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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Athen zeigt sich in Schuldenfrage flexibler - Gespräch mit EZB-Chef


Berlin/Athen (dpa) - Im Streit um einen Schuldenschnitt für Griechenland rudert die Athener Regierung zurück. Sie will zwar weiter eine deutliche Schuldenentlastung, schlägt aber neue Töne an. Finanzminister Gianis Varoufakis sagte in einem Interview, er wolle nicht mehr von einem Schuldenschnitt sprechen. Dieser sei politisch in Deutschland und anderen Gläubigerländern nicht akzeptabel, sagte Varoufakis in einem Interview mit der «Financial Times» (Dienstag). Stattdessen denkt die Athener Regierung nach seinen Worten an eine Vorschlagsliste von Umschuldungsmaßnahmen statt des Schuldenerlasses auf einen Schlag.

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Deutsche bleiben Obst- und Gemüsemuffel

Berlin (dpa) - Die Bundesbürger bleiben Obst- und Gemüsemuffel: So kauften sie pro Haushalt im vergangenen Jahr 85,4 Kilogramm Frischobst ein - auf alle Obstsorten gerechnet waren das rund zwei Prozent weniger als 2013. Das teilte die Berliner Messe Fruit Logistica (4. bis 6. Februar) am Dienstag mit. Mit 153,56 Euro je Haushalt gaben die Deutschen für Frischobst rund fünf Prozent weniger aus als 2013. Beim Gemüse stieg der Konsum mit 70,3 Kilogramm pro Haushalt im Vergleich zu 2013 nach den Daten der Messe um rund zwei Prozent an. Die Verbraucherausgaben sanken mit 147,76 Euro pro Haushalt trotz größerer Einkäufe um ein Prozent. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 650 Gramm Obst und Gemüse täglich - pro Person. Das sind hochgerechnet rund 91 Kilo Obst und 146 Kilo Gemüse pro Kopf und Jahr.

ADAC trennt Pannenhilfe strenger vom Geschäft

München (dpa) - Der ADAC arbeitet auf dem Weg aus der Krise weiter an seinem Umbau. «Diese Reform wird länger dauern», sagte der für Technik zuständige Vizepräsident des Autoclubs, Thomas Burkhardt, am Dienstag in München bei der Vorstellung des Jahresberichts zur Pannenhilfe 2014. Bei der Straßenwacht sei aber schon viel passiert. So habe man verschiedene Praktiken auf den Prüfstand gestellt und etwa Leistungsprämien für Straßenwachtfahrer gestoppt, die Batterien an Mitglieder weitergeben. Nun werde an der Frage gearbeitet, wie die Prämienzahlungen an die Fahrer künftig gestaltet werden können. «Die Pannenhelfer sollen ja nicht weniger Geld verdienen», sagte Burkhardt.

Immobilienverband: Wohneigentum erschwinglich wie nie

Frankfurt/Main (dpa) - Die Zinsen sind extrem niedrig, die Einkommen steigen: Deshalb sind Immobilien aus Sicht des Immobilienverbands IVD derzeit trotz moderat steigender Preise erschwinglicher als jemals zuvor. «Wichtig für die Betrachtung der Leistbarkeit einer Immobilie sind nicht nur die Preise», sagte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick am Dienstag in Frankfurt. Für das Gesamtbild sei mitentscheidend, dass die Bauzinsen 2014 nochmals deutlich fielen, während die Löhne vergleichsweise stark stiegen. Insgesamt sei die monatliche Belastung eines Kredites für Immobilienkäufer damit gesunken. Dieser Trend werde sich 2015 vermutlich nicht fortsetzen.

Sportbranche setzt auf gute Verbraucherstimmung

München (dpa) - Die Sportbranche startet dank der guten Konsumlaune in Deutschland zuversichtlich ins Jahr. Auch wenn keine sportlichen Großereignisse anstünden, zeige die wirtschaftliche Entwicklung nach oben, sagte der Präsident des Welt-Branchenverbandes WFSGI, Frank Dassler, am Dienstag vor Beginn der Sportartikelmesse ispo (5. bis 8. Februar) in München. Auf der Messe zeigen von diesem Donnerstag an 2585 Aussteller Neuheiten rund um Sportausrüstung und Sportbekleidung. Zu den Schwerpunkten gehören mobile Technologien, die helfen, Fitness und Gesundheit zu verbessern, sowie Sport und Fitness am Arbeitsplatz. 

Maschinenbauer: Versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Jahres

Frankfurt/Main (dpa) - Die Bestellbücher der deutschen Maschinenbauer haben sich nach einem schwachen November zum Jahresende wieder gefüllt: Der Auftragseingang lag im Dezember um 13 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie der Branchenverband VDMA am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Dabei stieg das Inlandsgeschäft der Schlüsselbranche um acht Prozent, das Auslandsgeschäft lag um 15 Prozent über Vorjahresniveau. «Unterm Strich steht für das Gesamtjahr für In- und Ausland nun ein Plus von zwei Prozent - ein Ergebnis, das hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibt», sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Studie: Mindestlohn verhindert 2015 Rückgang der Schattenwirtschaft

Tübingen (dpa) - Der seit Januar geltende Mindestlohn erhöht die Schattenwirtschaft in Deutschland einer Studie zufolge in diesem Jahr um 1,5 Milliarden Euro - und verhindert so erstmals seit Jahren einen weiteren Rückgang von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) bleibt daher unverändert bei 12,2 Prozent, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Linz hervorgeht. Demnach war der Wert hierzulande mit Ausnahme des Krisenjahrs 2009 bisher seit Jahren rückläufig. «Die aktuelle Entwicklung ist auch durch den Mindestlohn bedingt», erklärte IAW-Direktor Bernhard Boockmann.

Apple legt neue Anleihen auf - Bericht: Bis zu 6,5 Milliarden Erlös

Cupertino (dpa) - Apple holt sich wieder frisches Geld bei Anlegern, statt in die gewaltigen eigenen Milliarden-Reserven zu greifen. Der iPhone-Konzern platziert weitere Anleihen, wie aus am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg liegt der Erlös bei 6,5 Milliarden Dollar (5,7 Mrd. Euro). Das Vorgehen hat steuerliche Gründe. Apples Geldreserven von zuletzt 178 Milliarden Dollar liegen vor allem im Ausland. Würde das Geld in den USA verwendet, müsste Apple rund 35 Prozent Steuern darauf zahlen.

Dax nimmt Anlauf auf 11 000-Punkte-Marke

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax versucht sich an der Marke von 11 000 Punkten. Am Dienstagmorgen fehlten nur etwas mehr als 15 Punkte; bis zum Nachmittag büßte der deutsche Leitindex aber wieder einen Teil seiner Gewinne ein und stand zuletzt rund 100 Punkte entfernt. Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex mit 0,67 Prozent im Plus bei 10 900,59 Punkten. Seit Jahresbeginn beträgt der Zuwachs damit inzwischen mehr als 11 Prozent. Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es am Dienstag um 0,76 Prozent auf 18 831,28 Punkte hoch. Der TecDax legte um 0,68 Prozent auf 1493,67 Punkte zu. Der Leitindex der Eurozone gewann 1,15 Prozent. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,24 Prozent am Montag auf 0,26 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1376 (Montag: 1,1310) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8790 (0,8842) Euro.