weather-image
19°

dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Mini-Inflation: EZB senkt Leitzins auf 0,05 Prozent


Frankfurt/Main (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins im Euroraum auf 0,05 Prozent gesenkt. Das beschloss der EZB-Rat am Donnerstag, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Damit reagieren die Währungshüter auf die sehr niedrige Inflation. Niedrige Zinsen verbilligen tendenziell Kredite und Investitionen und kurbeln so die Wirtschaft an. Das stärkt den Preisauftrieb. Im August drückten sinkende Energiepreise die Inflation im Euroraum auf 0,3 Prozent - den niedrigsten Stand seit Oktober 2009. Der Wert liegt seit Monaten deutlich unterhalb der Zielmarke der EZB von knapp unter zwei Prozent.

Anzeige

Keine Veränderungen beim Dax - K+S bleibt im Oberhaus der Börse

Frankfurt/ (dpa) - Der Kasseler Düngemittel- und Salzproduzent K+S bleibt im Oberhaus der deutschen Börse. Der Leitindex Dax werde nicht verändert, teilte die Deutsche Börse nach einer routinemäßigen Überprüfung am Mittwochabend in Frankfurt mit. Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 muss sich daher weiter gedulden, Analysten hatten ihm zwischenzeitlich den Sprung in die erste Börsenliga zugetraut. Das Medienunternehmen ist zwar an der Börse deutlich mehr wert als K+S, aber die Umsätze mit dem Papier waren nicht hoch genug.

Bauernverband: Handel nutzt Ukraine-Krise aus und belastet Erzeuger

Osnabrück (dpa) - Der Deutsche Bauernverband wirft Handelsketten vor, den Lebensmittel-Importstopp nach Russland auszunutzen. Den Kürzeren zögen dabei vor allem die Erzeuger. «Die aktuelle Verunsicherung der Märkte wird genutzt, um Einkaufspreise zu optimieren», sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag). Er appellierte an die Unternehmen, die Landwirte mit den negativen Auswirkungen nicht alleine zu lassen. Der Lebensmittelhandel wies die Kritik entschieden zurück. Der Discounter Aldi hatte am Montag den Preis für 250 Gramm Butter von 99 auf 85 Cent gesenkt. Weitere Lebensmittelhändler zogen nach.

Bilfinger kappt erneut Prognosen - Dritte Gewinnwarnung seit Juni

Mannheim (dpa) - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger kommt auch nach dem abrupten Chef-Wechsel nicht zur Ruhe. Nur knapp einen Monat nach dem Abgang des damaligen Vorstandschefs Roland Koch muss der Konzern erneut zurückrudern. Auch Kochs Nachfolger, der langjährige frühere Konzernchef Herbert Bodner, setzte in der Nacht zum Donnerstag den Rotstift an und strich die Gewinnziele für 2014 erneut zusammen. Das ist die dritte Gewinnwarnung seit Ende Juni. Am Finanzmarkt sorgten die Nachrichten erneut für starke Unruhe.

US-Unternehmen geben Standort Deutschland Note «Gut»

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschland ist einer Umfrage zufolge als Standort für US-Unternehmen attraktiver geworden. Bei einer Mitgliederbefragung der amerikanischen Handelskammer in Deutschland gaben die US-Unternehmen Deutschland die Note 2,2 nach 2,6 im Vorjahr, wie die AmCham am Donnerstag in Frankfurt berichtete. «Deutschland gehört weltweit zu den Top-Standorten, weil es immer wachsam geblieben ist für zukünftige Entwicklungen. Hierzu zählt eindeutig das TTIP-Abkommen», sagte Bernhard Mattes, Präsident von AmCham Germany und Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke.

EU: Flugverspätungen bemessen sich an Türöffnung

Luxemburg (dpa) - Ein Flugzeug ist erst bei Öffnung einer Tür wirklich angekommen - und dieser Zeitpunkt ist maßgeblich für die Bestimmung von Flugverspätungen und Entschädigungen. Das hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag in Luxemburg klargestellt (Rechtssache C-452/13). Hintergrund war ein Streit zwischen der Lufthansa-Tochter Germanwings und einem Passagier um die Ankunftszeit eines verspäteten Flugzeugs auf dem Weg von Salzburg zum Flughafen Köln/Bonn. Bei einer Verspätung von über drei Stunden steht Reisenden gemäß einem früheren Urteil des Europäischen Gerichtshofs eine Ausgleichszahlung von 250 Euro zu.

Branche vor Messe «Kind+Jugend»: Ausgaben für den Nachwuchs stabil

Köln (dpa) - Spendierfreudige Eltern und eine leicht steigende Geburtenzahl haben für stabile Umsätze in der Kinderausstatter-Branche gesorgt. Die Verbraucher gaben 2013 für Baby- und Kleinkinderausstattung 2,1 Milliarden Euro aus. Das sind rechnerisch 1054 Euro pro Kind bis zum dritten Lebensjahr, wie der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) am Donnerstag vor Start der weltgrößten Messe für Kinderausstattung «Kind+Jugend» in Köln berichtete. Beim Spielzeug für die Kleinsten sei der Umsatz zwar um knapp sechs Prozent auf 458 Millionen Euro gesunken - das Vergleichsjahr 2012 sei allerdings ein regelrechtes Boomjahr gewesen.

Dax steigt nach EZB-Beschlüssen zeitweise über 9700 Punkte

Frankfurt/Main (dpa) - Eine überraschende Leitzinssenkung sowie baldige Wertpapierkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) haben den Dax am Donnerstag steil nach oben befördert. Der Leitindex stieg bis auf ein Tageshoch von 9718 Punkten und stand zuletzt 0,48 Prozent höher bei 9673 Zählern. Für den MDax ging es um 0,28 Prozent auf 16 286 Punkte nach oben. Der TecDax gewann 0,19 Prozent auf 1263 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 1,22 Prozent vor. Der Eurokurs fiel deutlich und erreichte beim Stand von 1,3014 US-Dollar den tiefsten Stand seit Juli 2013.