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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Dax rutscht wegen Konjunktursorgen zeitweise unter 9000 Punkte


Frankfurt/Main (dpa) - Konjunktursorgen und internationale Krisen setzen dem deutschen Aktienmarkt weiter zu. Der Dax rutschte am Mittwochvormittag erstmals seit zwei Monaten wieder unter die Marke von 9000 Punkten und markierte sein vorläufiges Tagestief bei 8986 Punkten. Am Nachmittag stand der Index bei 9020 Punkten und damit 0,73 Prozent unter dem Vortagesschluss. Der MDax verlor 1,04 Prozent auf 15 388 Punkte. Der TecDax sank um 1,35 Prozent auf 1186 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone konnte sich mit einem Verlust von 0,42 Prozent der schlechten Stimmung ebenfalls nicht entziehen. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,75 Prozent am Vortag auf 0,73 Prozent. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2645 (Dienstag: 1,2607) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7908 (0,7932) Euro.

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Bahn rechnet nach Streik der Lokführer weiter mit Verspätungen

Berlin (dpa) - Der am Mittwochmorgen beendete Lokführerstreik kann nach Einschätzung der Deutschen Bahn noch bis zum Abend bundesweit den Fernverkehr behindern. Verspätungen seien weiterhin möglich, sagte ein Konzernsprecher am Berliner Hauptbahnhof. Allein am Dienstagabend seien durch den flächendeckenden Ausstand 200 Fernzüge stehen geblieben, mehr als 2500 Nahverkehrszüge konnten nicht fahren. 160 Güterzüge standen am Morgen noch still. Massive Einschränkungen gab es im Regional- und S-Bahn-Verkehr in Ballungsgebieten wie Berlin, Hamburg, München und Stuttgart. Auch Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Hessen waren betroffen.

IWF: Europas Banken immer noch zu schwach

Washington (dpa) - Sechs Jahre nach Beginn der zurückliegenden globalen Finanzkrise sind viele Banken laut einer Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF) immer noch zu schwach. Vor allem in der Eurozone sei ein Großteil der Institute weiterhin nicht in der Lage, nachhaltig Kredite zur Stützung der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen, heißt es in einem Bericht der Organisation, der am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. Obwohl Notenbanken fast kostenlos Geld zur Verfügung stellen, komme es nicht ausreichend in der Wirtschaft an. Diese Kraftlosigkeit im Bankwesen gefährde weltweit die Finanzstabilität.

Medien: Institute senken Wachstumsprognose für Deutschland deutlich

Berlin (dpa) - Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute beurteilen die Konjunktur in Deutschland laut Presseberichten deutlich skeptischer. In ihrem Herbstgutachten gehen sie nur noch von 1,3 Prozent Wachstum in diesem Jahr und von 1,2 Prozent Wachstum im kommendem Jahr aus. Das meldete das »Handelsblatt« am Mittwoch vorab. Es berief sich dabei auf mit dem Gutachten vertraute Kreise. Am Donnerstag wird das Konjunkturgutachten für die Bundesregierung veröffentlicht. Vor einem halben Jahr hatten die Institute noch 1,9 Prozent Wachstum für 2014 und 2,0 Prozent Wachstum für 2015 prognostiziert.

Verband: Mindestlohn verteuert Taxifahren in Deutschland kräftig

Frankfurt/Main (dpa) - Taxifahren in Deutschland wird teils deutlich teurer. »Im Bundesdurchschnitt müssen wir Tariferhöhungen von 25 Prozent beantragen«, sagte der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes (BZP), Michael Müller, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. In einigen Regionen könnten es sogar 50 oder 60 Prozent sein, etwa in Mecklenburg-Vorpommern. »Wir müssen die 8,50 Euro Mindestlohn realisieren«, begründete Müller. Ab 1. Januar 2015 gilt für die bundesweit 200 000 bis 220 000 angestellten Taxifahrer der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Derzeit beträgt der Durchschnittslohn der Fahrer nach Angaben des Verbandes zwischen 6,00 Euro und 6,50 Euro pro Stunde.

Fiat-Chef Marchionne tritt 2018 ab - Große Fusion in Autobranche?

Turin (dpa) - Sergio Marchionne hat fertig: Bis 2018 will der Konzernlenker den Autobauer Fiat Chrysler (FCA) noch mit einem 48 Milliarden Euro schweren Umbauplan in Schuss bringen - dann hängt er seinen Job an den Nagel. »Ich werde zweifellos etwas anderes machen«, sagte er dem Magazin »Bloomberg Businessweek« am Mittwoch. »Ich bin fertig - lasst einen der jungen Wilden ran«, sagte der 62-Jährige, der den Chefsessel bei Fiat im Juni 2004 übernommen hatte. Damals stand das italienische Traditionsunternehmen kurz vor der Pleite - für 2018 peilt Marchionne fünf Milliarden Euro Überschuss an.

Fitschen macht sich bei EZB-Tests keine Sorgen um deutsche Banken

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands Banken können nach Einschätzung von Bankenpräsident Jürgen Fitschen den Ergebnissen der EZB-Tests gelassen entgegensehen. Der Bankensektor sei stabiler denn je, sagte Fitschen in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift »Superillu«. Die Institute hätten mehr Eigenkapital, das Risikomanagement sei verbessert und der Personalapparat verschlankt worden: »Deswegen können wir dem Ergebnis ohne Nervosität entgegensehen«, sagte der Co-Chef der Deutschen Bank in seiner Funktion als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB).

Fernbusse kommen bei Deutschen gut an - Fahrgast-Zahl verdreifacht

Wiesbaden (dpa) - Die Marktöffnung für Linienfernbusse im vergangenen Jahr hat zu einem wahren Fahrgastboom geführt. Auf innerdeutschen Strecken habe sich die Zahl der Passagiere innerhalb eines Jahres auf 6,7 Millionen mehr als verdreifacht, berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden in einer erstmals veröffentlichten Auszählung. Zusammen mit den 1,5 Millionen Fahrgästen im grenzüberschreitenden Verkehr haben damit 8,2 Millionen Menschen im Jahr 2013 den Linienfernbus als Verkehrsmittel gewählt. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer rechnet mit einem weiteren starken Anstieg in diesem Jahr.

Lufthansa: Pilotenstreik bei LH Cargo hat nur minimale Auswirkungen

Frankfurt/Main (dpa) - Der neuerliche Pilotenstreik bei der Lufthansa hat nach Angaben der Fluggesellschaft nur minimale Auswirkungen. Es seien wie geplant zwei Frachtflüge nach Peking und Johannesburg vorverlegt worden, sagte ein Sprecher der Frachttochter Lufthansa Cargo am Mittwoch in Frankfurt. »Die sind beide gut gefüllt rausgegangen.« Die übrigen 19 vom Streik bedrohten Flüge könnten mit eigenen freiwilligen Piloten wie vorgesehen stattfinden. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder zu einem zweitägigen Streik bei LH Cargo bis zum Donnerstag aufgerufen, der aber offensichtlich ins Leere läuft. Es ist inzwischen die sechste Streikwelle im Tarifkonflikt um die Übergangsrenten der Piloten.