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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Wirtschafts-Nobelpreis geht an Franzosen Jean Tirole


Stockholm/Toulouse (dpa) - Der Nobelpreis für Wirtschaft geht in diesem Jahr an den französischen Ökonomen Jean Tirole. Der 61 Jahre alte Forscher wurde für seine Analysen über Marktmacht und Regulierung ausgezeichnet, erklärte die Jury am Montag in Stockholm. «Der diesjährige Preis handelt vom Zähmen mächtiger Firmen», sagte der Ständige Sekretär der Wissenschaftsakademie, Staffan Normark. Tirole habe mit seinen Forschungen gezeigt, wie Märkte mit wenigen machtvollen Unternehmen verstanden und reguliert werden könnten. Der Franzose sei «einer der größten lebenden Ökonomen», sagte Jury-Chef Tore Ellingsen.

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Milder Winter entlastet Verbraucher - Heizkosten sinken

Berlin (dpa) - Wegen des milden Winters wird Heizen in diesem Jahr billiger. Das gelte für fast alle privaten Haushalte, egal ob sie mit Gas, Fernwärme oder Öl heizen, teilte der Deutsche Mieterbund (DMB) am Montag in Berlin mit. Das habe der aktuelle Heizspiegel der gemeinnützigen co2online GmbH ergeben, der vom Mieterbund unterstützt wird. Von Januar bis Juli seien die Preise für Heizöl um 5,4 Prozent gesunken, die Fernwärme wurde um ein Prozent preisgünstiger und der Gaspreis lag stabil auf Vorjahresniveau.

Berlin rüttelt nicht an Politik der «Schwarzen Null»

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will trotz schwächelnder Konjunktur und wachsender Kritik aus dem Ausland nicht an ihrem Kurs in Richtung eines Haushalts ohne neue Schulden rütteln. «Für uns als Bundesregierung, für unser Land, ist ein ausgeglichener Haushalt, wie wir ihn für nächsten Jahr anstreben, von hohem Wert», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Transparency fordert Lobbyregister und lange Wartezeiten

Berlin (dpa) - Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency fordert ein verpflichtendes Lobbyregister, um die Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft sichtbarer zu machen. «Wir brauchen endlich eine wirksame Regulierung des Lobbyismus in Deutschland», sagte die Chefin von Transparency International Deutschland, Edda Müller, am Montag bei der Vorstellung eines Länderberichts in Berlin. Bei Wechseln von Ministern in die Wirtschaft hält Transparency eine Sperrfrist von drei Jahren für angebracht. Die Koalition plant eine Abkühlphase von in der Regel zwölf Monaten.

Gewerkschaften drohen mit neuen Streiks bei Bahn und Lufthansa

Frankfurt/Main (dpa) - Reisenden drohen neue Ausstände der Lokführer und der Lufthansa-Piloten. «Streiks werden immer wahrscheinlicher», sagte eine Sprecherin der Lokführergewerkschaft GDL am Montag auf Anfrage. Bisher habe die Bahn kein neues Angebot vorgelegt. Bei der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hieß es: «In den nächsten Tagen ist mit Streiks zu rechnen». Einen Zeitpunkt für mögliche Ausstände nannten weder die Pilotengewerkschaft noch die GDL. Sie wollen Reisende aber nicht mit einem zeitgleichen Streiks auf den gleichen Strecken belasten, wie ein VC-Sprecher sagte.

Rossmann-Gründer macht Sohn zum Einkaufschef seines Drogeriekonzerns

Burgwedel (dpa) - Staffelübergabe bei dem nach dm zweitgrößten deutschen Drogeriekonzern Rossmann: Firmengründer Dirk Roßmann hat seinen Sohn Raoul (29) erwartungsgemäß zum Einkaufschef ernannt. Beim ersten großen Führungswechsel des familiengeführten Konzerns seit 20 Jahren seien zudem zwei neue Geschäftsführer ernannt worden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Studie: Kräftiges Gehaltsplus für deutsche Chefs in 2014

Gummersbach (dpa) - Geschäftsführer in Deutschland können sich nach einer Kienbaum-Studie in diesem Jahr über einen kräftigen Anstieg ihrer Gehälter freuen. Ihr Durchschnittsverdienst liege 2014 bei 389 000 Euro und damit 3,4 Prozent über dem Vorjahr, berichtete die Managementberatung am Montag und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung «Die Welt». Besonders kräftig fiel das Gehaltsplus bei Vorsitzenden der Geschäftsführung aus. Hier stiegen die Entgelte um 4,2 Prozent auf 549 000 Euro. «Normale» Geschäftsführungsmitglieder mussten sich mit einem Gehaltsplus von 3,2 Prozent zufriedengeben.

Dax stabilisiert sich - Sorgen vor weiterem Kursrutsch bleiben

Frankfurt (dpa) - Die Frankfurter Börse hat sich nach dem jüngsten Kursrutsch stabilisiert. Am Montagnachmittag stand der deutsche Leitindex Dax um 0,59 Prozent höher bei 8840,47 Punkten. Der MDax zog um 0,54 Prozent auf 15 070,03 Punkte an, während der TecDax um 0,10 Prozent auf 1156,22 Punkte fiel. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone ging es um rund ein halbes Prozent nach oben. Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,73 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2679 (Freitag: 1,2638) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7887 (0,7912) Euro.