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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Schwacher Ausklang des Frühjahrsaufschwungs am Arbeitsmarkt


Nürnberg (dpa) - Der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt ist im Juni mit einem unerwartet schwachen Rückgang der Erwerbslosigkeit ausgeklungen. Die Zahl der Jobsucher nahm um 49 000 auf 2,833 Millionen ab, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent. Grund für die schwächere Entwicklung war vor allem der milde Winter, in dem etwa auf dem Bau wesentlich weniger Menschen entlassen worden waren als üblich. «Entsprechend kann auch der Rückgang nur geringer ausfallen», wie BA-Chef Frank-Jürgen Weise erläuterte.

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USA brummen französischer Bank BNP Paribas Rekordstrafe auf

Washington/Paris (dpa) - Geschäfte mit dem Iran, Kuba und dem Sudan kommen die größte französische Bank BNP Paribas teuer zu stehen. Die US-Behörden haben dem Finanzkonzern Geldstrafen über insgesamt annähernd 9 Milliarden Dollar (6,6 Mrd Euro) aufgebrummt, weil sie amerikanische Handelssanktionen in eklatanter Weise verletzt sehen. Die Bank behält jedoch ihre US-Lizenz und muss ihre Geschäfte nur teilweise einschränken. Es ist die höchste Strafzahlung, die jemals gegen ein ausländisches Kreditinstitut in den USA verhängt wurde. «Das sollte ein starkes Signal an alle Institutionen senden, die Geschäft in den USA machen: Illegales Verhalten wird nicht geduldet», erklärte Justizminister Eric Holder am Montag in Washington.

China und Schweiz bauen Zölle ab - Freihandelsabkommen in Kraft

Basel (dpa) - China und die Schweiz haben am Dienstag ihr 2013 unterzeichnetes Freihandelsabkommen in Kraft gesetzt. Damit fallen Zölle für die meisten chinesischen Exporte in die Alpenrepublik weg. Zugleich beginnt China mit dem stufenweisen Abbau von Zöllen auf Schweizer Produkte. Die Schweiz ist nach Island das zweite Land in Europa, das die Wirtschaftsbeziehungen mit China durch ein Freihandelsabkommen weitgehend liberalisiert. Dies werde «einen erheblichen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz leisten», erklärte die Regierung in Bern.

Schwaches Auslandsgeschäft: Auftragsflaute im Maschinenbau hält an

Frankfurt/Main (dpa) - Das schwache Auslandsgeschäft verhagelt den deutschen Maschinenbauern den ersehnten Aufschwung. Besonders in Schwellenländern wie Russland oder Brasilien bestellen die Kunden weniger Maschinen und Anlagen «Made in Germany». Insgesamt gingen bei den Unternehmen der Schlüsselindustrie im Mai real zwei Prozent weniger Aufträge ein als vor einem Jahr, wie der Branchenverband VDMA am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zwar zogen die Bestellungen aus dem Inland mit plus fünf Prozent erneut an. Weniger erfreulich verlief das Auslandsgeschäft, das das Vorjahresniveau um vier Prozent verfehlte.

Niebel heuert bei Rheinmetall an

Düsseldorf (dpa) - Der frühere Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dirk Niebel, geht zum Rüstungskonzern Rheinmetall. Ab dem kommenden Jahr werde er den Konzernvorstand in allen Fragen und Aufgaben der internationalen Strategieentwicklung beraten, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit. Darüber hinaus soll der 51-Jährige das oberste Führungsgremium beim Aufbau der globalen Regierungsbeziehungen unterstützen. Rheinmetall beschäftigt weltweit 23 000 Menschen und erzielte zuletzt einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro in den Sparten Automobiltechnik und Rüstung.

Neuer Betriebskostenspiegel: «Zweite Miete» belastet Mieter stark

Berlin (dpa) - Heizen und warmes Wasser machen fast zwei Drittel der Betriebskostenabrechnung vieler Mieter aus. Das geht aus dem neuen Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds hervor. Unterm Strich müssen Mieter demnach im Schnitt 2,20 Euro pro Quadratmeter im Monat an Betriebskosten zahlen. Davon machen 1,16 Euro die Heizkosten aus und 0,27 Euro entfallen auf Warmwasser. Rechnet man alle denkbaren Betriebskosten wie etwa Gartenpflege oder Kabelfernsehen zusammen, kommt der Mieterbund auf einen Wert von 3,19 Euro pro Quadratmeter im Monat. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung wäre dies eine «zweite Miete» von 3062,40 Euro im Jahr.

Bilfinger plant Einschnitte im Kraftwerksbau - Gewinnziel gekappt

Mannheim (dpa) - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger will das Geschäft mit dem Kraftwerksbau straffen und plant dazu auch Stellenstreichungen. Besonders stark sei die Fertigung von Hochdruckrohrleitungen von den Folgen der Energiewende betroffen, sagte Vorstandschef Roland Koch am Dienstag. Bilfinger wolle die Produktionskapazitäten in dem Bereich halbieren. «Dies hat auch Stellenstreichungen zur Folge», fügte Koch hinzu. Wie viele Arbeitsplätze von den 1100 Jobs gestrichen werden sollen, könne er aber noch nicht sagen. An der Börse reagierten Bilfinger-Aktien mit einem Kursrutsch von 16,2 Prozent, nachdem der Konzern am Montagabend seine Ziele für 2014 gekappt hatte.

Deutsche Aktien überwiegend freundlich - Kursrutsch bei Bilfinger

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag überwiegend freundlich entwickelt. Am Nachmittag notierte der Dax 0,30 Prozent höher bei 9863 Punkten - damit setzte der Leitindex seine jüngste Stabilisierung fort. Für den TecDax ging es um 0,79 Prozent auf 1319 Punkte hoch. Dagegen wurde der MDax durch einen Kurseinbruch bei Bilfinger belastet und verlor 0,67 Prozent auf 16 703 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,57 Prozent zu. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3688 (Montag: 1,3658) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7306 (0,7322) Euro.