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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Burger-King-Filialen könnten nächste Woche wiedereröffnen


München (dpa) - Die rund 3000 Beschäftigten der geschlossenen Burger-King-Restaurants können möglicherweise bald wieder an die Arbeit gehen. Man sei in intensiven Gesprächen über die Vergabe einer befristeten Lizenz zur Nutzung der Marke Burger King an die 89 geschlossenen Schnellrestaurants, sagte ein Sprecher der Fast-Food-Kette am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Im Falle einer Einigung könnte es bereits in der kommenden Woche zu einer Wiedereröffnung kommen. Burger King hatte seinem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko im November mit Verweis auf Vertragsverstöße fristlos gekündigt. Weil die Fast-Food-Kette Yi-Ko die Nutzung von Marke und Firmenlogo verbieten ließ und einen Lieferstopp für die Waren verhängte, mussten die Schnellrestaurants dichtmachen. Nachdem sich Burger King und Yi-Ko nicht auf eine Lösung einigen konnten, musste die zu Yi-Ko gehörende Betreibergesellschaft für die Filialen, die Burger King GmbH, Insolvenzantrag stellen.

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Mehdorn: Hauptstadtflughafen vor Eröffnung erweitern

Motzen/Potsdam (dpa) - Der neue Hauptstadtflughafen muss aus Sicht des Geschäftsführers Hartmut Mehdorn schon vor der Eröffnung erweitert werden. «Bereits bei der Eröffnung ist der Flughafen überlastet, weshalb eine sichere Inbetriebnahme stark gefährdet ist», warnt Mehdorn in seiner Präsentation für das Kontrollgremium, das am Freitag in Motzen zusammentraf. Er will erreichen, dass die Aufseher unter anderem ein zweites, kleineres Terminal genehmigen. Bis zur Eröffnung sieht Mehdorn noch viel Nachholbedarf: «Es reicht nicht, den BER wie konzipiert fertig zu bauen.» Gepäckausgabe und Sicherheitskontrollen seien zu klein, es fehlten Check-in-Schalter, Flugzeugpositionen und Parkhäuser, heißt es in der Aufsichtsratspräsentation, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Gucci überrascht mit Chefwechsel - auch Designerin Giannini geht

Paris (dpa) - Überraschender Wechsel an der Spitze einer großen Luxus-Marke: Der italienische Mode- und Accessoires-Hersteller Gucci erhält mit dem Jahreswechsel einen neuen Chef und dann auch einen neuen Kreativdirektor. Chefdesignerin Frida Giannini und Geschäftsführer Patrizio di Marco verlassen das Luxuslabel. Der französische Gucci-Mutterkonzern Kering teilte am Freitag in Paris mit, dass der zurücktretende Patrizio di Marco von Marco Bizzarri abgelöst wird. Di Marco hat mehr als 13 Jahre für Kering gearbeitet. Bizzarri leitet seit April dieses Jahres die Kering-Sparte «Luxus - Couture und Lederwaren».

Verdi ruft zu dreitägigen Streiks bei Amazon auf

Berlin (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit mit dem Versandhändler Amazon zum Streik von Montag bis Mittwoch an fünf Standorten aufgerufen. Beschäftigte in Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide NRW) sollten die Arbeit niederlegen, berichtete Verdi am Freitag. Die Streiks beginnen demzufolge mit der Nachtschicht von Sonntag auf Montag am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld. Die anderen Standorte wollen sich am Montag mit Beginn der Frühschicht beteiligen. Der Streik solle bis Ende der Spätschicht am Mittwoch gehen. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger sagte: «Amazon weigert sich weiterhin kategorisch, das Recht der Beschäftigten auf einen Tarifvertrag anzuerkennen und hält Gewerkschaften für überflüssig.» Das Unternehmen wolle die Arbeitsbedingungen diktieren.

Fiat Chrysler besorgt sich über drei Milliarden Euro

London (dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler sammelt mehr als drei Milliarden Euro für seine großen Zukunftspläne ein. Beim Verkauf von 100 Millionen Aktien und einer Pflichtwandelanleihe seien alle Optionen für Mehrzuteilungen ausgeschöpft worden, teilte der Konzern am Freitag mit. Damit erlöse das Unternehmen knapp 3,9 Milliarden US-Dollar (3,1 Mrd Euro). Fiat Chrysler wolle das Geld für «allgemeine Unternehmenszwecke» nutzen. 2015 steht außerdem der Börsengang der Sportwagen-Tochter Ferrari an, der weiteres Geld in die Kassen des Mutterkonzerns spülen soll. Bis 2018 will Konzernchef Sergio Marchionne 48 Milliarden Euro investieren, um Fiat Chrysler mit Marken wie Alfa Romeo, Jeep oder Dodge wieder nach vorne zu bringen. In vier Jahren soll sich der Gewinn auf dann fünf Milliarden Euro verfünffachen, der Absatz soll um rund 60 Prozent zulegen.

HSH Nordbank verdient wieder Geld

Hamburg (dpa) - Die HSH Nordbank hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich bessere Ergebnisse als im Vorjahr erzielt. Der Gewinn vor Steuern lag bei 460 Millionen Euro gegenüber einem Verlust von 95 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Bank am Freitag in Hamburg mit. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von minus 66 auf plus 333 Millionen Euro. Die Bank mache Fortschritte bei der Umsetzung ihres Geschäftsmodells, habe die Altlasten deutlich reduziert und das Neugeschäft planmäßig ausgebaut. «Wir halten damit Kurs auf unser Ziel und wollen das Geschäftsjahr erstmals seit 2010 mit einem Gewinn abschließen», sagte Vorstandschef Constantin von Oesterreich. «Wir richten unsere ganze Energie nun auf das laufende EU-Beihilfeverfahren, mit dessen Abschluss wir im ersten Halbjahr 2015 rechnen.»

Bericht: Commerzbank droht Milliardenstrafe in den USA

New York/Frankfurt (dpa) - Der Commerzbank droht einem Zeitungsbericht zufolge in den USA eine Milliardenstrafe wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Geldwäsche- und Sanktionsgesetze. Die Verhandlungen über einen Vergleich, der Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus mehr als eine Milliarde Dollar (0,8 Mrd Euro) kosten könne, stünden kurz vor dem Abschluss, schrieb die «Financial Times» (FT/Donnerstag) unter Berufung auf Insider. Die Einigung könnte demnach zum Jahresende bekanntgegeben werden. Eine Sprecherin der Commerzbank in Frankfurt wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren. Dass es Untersuchungen der New Yorker Staatsanwaltschaft, des US-Justizministeriums und weiterer Behörden in den USA gibt, hatte das Kreditinstitut bereits eingeräumt. Dabei geht es um den Verdacht, dass die Bank gegen US-Sanktionen gegen den Iran, den Sudan, Nordkorea, Myanmar und Kuba verstoßen hat.

GM investiert in Mexiko 4 Milliarden Euro bis 2018

Mexiko-Stadt (dpa) - Der US-Autobauer GM will bis 2018 umgerechnet 4 Milliarden Euro für die Modernisierung seiner vier Werke in Mexiko ausgeben. Damit könnte die Firma ihre Produktionskapazitäten in dem lateinamerikanischen Land nahezu verdoppeln, wie aus der offiziellen Ankündigung am Donnerstag in Mexiko-Stadt hervorging. Aus dem Investitionsschub verspricht sich die mexikanische Regierung die Schaffung von mehr als 5000 Arbeitsplätzen. Bei den vier mexikanischen GM-Standorten sind rund 14 000 Menschen beschäftigt. Das US-Unternehmen ist damit der zweitwichtigste Autohersteller in dem Land. In den vergangenen Jahren ist die Branche kontinuierlich gewachsen in dem inzwischen siebten Automobilstandort der Welt.

Dax knickt wegen Konjunktursorgen zum Wochenschluss ein

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat seinen jüngsten holprigen Ritt am Freitag fortgesetzt und steuert nach erneuten Verlusten auf ein dickes Wochenminus zu. Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex 1,56 Prozent tiefer bei 9708,99 Punkten. Im bisherigen Wochenverlauf summiert sich das Minus damit auf mehr als dreieinhalb Prozent. Dabei hatte der Dax Ende der Vorwoche noch eine neue Bestmarke bei 10 093 Punkten erklommen. Für den Index der mittelgroßen Werte, den MDax, ging es am Freitag um 1,21 Prozent auf 16 455,41 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 0,86 Prozent auf 1340,00 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte 1,58 Prozent ein. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,58 Prozent am Vortag auf 0,55 Prozent. Der Kurs des Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2450 (Donnerstag: 1,2428) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8032 (0,8046) Euro.