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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Gericht: Vorerst keine Schadenersatz-Ansprüche gegen Porsche


Braunschweig/Stuttgart (dpa) - Nach langem juristischen Tauziehen hat Porsche vor dem Braunschweiger Landgericht einen wichtigen Etappensieg errungen. In zwei von insgesamt fünf Fällen wurde die Dachgesellschaft des Sportwagenbauers am Mittwoch vom Vorwurf der Marktmanipulation im Übernahmekampf mit Volkswagen vor vier Jahren entlastet. Die entsprechenden Klagen wies die zuständige 5. Zivilkammer ab, wie der Vorsitzende Richter Stefan Puhle sagte. Die Aktien der Porsche-Holding PSE verbuchten kräftige Kursgewinne. Ein Privatinvestor und eine Schweizer Fondsgesellschaft hatten von der PSE und der Frankfurter Maple-Bank Schadenersatz in Höhe von 4,7 Millionen Euro verlangt.

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ADAC: Spritpreis gibt deutlich nach

München (dpa) - Der Benzinpreis hat nach den Rekordständen der vergangenen Wochen wieder nachgegeben. Im bundesweiten Durchschnitt müssen Autofahrer nach dem Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg laut ADAC für einen Liter Super E10 derzeit 1,666 Euro bezahlen, 3,5 Cent weniger als noch vor einer Woche, wie der Autoclub am Mittwoch in München mitteilte. In einzelnen Städten pendelt der Spritpreis aber weiter um die bisherige Höchstmarke von 1,70 Euro je Liter. Diesel wurde binnen Wochenfrist um einen Cent billiger und kostet derzeit 1,524 Euro je Liter. Die Spritpreise schwanken je nach Region und Tag teilweise deutlich und können an einzelnen Stationen erheblich vom Durchschnittspreis abweichen.

Bosch-Kfz-Chef Bohr: Aussicht für 2013 nur verhalten optimistisch

Hannover (dpa) - Der weltgrößte Autozulieferer Bosch stellt sich in seinem Kerngeschäft mit der Kfz-Industrie auf eine längere Durststrecke ein. »Wir sehen ganz generell wenig Impulse - und zwar weder aus den Wachstums- noch aus den etablierten Märkten«, sagte der Chef der Konzernsparte, Bernd Bohr, der Nachrichtenagentur dpa am Rande der Weltleitmesse IAA in Hannover. Dort hatte Bosch am Dienstag bekanntgegeben, 2012 im Bereich Kraftfahrzeugtechnik ein Umsatzplus von knapp 4 Prozent zu erwarten - nach 8,2 Prozent Zuwachs aus 2011. Ein Auslöser für die deutlich kleineren Schritte ist der wichtige Zukunftsmarkt China, wo Bosch im Nutzfahrzeuggeschäft klare Einbußen verkraften musste.

Siemens streicht hunderte Jobs in den USA

New York/München (dpa) - Siemens streicht angesichts ausbleibender Windkraftaufträge nun auch in den USA hunderte Jobs. Wie der Konzern mitteilte, verlieren etwa 615 Mitarbeiter ihre Stelle. Hintergrund seien die drohenden auslaufenden Steuervergünstigungen für die Windkraft in den USA sowie der Trend zu Gaskraftwerken wegen der günstigen Gaspreise. Vor kurzem erst hatte der Elektroriese angekündigt, in der deutschen Getriebefertigung wegen des schwachen Windkraftgeschäfts rund 500 Arbeitsplätze abzubauen.

Portugal und Irland am Kapitalmarkt erfolgreich

Lissabon/Dublin (dpa) - Die Sanierungsbemühungen von Schuldensünder Portugal sind von den Kapitalmärkten ungeachtet jüngster Rückschläge honoriert worden. Das Euroland bekam am Mittwoch frisches Geld zu deutlich günstigeren Konditionen als zuletzt. Wie die Schuldenagentur (IGCP) in Lissabon mitteilte, wurden Staatsanleihen in Gesamtwert von zwei Milliarden Euro platziert. Das Einnahmeziel wurde damit sogar um 250 Millionen übertroffen. Auch die harte Spar- und Reformpolitik Irlands zeigt an den Kapitalmärkten immer stärker Wirkung: Am Mittwoch rutschte der Zinssatz für irische Staatsanleihen im richtungsweisenden Laufzeitbereich von zehn Jahren erstmals seit Mitte 2010 wieder unter die Marke von 5,0 Prozent.

Ex-MAN-Vorstand zu Bewährungsstrafe verurteilt

München (dpa) - Der frühere MAN-Konzernvorstand Anton Weinmann ist wegen Beihilfe zur Bestechung zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten und 100 000 Euro Geldauflage verurteilt worden. Nach einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft und dem Landgericht München hatte der langjährige Chef der MAN-Nutzfahrzeugsparte am Mittwoch zuvor ein Geständnis abgelegt: Er habe 2004/05 nicht genug getan, um Schmiergeldzahlungen für Lastwagen- und Busaufträge in Slowenien zu unterbinden. Die Anklage wegen Beihilfe zu Bestechungen in Belgien ließ die Staatsanwaltschaft fallen.

Lockere Geldpolitik treibt Gold auf Sechs-Monats-Hoch

London/Frankfurt (dpa) - Die lockere Geldpolitik der führenden Notenbanken treibt den Goldpreis wieder in die Höhe. Am Mittwoch kletterte der Kurs für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) des Edelmetalls auf 1779,10 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als sechs Monaten. Analysten erwarten einen weiteren Auftrieb. Ursache für die Gewinne zur Wochenmitte war nach Einschätzung von Experten die Entscheidung der Bank of Japan, die Geldschleusen noch weiter zu öffnen. Investoren fürchten, dass die massive Liquidität, die Zentralbanken in die Finanzmärkte pumpen, langfristig den Geldwert verwässern.

Dax nach zwei schwachen Tagen moderat im Plus

Frankfurt/Main (dpa) - Nach zuletzt zwei schwächeren Handelstagen hat sich der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte moderat ins Plus vorgearbeitet. Am Nachmittag lag der Leitindex Dax nach einem wenig inspirierten Handelsverlauf mit 0,25 Prozent im Plus bei 7366 Punkten. Mit Rückenwind aufgestockter Anleihekäufe durch die Bank of Japan war er zuvor fester in den Handel gestartet, bevor ihm dann aber über weite Strecken die Luft ausging. Der MDax legte nur knapp um 0,08 Prozent auf 11 095 Punkte zu, und der TecDax lag mit plus 0,09 Prozent bei 812 Punkten. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3002 (Dienstag: 1,3054) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7691 (0,7661) Euro.