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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Top-Banker Fitschen und Ex-Manager der Deutschen Bank angeklagt


München/Frankfurt/Main (dpa) - Der Top-Banker Jürgen Fitschen ist wegen versuchten Prozessbetrugs im Kirch-Verfahren angeklagt worden. Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft dem amtierenden Co-Chef der Deutschen Bank sowie seinen Vorgängern Rolf Breuer und Josef Ackermann unrichtige Zeugenaussagen vor. Auch ein weiterer Ex-Vorstand und Ex-Aufsichtsratschef Clemens Börsig wurden von der Staatsanwaltschaft angeklagt, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in München bestätigte. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Manager mit falschen Angaben vor Gericht Schadenersatzzahlungen an die Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch verhindern wollten. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

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Studie: Kursgewinne treiben Geldvermögen weltweit auf Rekordhöhe

Frankfurt/Main (dpa) - Kräftige Kursgewinne an den Börsen haben das Geldvermögen privater Haushalte in aller Welt einer Studie zufolge auf ein Rekordniveau getrieben. Nicht nur die Deutschen waren 2013 mit einem Brutto-Geldvermögen von 5153 Milliarden Euro (plus 4,0 Prozent) so reich wie nie: Weltweit kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Aktien oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen um 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit so stark wie seit 2003 nicht mehr, wie der Versicherungskonzern Allianz am Dienstag in Frankfurt bei der Vorstellung des «Global Wealth Reports» mitteilte. Rund um den Globus summierte sich der Geld-Vermögensbestand auf 118 Billionen Euro.

Bund will kostenloses Internet in Zug und Bahnhof - Bahn prüft

Berlin (dpa) - Bahnkunden in Deutschland werden auf stabiles und kostenloses Internet in Zügen und Bahnhöfen noch warten müssen. «Ich möchte nichts versprechen, was wir nachher nicht einhalten können», sagte Bahnchef Rüdiger Grube der dpa am Dienstag zum Auftakt der Bahntechnik-Messe Innotrans in Berlin und verwies auf laufende Tests. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte das bundeseigene Unternehmen gedrängt, Internetzugänge in allen Bahnhöfen und Zügen anzubieten. «Schnelles Internet sollte die Bahn ihren Kunden künftig kostenlos zur Verfügung stellen», sagte er der «Bild»-Zeitung.

Merkel will rasche Lösung im Gasstreit zwischen Russland und Ukraine

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht auf eine rasche Lösung im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Mit Blick auf den nahenden Winter sagte sie am Dienstag beim Industrietag in Berlin: «Deshalb eilt die Zeit hier auch.» An diesem Freitag werden die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Berlin fortgesetzt. Russland und die Ukraine streiten unter anderem über den künftigen Preis, den Kiew für russisches Gas bezahlen muss. Über die Ukraine wird auch ein Großteil des russischen Exportgases nach Europa geleitet. Die deutsche Wirtschaft lobte Merkel für die Unterstützung bei den westlichen Sanktionen gegen Russland.

Nutzfahrzeugbranche blickt besorgt auf globale Krisenherde

Hannover (dpa) - Russlands schwächelnde Wirtschaft und der Konflikt in der Ukraine bringen Europas Lastwagenbauer in Bedrängnis. Dieses Jahr dürften die Verkaufszahlen westlicher Lkw-Hersteller in Russland um rund ein Viertel «oder sogar noch mehr» einbrechen, sagte der Nutzfahrzeug-Chef von MAN, Anders Nielsen, am Dienstag in Hannover auf der Branchenmesse IAA. Das gelte für Nutzfahrzeuge jenseits der sechs Tonnen. «Russland ist einer unserer wichtigsten Exportmärkte.» Die Unsicherheit wegen der Ukrainekrise belaste das Investitionsklima in der gesamten Region. Der Nutzfahrzeugabsatz gilt als ein Indikator für die Zuversichtlichkeit in der stark logistikabhängigen Industrie.

Philips spaltet sich auf

Amsterdam (dpa) - Der niederländische Elektronikkonzern Philips will sich in zwei eigenständige Unternehmen aufspalten. Die Bereiche Gesundheit und Konsumelektronik sollen zunächst zusammengefügt und danach - ebenso wie die abgetrennte Lichtsparte - selbstständig operieren, kündigte der Konzern am Dienstag überraschend in Amsterdam an. Beide Unternehmen sollen aber weiter den Namen Philips tragen und ihren Sitz in den Niederlanden haben, betonte Vorstandschef Frans van Houten. Er schloss den Verlust von Arbeitsplätzen nicht aus. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern schon die Unterhaltungselektronik und die TV-Sparte abgestoßen.

Dax büßt Vorwochengewinn ein - Schwache Daten aus der Eurozone

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag unter schwachen europäischen Konjunkturdaten gelitten. Der Dax büßte seinen kompletten Gewinn der Vorwoche ein und fiel am frühen Nachmittag kurz unter die Marke von 9600 Punkten. Zuletzt stand bei dem Börsenbarometer ein Minus von 1,41 Prozent auf 9612 Punkte zu Buche. Für den MDax ging es um 1,39 Prozent auf 15 989 Punkte nach unten und der TecDax verlor 1,30 Prozent auf 1234 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2892 (Montag: 1,2845) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7757 (0,7785) Euro.