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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Bahn legt Lokführergewerkschaft neues Angebot vor


Berlin (dpa) - Kurz vor Beginn eines weiteren Lokführerstreiks hat die Deutsche Bahn der Gewerkschaft GDL ein neues Tarifangebot vorgelegt. Es enthält nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine dreistufige Einkommenserhöhung um insgesamt 5 Prozent innerhalb von 19 Monaten. Das Angebot wird demnach ausschließlich den Lokführern unterbreitet. Die Bahn wiederholte am Freitag zudem ihre Bereitschaft, mit der GDL auch über andere Berufsgruppen sprechen zu wollen. Die GDL wollte sich zunächst noch nicht zu dem Angebot äußern. Die Gewerkschaft dringt darauf, dass die Bahn mit ihr auch für Zugbegleiter, Bistro-Mitarbeiter und Rangierführer Tarifverträge abschließt. Die Bahn forderte die GDL auf, den für das Wochenende angekündigten Streik abzusagen und wieder in die Verhandlungen einzusteigen.

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Flugbetrieb läuft nach Pilotenstreik bei Germanwings wieder normal

Köln (dpa) - Nach dem zwölfstündigen Pilotenstreik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings lief der Flugbetrieb am Freitag nach Angaben der Fluglinie und der Flughäfen bundesweit wieder normal. In dem Tarifkonflikt um Vorruhestandsregelungen hatte Germanwings am Donnerstag wegen des Streiks rund 100 Flüge streichen müssen, vor allem im Inland. Betroffen waren nach Angaben der Fluglinie etwa 13 000 Passagiere. Seit April mussten nach Angaben der Lufthansa wegen der Pilotenstreiks mehr als eine halbe Million Passagiere der Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings ihre Reisepläne ändern. Rund 4400 Flüge wurden bisher gestrichen, wie Europas größte Fluggesellschaft am Freitag auf Anfrage mitteilte.

Verschmelzung von O2 und E-Plus kostet 1600 Arbeitsplätze

München/Düsseldorf (dpa) - Der Zusammenschluss der Mobilfunkkonzerne Telefónica Deutschland (O2) und E-Plus hat für die Beschäftigten drastische Folgen. Am Freitag wurden sie darüber informiert, dass in den kommenden Jahren 1600 Stellen gestrichen werden sollen. Den betroffenen Mitarbeiter sollen Abfindungen angeboten werden, teilte das Unternehmen in München mit. »Betriebsbedingte Kündigungen sollen soweit möglich vermieden werden.« Mit dem Stellenabbau will der Konzern sein Sparziel von fünf Milliarden Euro in den nächsten Jahren erreichen. Der Stellenabbau trifft sowohl Telefónica Deutschland mit Sitz in München als auch E-Plus in Düsseldorf. »Hier geht es insbesondere um die Streichung von Doppelfunktionen«, erklärte das Unternehmen.

Sanierungskosten bei Wohneigentum: Alle müssen zahlen

Karlsruhe (dpa) - Wohneigentümer müssen die Kosten für wichtige Sanierungen in einem Mehrfamilienhaus gemeinsam zahlen. Das gilt auch für diejenigen, die sich die Renovierungen gar nicht leisten können, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am Freitag entschieden hat. Die Richter gaben damit der Besitzerin einer Kellerwohnung recht. Sie hatte die anderen Wohnungseigentümer eines Mehrfamilienhauses verklagt. Die Eigentümer weigerten sich, der Sanierung der Kellerwohnung zuzustimmen. Diese ist wegen Feuchtigkeit in den Außenwänden nicht mehr bewohnbar und müsste dringend renoviert werden.

Geldvermögen der Deutschen gewachsen - sichere Anlagen bevorzugt

Frankfurt/Main (dpa) - Die Menschen in Deutschland haben immer größere Geldvermögen. Zwar bevorzugen die privaten Haushalte trotz niedriger Zinsen nach wie vor kurzfristige und risikoarme Anlageformen. Dennoch wuchs ihr Geldvermögen von April bis Juni um 57 Milliarden Euro auf 4,976 Billionen Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Dabei stieg das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen vor allem durch Transaktionen. Mit knapp 21 Milliarden Euro entfiel der kleinere Teil des Vermögensanstiegs auf Bewertungsgewinne, vor allem aus Aktien und Anteilen an Investmentfonds. Immobilien oder Kunstwerke sind in der Statistik nicht enthalten.

Bieterkampf treibt Preis für Middelhoff-Uhr auf über 10 000 Euro

Essen (dpa) - Die gepfändete Uhr des Top-Managers Thomas Middelhoff hat bei ihrer Versteigerung durch die nordrhein-westfälische Justiz einen Kaufpreis von 10 350,99 Euro erzielt. Wer die Uhr der Nobelmarke Piaget ersteigerte, blieb zunächst unbekannt. Doch der prominente Vorbesitzer macht die Automatikuhr aus 750er Gold offenbar für die Bieter attraktiv. Denn am Ende lag das Höchstgebot bei der Versteigerung auf der Internetseite Justizauktion.de mehr als dreimal so hoch wie der Schätzwert der Uhr. Der war in einem Gutachten mit 2800 Euro beziffert worden.

Apple stellt neue iPads und Computer mit Super-Display vor

Cupertino (dpa) - Apple kämpft mit einer verbesserten iPad-Generation gegen die Schwäche des Tablets-Marktes an. Die am Donnerstag (Ortszeit) vorgestellten neuen Geräte bekamen den vom iPhone bekannten Fingerabdruck-Sensor und schnellere Chips. Das größere Modell Apple Air 2 wurde zudem 18 Prozent dünner gemacht. Es sei mit 6,1 Millimetern das dünnste Tablet auf dem Markt, betonte Marketingchef Phil Schiller. Außerdem stellte der Konzern einen neuen iMac-Schreibtisch-Computer mit einer drastisch erhöhten Bildschirm-Auflösung vor. Der iPhone-Bezahldienst Apple Pay startet am kommenden Montag zunächst in den USA.

Google-Geschäft wächst langsamer

Mountain View (dpa) - Google verdient weiter Milliarden, aber das Geschäft wächst langsamer. Im dritten Quartal lag der Gewinn unterm Strich bei 2,81 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro) nach 2,97 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie der Internetkonzern am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Analysten hatten mit steigendem Profit gerechnet. An der Börse fiel die Reaktion entsprechend negativ aus. Zunächst geriet die Google-Aktie um etwa fünf Prozent ins Minus. Der Kurs fing sich aber wieder und pendelte sich bei gut zwei Prozent im roten Bereich ein.

Börsianer schöpfen Hoffnung aus guten US-Konjunkturdaten

Frankfurt (dpa) - Gute Wirtschaftsdaten aus den USA haben dem deutschen Aktienmarkt vor dem Wochenende zu einem Mini-Comeback verholfen. Am Freitagnachmittag stieg der Dax um 2,01 Prozent auf 8755,25 Punkte. Damit könnte der deutsche Leitindex doch noch die vierte Verlustwoche in Folge vermeiden. Das Minus seit Wochenbeginn hatte sich zwischenzeitlich auf 0,39 Prozent verringert. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,61 Prozent am Vortag auf 0,71 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2823 (Donnerstag: 1,2749) Dollar fest.