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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Lufthansa hält trotz Streik an Umbauplänen fest

Frankfurt/Main (dpa) - Die Lufthansa hält auch angesichts des ausgeweiteten Pilotenstreiks an ihren Umbauplänen fest. Obwohl am Dienstag erneut hunderte Flüge vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München streikbedingt ausfielen, wird der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns an diesem Mittwoch über das Konzept einer starken Billigflugsparte beraten, wie das Unternehmen noch einmal bestätigte. Nach den bislang bekannten Plänen will Lufthansa-Chef Carsten Spohr eine neue Gesellschaft für billige Langstreckenflüge sowie eine Stärkung der bisherigen Marken Germanwings und Eurowings durchsetzen.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte am Dienstag ihren Kurzstrecken-Streik vom Vortag auf alle Lufthansa-Verbindungen inklusive der Fernflüge ausgeweitet. Der auf 36 Stunden angesetzte Ausstand sollte bis Mitternacht dauern.

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Beratergremium fordert mehr Staatshilfe für Elektroautos

Berlin (dpa) - Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) fordert mehr staatliche Hilfe, um dem Elektroauto zum Durchbruch zu verhelfen. Ohne ein Bündel von Maßnahmen würden bis zum Jahr 2020 nur 500 000 statt der geplanten eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straße rollen, stellt das Beratungsgremium der Bundesregierung in seinem am Dienstag vorgelegten vierten Zwischenbericht fest. In dem Gremium sind Akteure aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Gewerkschaften versammelt.
Um den schleppenden Absatz anzukurbeln, schlägt das Gremium eine Sonderabschreibung für gewerbliche Nutzer vor. Die Sonderabschreibung würde den Staat jährlich rund 200 Millionen Euro kosten.

Studie: Bahn und Bus für Fernreisen besser als Auto

Berlin (dpa) - Die meisten Fernreisenden sind nach einer Studie mit Bahn und Bus am besten unterwegs. In einer Zusammenschau aus Zeit, Kosten und Umweltbilanz schnitten diese besser ab als das Auto, wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Dienstag mitteilte. Er stützt sich auf 540 Tests und eine repräsentative Umfrage. Tatsächlich sind nach Angaben des Vereins aber 80 Prozent der Bundesbürger auf Fernstrecken mit dem Auto unterwegs, bei dem sie vor allem die Flexibilität schätzten. Der VCD hat sich das Ziel umweltverträglicher und sicherer Mobilität auf die Fahnen geschrieben.

Teyssen: Ohne Aufspaltung hätte Eon «epochale Gefahr» gedroht

Düsseldorf (dpa) - Eon-Chef Johannes Teyssen hat den Verdacht zurückgewiesen, der Energiekonzern wolle sich durch den Radikalumbau aus der Verantwortung für die Altlasten der Kernenergie stehlen. «Das ist nicht unser Motiv», sagte Teyssen dem «Handelsblatt» (Dienstag). Die neue Gesellschaft werde finanziell so solide aufgestellt sein wie keine andere in Europa. Teyssen betonte, durch die Aufspaltung werde Eon zukunftsfähiger. Der bisherige Konzern wäre «in keiner der beiden Welten, der klassischen Versorgung und der Energiewelt, ein herausragendes Unternehmen geworden», sagte Teyssen. «Das wäre eine epochale Gefahr gewesen.»

Russland erwartet Rezession Anfang 2015

Moskau (dpa) - Angesichts des sinkenden Ölpreises und geopolitischer Spannungen rechnet das russische Wirtschaftsministerium für Anfang 2015 mit einer Rezession. Für das erste Quartal des kommenden Jahres senkte das Ministerium seine Konjunkturprognose auf minus 0,8 Prozent, wie Vizeminister Alexej Wedew am Dienstag Agenturen zufolge sagte. Zuvor hatte die Regierung noch ein Wachstum von 1,2 Prozent erwartet. Wegen der anhaltenden Rubel-Schwäche rechnet das Ministerium zudem für 2015 mit einem Kapitalabfluss von 90 Milliarden Dollar (72 Mrd. Euro).

Dax zeitweise über 10 000-Punkte-Marke

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat erstmals seit Juli wieder die Marke von 10 000 Punkten übersprungen. Im Laufe des Dienstags gab der deutsche Leitindex aber wieder nach. Am Nachmittag stand das Börsenbarometer praktisch unverändert zum Vortagesschluss bei 9963,72 Punkten. Der MDax mittelgroßer Unternehmen stieg zuletzt um 0,17 Prozent auf 17 032,32 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2424 ( Montag: 1,2469) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8049 (0,8020) Euro.