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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Siemens treibt Umbau voran: Milliarden-Übernahme und Trennung von BSH


München (dpa) - Der Elektrokonzern Siemens treibt seinen Umbau mit zwei Milliarden-Deals voran: Für umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro wollen die Münchner den US-Kompressoren-Hersteller Dresser-Rand übernehmen. Siemens ist sich mit dem Ausrüster für die Öl- und Gasindustrie aus Texas auch bereits einig geworden, wie der Dax-Konzern in der Nacht zum Montag mitteilte. Damit hat sich Siemens-Chef Joe Kaeser gegen seinen Vorgänger Peter Löscher durchgesetzt, der als Verwaltungsratspräsident des Schweizer Sulzer-Konzerns ebenfalls Interesse an einer Übernahme von Dresser-Rand hatte. Zugleich will Siemens wie erwartet die jahrzehntelange Kooperation mit Bosch beim größten deutschen Haushaltsgerätehersteller BSH beenden.

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Mehr Sicherheit: Neuer Zehn-Euro-Schein wird unters Volk gebracht

Frankfurt/Main (dpa) - Die zweite Euro-Generation bekommt Zuwachs: Von diesem Dienstag an wird der neue Zehn-Euro-Schein unters Volk gebracht - an Geldautomaten, Bankschaltern und Ladenkassen. Wie beim überarbeiteten Fünfer, der seit Mai 2013 im Umlauf ist, versprechen sich Europas Notenbanken besseren Schutz vor Fälschungen. Denn die neuen Scheine unterscheiden sich vor allem durch neue Sicherheitsmerkmale von ihren Vorgängern. Diese bleiben gültig und werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen. Spürbarste Veränderung der neuen Scheine: Ihre Oberfläche ist glatt, weil sie mit Speziallack überzogen ist - wie bereits beim Fünfer der neuen Generation. Das soll die »kleinen Scheine«, die rasch den Besitzer wechseln, haltbarer machen.

Verdi will Streiks bei Amazon ausbauen - Kunden noch nicht betroffen

Bad Hersfeld (dpa) - Im Tarifstreit mit dem Internet-Versandhändler Amazon will die Gewerkschaft Verdi die Streiks ausdehnen. Amazon werde insbesondere dann Schwierigkeiten mit der Bewältigung seines Geschäfts bekommen, wenn weitere Standorte hinzukommen, sagte Mechthild Middeke von Verdi Hessen am Montag in Bad Hersfeld. Die Standorte in Werne und Koblenz könnten demnächst dazukommen. Am Montag hatten bundesweit erstmals an vier Amazon-Standorten Beschäftigte parallel die Arbeit niedergelegt. Amazon erklärte, die Mehrheit der Mitarbeiter sei regulär zur Arbeit gekommen. Der Streik habe keine Auswirkungen auf die Belieferung der Kunden gehabt.

Deutschland bei Internetnutzung vorn, aber nicht Spitze

New York (dpa) - Deutschland ist bei der Internetnutzung weltweit vorn mit dabei, aber in keinem Bereich spitze. Das geht aus dem neuen Weltreport hervor, den die Fernmeldeunion der Vereinten Nationen am Montag in New York veröffentlichte. Demnach ist Deutschland bei der Internetnutzung, wenn auch ganz knapp, nicht einmal unter den ersten zehn Prozent. 84 Prozent aller Deutschen sind dem Bericht zufolge im Netz - weltweit Platz 20 von 191 untersuchten Ländern. Bei der Nutzung von Festnetz-Breitband liegt Deutschland zwar auf Platz zehn. Beim mobilen Breitband kommt Deutschland mit 44,7 Prozent aber nur auf Platz 44.

Bahntechnik-Branche vor Messe Innotrans zuversichtlich

Berlin (dpa) - Die Bahntechnik-Branche geht an diesem Dienstag optimistisch in ihre Fachmesse Innotrans in Berlin. Von der Lok bis zur Weiche präsentieren bis Freitag Hersteller aus 55 Ländern ihre technischen Neuheiten und Dienstleistungen. Nach Veranstalterangaben haben sich 2758 Aussteller angekündigt, zehn Prozent mehr als bei der vorigen Ausgabe vor zwei Jahren. Insgesamt werden mehr als 100 000 Fachbesucher erwartet. Sie treffen auf eine Branche, deren Auftragsbücher schon gut gefüllt sind. Der Weltmarkt könne bis 2019 jährlich um 2,7 Prozent zulegen.

Dax leicht im Minus - China gegen größere Konjunkturhilfen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag etwas unter der Absage Chinas an größere Konjunkturspritzen gelitten. Ein Kurssprung bei den Aktien von Merck reduzierte die Verluste im Handelsverlauf, so dass der deutsche Leitindex noch um 0,19 Prozent auf 9781 Punkte fiel. Die Vorwoche hatte das Börsenbarometer mit einem Aufschlag von rund anderthalb Prozent beendet. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2845 (Freitag: 1,2852) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7785 (0,7781) Euro.