «Wirtschaftswoche». Nach dem Urteil gingen Zehntausende Löschanträge bei Google ein. Bei der Suche nach Personen wird jetzt ein Hinweis unter den Suchergebnissen angezeigt. «Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzgesetzes entfernt», steht dort.

Primark in der Kritik - Hilferufe von Arbeitern in Kleidung eingenäht

London (dpa) - Die britische Billigmode-Kette Primark ist erneut wegen der Arbeitsbedingungen bei der Herstellung ihrer Produkte in die Kritik geraten. Eine Primark-Kundin aus Belfast in Nordirland hatte einem BBC-Bericht zufolge erklärt, in einer bei der Kette gekauften Hose sei ein Zettel eingenäht gewesen, versehen mit der in asiatischen Schriftzeichen verfassten Klage einer Arbeitskraft. In der Notiz macht der Schreiber geltend, er und seine Kollegen müssten «wie Ochsen» arbeiten. Das Essen, das ihnen zur Verfügung gestellt werde, wäre für Tiere ungenießbar. Darüber stehen in lateinischer Schrift die Worte «SOS! SOS! SOS!». Die Nachricht war in den Gefangenenausweis eines chinesischen Gefängnisses eingelegt.

Rossmann nimmt 2014 Kurs auf gut 7,2 Milliarden Euro Umsatz

Burgwedel (dpa) - Die Drogeriemarktkette Rossmann steuert in diesem Jahr auf einen Rekordumsatz über der Sieben-Milliarden-Euro-Marke zu. «Im Konzern erwarten wir gut 7,2 Milliarden Euro Umsatz», sagte Unternehmenschef Dirk Roßmann der Nachrichtenagentur dpa. Der nach dm zweitgrößte deutsche Drogeriekonzern hatte im Frühling acht Prozent Wachstum in Aussicht gestellt und erklärt, im laufenden Jahr die Sieben-Milliarden-Hürde nehmen zu wollen. 2013 waren 6,64 Milliarden Euro an Erlösen zusammengekommen - eine Steigerung um 11,6 Prozent. Der nun anvisierte Zuwachs wäre das erste einstellige Plus, nachdem die Verbesserungsraten zuvor 16 Jahre am Stück zweistellig ausfielen. «Man sollte die acht Prozent Zuwachs nicht schlecht reden. Tatsache ist jedoch, dass der Wettbewerb härter wird», sagte Roßmann.

Bahn: Keine Gefahr durch marode Schienen

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn wehrt sich gegen den Vorwurf, das Schienennetz auf Kosten der Sicherheit zu vernachlässigen. Diese Darstellung in einem Fernsehbeitrag des Südwestrundfunks (SWR) sei unverantwortliche Panikmache, sagte der Vorstandschef der Bahntochter DB Netz, Frank Sennhenn, am Donnerstag. «Weder wird das Schienennetz vernachlässigt, noch an der Sicherheit gespart.» Der Sender hatte berichtet, das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) als Aufsichtsbehörde habe in den Jahren 2012 und 2013 zusammen rund 100 «schwerwiegende Verletzungen von Sicherheitsanforderungen» durch die Bahn aufgedeckt. Auf einer Strecke bei Karlsruhe, die auch von ICE mit bis zu Tempo 200 befahren werde, habe das EBA im vergangenen Jahr die «potenzielle Gefahr» einer Zugentgleisung festgestellt.

Argentinien bleibt im Streit mit Gläubigern über Altschulden hart

New York/Buenos Aires (dpa) - Auch wenige Tage vor der drohenden Staatspleite bleibt Argentinien im Streit mit Gläubigern über alte Milliardenschulden hart. Man wolle nur darüber verhandeln, wenn bereits vereinbarte Rückzahlungen nicht berührt werden, bekräftigte Wirtschaftsminister Axel Kicillof am Mittwochabend (Ortszeit) in New York. Seine Regierung habe von der US-Justiz «gerechte und ausgewogene» Bedingungen für Verhandlungen mit den klagenden Hedgefonds verlangt. Argentinien streitet mit Investoren um Altschulden aus der Staatspleite von 2001. Eine Gruppe von Gläubigern, angeführt vom New Yorker Hedgefonds NML Capital aus dem Elliott-Imperium des US-Milliardärs Paul Singer, hatte den Schuldenschnitt aus den Jahren 2005 und 2010 nicht mitgemacht.

Vorstand der Hypo Real Estate macht einen Bogen ums Gericht

München (dpa) - Der Vorstand der verstaatlichen Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat sich einen unangenehmen Termin vor dem Oberlandesgericht München erspart. In einem Musterprozess um milliardenschwere Schadenersatzforderungen ehemaliger Aktionäre ließ sich die Führungsspitze am Donnerstag von einem Anwalt vertreten. Ursprünglich hatte der Vorsitzende Richter Guido Kotschy nach einem Streit um fehlende Unterlegen im Prozess das persönliche Erscheinen der Chefin Manuela Better angeordnet. Sie war aber vor wenigen Wochen nach einem Zerwürfnis mit dem Bund zurückgetreten. Auch der amtierende Finanzvorstand Andreas Arndt ließ sich entschuldigen, so dass keiner der Vorstände zum Prozess erschien.

Standardwerte im deutschen Aktienhandel kaum bewegt

Frankfurt/Main (dpa) - Der wichtigsten deutschen Aktienindizes haben sich am Donnerstag weiterhin kaum bewegt. Der Leitindex Dax verharrte prozentual kaum verändert bei 9868 Punkten, der MDax mittelgroßer Werte stieg um 0,05 Prozent auf 16 719 Zähler. Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,02 (Vortag: 1,06) Prozent. Der Eurokurs fiel leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3606 (1,3615) US-Dollar fest.