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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Lokführer wollen Feierabend-Bahnverkehr lahmlegen


Frankfurt/Berlin (dpa) - Ein bundesweiter Warnstreik bei der Deutschen Bahn könnte noch am Montagabend zahlreiche Fahrgäste im Feierabendverkehr treffen. Von 18 bis 21 Uhr sind Lokführer dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Betroffen sind der Fern- und der Regionalverkehr sowie die S-Bahnen in Berlin, Hamburg und Leipzig. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will mit dem Ausstand Bewegung in die stockenden Tarifverhandlungen bringen und die Bahn vor allem im Güterverkehr treffen. Aufgerufen sind auch Lokrangierführer und Zugbegleiter. Wie viele Bahn-Mitarbeiter sich beteiligen, war bis zum Mittag unklar. Die GDL lehnte ein neues Angebot der Bahn ab und drohte mit weiteren Warnstreiks.

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Robuster Arbeitsmarkt beschert Staat höchsten Überschuss seit 2000

Wiesbaden (dpa) - Die öffentlichen Kassen in Deutschland füllen sich wie lange nicht mehr: Vor allem dank des robustes Arbeitsmarkts hat der deutschen Staat im ersten Halbjahr 2014 einen Überschuss von 16,1 Milliarden Euro erzielt. Über so ein dickes Plus konnten sich die Kassenwärter seit der Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen im zweiten Halbjahr 2000 nicht mehr freuen - und dies war damals ein Sondereffekt. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, schlossen die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung das Halbjahr nach vorläufigen Ergebnissen mit einer Überschussquote von 1,1 Prozent der Wirtschaftsleistung ab.

Deutsche Wirtschaft im Frühjahr um 0,2 Prozent geschrumpft

Wiesbaden (dpa) - Die Krisen rund um den Globus haben die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von April bis Ende Juni 2014 im Vergleich zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit und bestätigte damit vorläufige Berechnungen. Allein der Konsum belebte die Wirtschaft im Frühjahr, während die Investitionen zurückgingen. Auch der Außenhandel bremste die Konjunktur. Dank des dem starken Jahresauftakts ergibt sich für das erste Halbjahr insgesamt preis-, saison- und kalenderbereinigt ein BIP-Plus von 0,8 Prozent gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2013.

Lufthansa-Passagiere müssen weiter mit Streiks rechnen

München/Frankfurt (dpa) - Lufthansa-Passagiere müssen sich weiterhin auf Streiks der Piloten einstellen. Der Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, ließ am Montag offen, wann es neue Arbeitsniederlegungen geben werde. Er bekräftigte aber, es gebe keine parallelen Streiks mit den Lokführern. »Wir wollen Deutschland nicht lahmlegen.« Bei der Lufthansa sagte eine Sprecherin: »Uns ist keine neue Streikankündigung bekannt.« Die Lufthansa sei weiter »gesprächs- und kompromissbereit«. Den Ausstand bei der Lufthansa-Tochter Germanwings am vergangenen Freitag hatte die Gewerkschaft rund 24 Stunden vorher angekündigt. Von Streiks könnten auch die Lufthansa selbst und deren Frachttochter Cargo betroffen sein.

Schwache Inlandsnachfrage und Ukraine-Krise plagen Maschinenbauer

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Maschinenbau leidet unter einer schwachen Inlandsnachfrage und den politischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau stagnierte im Juli im Vergleich zum Vorjahr, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag in Frankfurt mitteilte. Der Verband hatte die Wachstumsaussichten für 2014 schon Ende Juli von drei auf nur noch ein Prozent gesenkt. Vor allem das schwächelnde Inlandsgeschäft bereitet den Maschinenbauern derzeit Sorgen. Die heimische Nachfrage ging im Juli im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zurück.

Butterpreise geraten ins Rutschen

Essen (dpa) - Butter wird billiger: Supermärkte und Discounter geben die sinkenden Erzeugerpreise auf breiter Front an die Verbraucher weiter. Den Anstoß gab am Montag Deutschlands größter Discounter Aldi, als er den Preis für die 250-Gramm-Packung deutsche Markenbutter von 0,99 auf 0,85 Euro senkte. Doch kündigten Edeka, Rewe, Lidl, Penny, Netto und Norma noch am Vormittag an, dem Marktführer zu folgen und bei Butter im Preiseinstiegsbereich ebenfalls den Rotstift anzusetzen. Ob auch andere Milchprodukte in absehbarer Zeit billiger werden, ließen Branchenkenner offen. Hintergrund der Preissenkung ist ein wachsendes Milchangebot und eine zuletzt ferienbedingt geringe Nachfrage. Das russische Einfuhrverbot für Milchprodukte habe den Druck auf die Preise zusätzlich erhöht, hieß es beim Milchindustrie-Verband.

Geschäftsklima in China sinkt stärker als erwartet

Peking (dpa) - Die Stimmung in der chinesischen Wirtschaft hat sich im August etwas stärker eingetrübt als von Experten erwartet. Der Einkaufsmanagerindex des Nationalen Statistikamtes und Logistikverbandes fiel nach Angaben vom Montag im August auf 51,1 Punkte. Im Juli war der Wert noch zum fünften Mal nacheinander gestiegen und hatte mit 51,7 Zählern den höchsten Stand seit 27 Monaten erreicht. Von Bloomberg befragte Experten hatten im August mit einem Rückgang auf 51,2 Zähler gerechnet. Zudem fiel der endgültige Wert des von der britischen Großbank HSBC ermittelten Einkaufsmanagerindex mit 50,2 Punkten etwas niedriger aus als bei der Erstveröffentlichung am 21. August.

Dax knapp im Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der ruhige Handel dürfte bis Sitzungsende anhalten, da die Börsen in den USA wegen eines Feiertags geschlossen sind. Der Dax verlor am Nachmittag zuletzt 0,11 Prozent auf 9459,38 Punkte, nachdem er in der Vorwoche um 1,40 Prozent zugelegt hatte. Für den MDax ging es am Montag um 0,15 Prozent auf 16 109,05 Punkte nach oben. Der TecDax gewann 0,54 Prozent auf 1248,18 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,16 Prozent. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3133 (Freitag: 1,3188) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7614 (0,7583) Euro.