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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Microsoft streicht bis zu 18 000 Stellen


Redmond (dpa) - Bei der Neuaufstellung von Microsoft gehen bis zu 18 000 Jobs verloren. Die Zahl nannte Firmenchef Satya Nadella am Donnerstag in einer Mitteilung an die Beschäftigten. Es handelt sich um den bislang größten personellen Einschnitt in der Geschichte des Software-Konzerns. Der Großteil der Jobverluste geht auf die Eingliederung des zugekauften finnischen Handyherstellers Nokia zurück, was alleine 12 500 Stellen ausmacht. Die meisten der betroffenen Mitarbeiter sollen binnen sechs Monaten informiert werden.

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Magazin: VW-Patriarch Piëch lotet Fiat-Chrysler-Übernahme aus

Wolfsburg (dpa) - Der Volkswagen-Konzern prüft nach Informationen des «Manager Magazins» eine Übernahme oder Teilkäufe des Konkurrenten Fiat Chrysler. VW-Großaktionär und -Aufsichtsratsboss Ferdinand Piëch und die zwei Fiat-Haupteignerfamilien Elkann und Agnelli führten «dazu bereits diverse Gespräche», wie das Magazin am Donnerstag vorab online berichtete. Ein VW-Konzernsprecher wollte keinen Kommentar dazu abgeben. Die VW-Aktie reagierte zunächst mit Kursverlusten, das Fiat-Papier stieg. Laut «Manager Magazin» geht es in den Sondierungen vor allem um Chrysler. Der US-Autobauer war erst im Januar komplett unter das Konzerndach der Italiener gekommen. Mit einem Chrysler-Kauf könne sich Volkswagen gegen seine Schwäche in den USA wappnen.

EU-Gericht bestätigt Zerschlagung der WestLB

Luxemburg (dpa) - Die von der EU-Kommission angeordnete Zerschlagung der WestLB war rechtens. Dieses Urteil hat das EU-Gericht in Luxemburg am Donnerstag gefällt (Rechtssache T-457/09). Im Zuge der Finanzkrise war die Landesbank in eine Existenzkrise geraten und hatte 2009 eine Garantie von fünf Milliarden Euro als staatliche Beihilfe erhalten. Die EU-Kommission als oberste europäische Wettbewerbsbehörde genehmigte die staatliche Hilfe nur unter strengen Auflagen. So musste die Bank unter anderem drastisch schrumpfen, 21 Standorte schließen und den Eigentümer wechseln. Dagegen hatte der Westfälisch-Lippische Sparkassen- und Giroverband als Eigentümer der damaligen WestLB geklagt.

Inflation in der Eurozone bleibt ungewöhnlich schwach

Luxemburg (dpa) - Die Inflation im Euroraum ist nach wie vor sehr schwach. Nach Zahlen des europäischen Statistikamts Eurostat vom Donnerstag erhöhten sich die Verbraucherpreise im Juni wie im Vormonat um 0,5 Prozent zum Vorjahr. Eine erste Schätzung von Ende Mai wurde damit bestätigt. Ein Jahr zuvor lag die Inflationsrate noch bei 1,6 Prozent. Die jährliche Inflationsrate der Europäischen Union mit 28 Mitgliedsstaaten lag im Juni bei 0,7 Prozent, gegenüber 0,6 Prozent im Mai. Deutschland lag mit einer nach europäischen Standards errechneten Inflationsrate von 1,0 Prozent im oberen Mittelfeld.

EZB veröffentlicht Resultate von Bankentests in zweiter Oktoberhälfte

Frankfurt/Main (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich auf eine Veröffentlichung der Ergebnisse der europaweiten Bankentests in der zweiten Oktoberhälfte festgelegt. Die Institute selbst würden erst kurz vorher über die endgültigen Resultate von Bilanzcheck und Stresstest informiert, teilte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mit. Allerdings wollen die Aufseher im Laufe des Verfahrens vorläufige Erkenntnisse mit einzelnen der 128 Bankkonzerne diskutieren. Tun sich bei den Prüfungen Kapitallöcher auf, müssen die betroffenen Geldhäuser binnen zwei Wochen nach Veröffentlichung der Ergebnisse Pläne vorlegen, wie sie diese stopfen wollen. Die EZB übernimmt am 4. November die zentrale Aufsicht über die größten Banken im Euroraum.

Stromrechnungen sollen transparenter werden

Berlin (dpa) - Millionen Verbraucher sollen künftig eine genauere Auflistung der Kosten in ihren Strom- und Gasrechnungen erhalten. Das geht aus einem Referentenentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium hervor, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. In bestimmten Fällen - bei der sogenannten Grundversorgung - sollen Energielieferanten in Zukunft Steuern, gesetzliche Aufschläge und Netzentgelte detailliert ausweisen. Verbraucher sollen dadurch besser erkennen, wer für mögliche Preissteigerungen bei Strom und Gas verantwortlich ist.

Branchenverband Bitkom will CeBIT stärken

Hannover/Berlin (dpa) - Der IT-Branchenverband Bitkom will die Computermesse CeBIT in Hannover stärken und hat dafür mit der Deutschen Messe eine langjährige Vereinbarung zur engen Zusammenarbeit geschlossen. Als ideeller Träger der Messe werde der Bitkom die Deutsche Messe bei der strategischen Weiterentwicklung aktiv unterstützen, teilte der Verband am Donnerstag mit. Für die bessere Zusammenarbeit sollen demnach Vertreter aus der IT-Industrie in den CeBIT-Messeausschuss entsendet werden und dort die Messe zu einer idealen Plattform für die Geschäftsentwicklung ausbauen.

Ukraine-Krise drückt Dax nach unten - SAP stützt den Markt

Frankfurt/Main (dpa) - Schärfere Sanktionen gegen Russland haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belastet. Der Dax stand vor Handelsstart an der Wall Street mit 0,74 Prozent im Minus bei 9786 Punkten. Der MDax gab um 0,12 Prozent auf 16 452 Punkte nach. Der TecDax fiel um 0,78 Prozent auf 1259 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,99 Prozent auf 3171 Punkte. Der Euro fiel etwas zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3525 (1,3532) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7394 (0,7390) Euro