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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Berlin: Frage nach neuem Schuldenerlass für Athen stellt sich nicht


Berlin/Brüssel (dpa) - Ein weiterer Schuldenerlass für Griechenland durch internationale Geldgeber ist nach Darstellung der Bundesregierung kein Thema. «Die Frage stellt sich nicht», sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Martin Kotthaus, am Freitag in Berlin. Es habe bereits einen beeindruckenden Schuldenschnitt gegeben, und es sei ein umfassendes zweites Hilfsprogramm aufgelegt worden. Derweil wies die EU-Kommission Spekulationen zurück, wonach sie mit dem krisengeschüttelten Spanien in Hinterzimmern ein neues Hilfsprogramm auslotet.

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Neckermann vor Entscheidung - Arbeitsamt berät Beschäftigte

Frankfurt/Main (dpa) - Beim insolventen Versandhändler Neckermann werden die Beschäftigten auf die drohende Arbeitslosigkeit vorbereitet. «Unsere Berater sind im Betrieb und geben den Leuten Informationen», sagte eine Sprecherin der hessischen Arbeitsagentur am Freitag in Frankfurt. Wegen der noch laufenden Investorensuche sei aber noch niemand gekündigt worden, Meldungen zur Arbeitssuche würden daher vorläufig nicht angenommen. Die Frist für das Frankfurter Traditionsunternehmen läuft am 30. September ab. Sollte in der kommenden Woche kein Investor gefunden werden, würden voraussichtlich am Freitag bei Neckermann die Lichter ausgehen.

Rosneft und Gazprom wollen 12 Milliarden Euro in Arktis investieren

Moskau (dpa) - Die beiden größten russischen Energiekonzerne Rosneft und Gazprom wollen bis 2015 etwa 500 Milliarden Rubel (12,2 Mrd Euro) in Förderprojekte in der Arktis investieren. Das kündigte Rosneft-Chef Igor Setschin am Freitag auf einem Investitionsforum in der Schwarzmeerstadt Sotschi russischen Agenturen zufolge an. Für 2012 planten die Staatsunternehmen mit Investitionen von 40 Milliarden Rubel in dem Gebiet. Russland erhebt Anspruch auf einen Großteil des arktischen Festlandsockels. Experten gehen davon aus, dass in der Region etwa 90 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Öl sowie 50 Billionen Kubikmeter Gas lagern. Das ist fast ein Fünftel der weltweiten Reserven.

Spekulationen über massiven Stellenabbau bei Deutscher Bank

Frankfurt/Main (dpa) - Wieder Spekulationen um einen massiven Stellenabbau bei der Deutschen Bank: Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag) könnte das milliardenschwere Sparprogramms in Deutschland langfristig Tausende Arbeitsplätze kosten. Bislang hatte die Bank wegen der weltweiten Krise der Branche vor allem Einschnitte im Ausland angekündigt. Das Institut hält sich mit konkreten Angaben zu ihren Plänen bislang bedeckt. Arbeitnehmervertreter stellen sich dennoch bereits auf Einschnitte ein, wie der Konzernbetriebsratschef Alfred Herling der Nachrichtenagentur dpa sagte. Wo beim Personal noch gespart werden soll, ist bislang offen.

Kreise: Daimler plant bei Sparpaket keinen Stellenabbau

Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler will bei seinem geplanten Sparpaket Unternehmenskreisen zufolge ohne Stellenabbau auskommen. Mit der Sache vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur dpa am Freitag, es seien derzeit weder Kurzarbeit noch ein Abbau von Arbeitsplätzen in der Diskussion. Auch Daimler-Betriebsratssprecherin Silke Ernst erklärte auf dpa-Anfrage, über Sparmaßnahmen beim Personal sei nicht geredet worden. Der Autobauer rechnet in seiner Pkw-Sparte wegen der Absatzflaute in Europa mit einem operativen Gewinnrückgang und hatte am Vortag ein Sparprogramm angekündigt. Inwieweit Beschäftigte davon betroffen sein könnten, hatte Daimler jedoch nicht mitgeteilt.

Sana angeblich vor Übernahmeangebot für Rhön-Klinikum

Frankfurt/Hamburg (dpa) - Der Übernahmekampf um den Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum geht offenbar in eine neue Runde. In Branchenkreisen hieß es, der Konkurrent Sana arbeite an einem entsprechenden Angebot. Demnach sollen die Sana-Anteilseigner - rund 30 private Krankenversicherungsunternehmen - derzeit versuchen, Rhön-Aktien außerhalb der Börse aufzukaufen. Beide Unternehmen wollten die Vorgänge nicht kommentieren. Rhön-Gründer Eugen Münch sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, man befinde sich nicht in Gesprächen mit Sana.

EU-Kommission: Universal darf EMI unter Auflagen übernehmen

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission genehmigt die Übernahme des Musikgeschäfts von EMI durch den Konkurrenten Universal Music Group. Damit das neue Unternehmen nicht zu viel Marktmacht erhält, müssen aber unter anderem das EMI-Plattenlabel Parlophone und andere Vermögenswerte weltweit verkauft werden, wie die Brüsseler Behörde am Freitag mitteilte. Die Wettbewerbshüter wollen so nach eigenen Angaben verhindern, dass das neue Unternehmen gegenüber Direktkunden übermächtig würde, die physische und digitale Tonträger im Großhandel vertreiben.

Dax markiert zum «Hexensabbat» neues 14-Monatshoch

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag zum «Hexensabbat» bei fast 7472 Punkten den höchsten Stand seit Anfang Juli 2011 erreicht. Am dritten Freitag zum Quartalsende laufen mehrere Kontrakte auf Aktien und Indizes aus, was teilweise für außergewöhnliche Kursausschläge sorgt. Der Dax stand am Nachmittag mit 1,06 Prozent im Plus bei 7468 Punkten. Für den MDax ging es um 1,02 Prozent auf 11 240 Punkte nach oben. Der TecDax rückte um 0,85 Prozent auf 821 Punkte vor. Das Technologiebarometer stand so hoch wie zuletzt vor 13 Monaten. Der Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2988 (1,2954) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7699 (0,7720) Euro.