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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Mehdorn muss Milliarden-Forderung gegen Vorbehalte verteidigen


Schönefeld (dpa) - Im Debakel um den neuen Hauptstadtflughafen ist kein Ende abzusehen. Der Aufsichtsrat des neuen Hauptstadtflughafens beriet am Montag ab dem Vormittag über eine weitere Finanzspritze für das stockende Projekt. Der Bund, Berlin und Brandenburg hatten vor zwei Jahren 1,2 Milliarden Euro nachgeschossen. Jetzt sind nach Angaben von Flughafenchef Hartmut Mehdorn weitere 1,1 Milliarden Euro nötig. Das würde die Kosten für den drittgrößten deutschen Flughafen auf 5,4 Milliarden Euro erhöhen. Mehdorn braucht darüber hinaus Geld, um die Abfertigungskapazitäten nochmals zu erweitern. Vor allem die in Brandenburg mitregierende Linkspartei sträubt sich aber noch.

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Telefon und Internet: Schuldenfalle für junge Deutsche

Wiesbaden (dpa) - Junge Menschen in Deutschland verschulden sich überdurchschnittlich oft bei ihren Telefon- und Internetanbietern. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, stehen unter 25-Jährige, die 2013 von Schuldnerberatungsstellen beraten wurden, mit durchschnittlich 1350 Euro bei Telekommunikationsanbietern in der Kreide. Das waren 18 Prozent ihrer gesamten Schulden.

ADAC verliert wegen Krise rund 320 000 Mitglieder

München (dpa) - Der ADAC will mit umfassenden Umbauten und Reformen aus seiner tiefen Krise kommen und zerstörtes Vertrauen zurückgewinnen. «Wir wollen und werden jene Schwächen und Defizite beheben, die sich bei uns in den vergangenen Jahren eingeschlichen haben», sagte Interimspräsident August Markl am Montag in München bei der Vorstellung der Bilanz für 2013. Erstmals seit vielen Jahren verlor der ADAC wegen der Krise auch unter dem Strich Mitglieder. Rund 320 000 Menschen kehrten dem Club seit Jahresbeginn den Rücken, jedoch kamen auch neue Mitglieder dazu. Unterm Strich verzeichnete der ADAC rund 15 000 Mitglieder weniger als noch im Dezember 2013.

Handy-Nutzung im Ausland wird billiger

Brüssel (dpa) - Pünktlich zur Urlaubszeit wird das Telefonieren und Internetsurfen mit dem Handy im Ausland erneut billiger. Auf Druck der EU müssen Europas Mobilfunkanbieter ihre entsprechenden Tarife senken. Von diesem Dienstag an dürfen im EU-Ausland eigene Telefonate nicht mehr als 19 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer kosten - bislang waren es 24 Cent. Deutsche Verbraucher zahlen inklusive Steuer maximal 22,6 Cent pro Minute. Eine SMS-Nachricht schlägt für deutsche Kunden einschließlich Mehrwertsteuer mit höchstens 7,1 statt bisher 9,5 Cent zu Buche. Am stärksten sinken die Preise für das Herunterladen von Daten und das Surfen im Internet. Deutsche Anbieter dürfen nur noch maximal 23,8 statt 53,5 Cent pro Megabyte berechnen.

Gerüchte beunruhigen bulgarische Sparer - Sofia stützt Banken

Sofia/Brüssel (dpa) - Nach Gerüchten über drohende Bankpleiten stützt Bulgarien sein Bankensystem vorsorglich mit einem milliardenschweren Notkredit. Die EU-Kommission erlaubte Sofia am Montag, den Banken mit einer Finanzspritze von 3,3 Milliarden Lew (1,6 Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen. Diese Maßnahme sei «angemessen und erforderlich, um unter den besonderen Umständen genügend Liquidität für den Bankensektor zu gewährleisten», teilte die EU-Behörde am Montag in Brüssel mit. Bulgarien habe dies beantragt, nachdem «mutmaßliche Kriminelle» in der vorigen Woche mit gezielten Gerüchten um angebliche Schieflagen für Unruhe unter Sparern gesorgt hatten.

Banken-Sorgen kosten Dax Großteil seiner Gewinne

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag wegen Sorgen über den Bankensektor seine anfänglichen Gewinne großteils abgegeben. Zuletzt stand für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,25 Prozent auf 9840 Punkte zu Buche. Noch am Morgen hatten gute Vorgaben aus Übersee und Fortschritte der irakischen Armee gegen die fundamentalistischen Isis-Milizen gestützt. Für die erste Jahreshälfte steuert der Dax auf ein Plus von rund drei Prozent zu. Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,02 Prozent am Freitag auf 1,01 Prozent. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3658 (Freitag: 1,3620) US-Dollar fest.